07.01.2019 16:00 Uhr - 1. Bundesliga - HBF

HBF kompakt: Bietigheim und Metzingen mit erfolgreichem Start in die Gruppenphase des EHF-Pokals

Josefine Huber (THC)Josefine Huber (THC)
Quelle: Franziska Braun, THC
Die SG BBM Bietigheim und die TuS Metzingen waren international gefordert und sind mit Siegen in die Gruppenphase des EHF-Pokals gestartet. Der Thüringer HC konnte so seine Tabellenführung festigen. Im Tabellenkeller konnten Bad Wildungen, Oldenburg und Neckarsulm wichtige Zähler sammeln. In der kommenden Woche wird der Kampf um die Plätze beim OLYMP Final4 im Vordergrund stehen.

Die TuS Metzingen ist erfolgreich in die Gruppenphase des EHF-Pokals gestartet. Beim schwedischen Meister IK Sävehof setzten sich die Ermstalerinnen am Ende mit 29:27 (16:13) durch. "Wir hatten gute Ansätze, machten aber auch blöde Fehler", resümierte Chefcoach Andre Fuhr und Manager Ferenc Rott ergänzte: "Wir hatten gute und weniger gute Phasen. Zwei Punkte waren das Ziel und die haben wir geholt."

Auch die SG BBM Bietigheim ist nach dem ersten Spieltag auf Kurs in Richtung Viertelfinale. Im Heimspiel gegen Storhamar setzten sich die Enztalerinnen mit 28:25 (15:12) durch. "Es war ein guter Start für uns, das erste Heimspiel gleich zu gewinnen", so Bietigheims Cheftrainer Martin Albertsen. "Wir haben gegen eine norwegische Spitzenmannschaft gespielt, die anders spielt als das, was wir gewöhnt sind. Mit den 28 Toren bin ich zufrieden und 25 Tore gegen ein Team mit einer Spitzenspielerin wie Betina Riegelhuth ist auch in Ordnung."

Die internationalen Verpflichtungen der Konkurrenz konnte der Thüringer HC nutzen, um mit dem 24:17 (11:8) bei Bayer Leverkusen seine Tabellenführung zu festigen. Der Deutsche Meister hat derzeit 20:0 Punkte, dahinter folgen Bietigheim (18:0) und Metzingen (18:2). "Riesen Kompliment an meine Mannschaft, die über 60 Minuten eine bravouröse Abwehrleistung abgeliefert hat und über diese sichere, kompakte Abwehr zu einem verdienten, vielleicht in dieser Höhe unerwarteten Erfolg gekommen ist", kommentierte THC-Coach Herbert Müller, während Elfen-Trainer Robert Nijdam, dessen Team mit 13:9 Zählern Fünfter bleibt, bilanzierte: "Mit der Leistung im ersten Durchgang bin ich sehr zufrieden, vor allem mit unserer Verteidigung."

Der Tabellenvierte Borussia Dortmund (13:7) war am Wochenende spielfrei und holt sein Heimspiel gegen Bietigheim Anfang Februar nach. Leverkusens Niederlage und Dortmunds Spielpause konnte hingegen der Tabellensechste Frisch Auf Göppingen nicht nutzen, um sich zu verbessern. Die Württembergerinnen verloren gegen Verfolger HSG Blomberg-Lippe mit 20:24 (9:12). "Wir haben viel zu viele Freie verworfen und damit dem Gegner Rückenwind gegeben", bilanzierte Göppingens Linksaußen Iris Guberinic die Niederlage gegen den Ex-Verein, der mit 10:12 Zählern auf Rang sieben vorrückte und den spielfreien Buxtehuder SV (9:9) überholte.


Der Abstiegskampf stand bei den anderen drei Begegnungen im Vordergrund. Die HSG Bad Wildungen Vipers und der VfL Oldenburg verdoppelten ihren Vorsprung auf die Abstiegsplätze und haben nun jeweils 8:14 Punkte auf dem Konto. Die Vipers gewannen gegen den Dreizehnten HSG Bensheim/Auerbach Flames mit 26:19 (10:10). "Von uns ist jetzt erstmal etwas der Druck weg. Das ist schön für uns, dass wir jetzt in Ruhe weiterarbeiten können und hoffentlich auch bald mehr Konstanz reinkriegen können", freute sich Bad Wildungens Trainerin Tessa Bremmer. "Wir haben uns einfach nicht belohnt. Wir haben gute Sachen gespielt, aber wir haben diesen Ball nicht ins Tor gebracht und die Abwehr stand auch", kommentierte Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm, deren Mannschaft nun mit 4:18 Punkten unter dem Strich steht, den 10:10-Halbzeitstand und betonte: "In der 2. Halbzeit war es am Anfang auch noch in Ordnung, aber dann haben wir völlig die Linie verloren."

Auch der VfL Oldenburg konnte seine Negativserie mit einem 30:24 (17:13) über den TV Nellingen beenden. "Nachdem die ersten einfachen Bälle gut geklappt haben, war das Selbstvertrauen sofort da. Auch die Abwehr hat von Anfang an gut gearbeitet, was der Torhüterin den Job natürlich erleichtert hat", freute sich VfL-Trainer Niels Bötel.

Für die Schwaben Hornets ging es mit 6:16 Punkten runter auf Platz 12, da die Neckarsulmer Sport-Union bei Schlusslicht Halle-Neustadt mit 29:26 (12:17) gewann. "Es war in der zweiten Halbzeit eine skandalöse Leistung der gesamten Mannschaft. So kann man sich nicht vor heimischem Publikum präsentieren. Ich entschuldige mich bei allen Zuschauern, die das gesehen haben", so Wildcats-Trainerin Tanja Logvin, während NSU-Coach Pascal Morgant einfach nur "extrem stolz" auf seine Mannschaft war, jedoch betonte: "Wir sind eine junge Truppe und haben einen kleinen Kader. Es wird auch weiter ein Auf und Ab sein und es wird auch weiter Enttäuschungen geben." Mit 6:14 Punkten ist Neckarsulm derzeit Elfter und verfügt auch über eine gute Tordifferenz. Ende Januar absolviert man allerdings noch das Nachholspiel vor heimischer Kulisse gegen Buxtehude.

Im EHF-Pokal ist die SG BBM Bietigheim am Sonntag bei Schlusslicht CS Magura Cisnadie zu Gast, die Rumäninnen kassierten zum Auftakt eine 18:41-Niederlage beim Team Esbjerg. Die TuS Metzingen hingegen empfängt den Titelkandidaten Siofok KC, der gegen Herning-Ikast mit einem 25:21-Heimsieg starten konnte.


Im Fokus steht vor allem der Kampf um die Tickets für das OLYMP Final4 in Stuttgart (25./26.05.2019). Am Mittwoch reist die TuS Metzingen zur Neckarsulmer Sport-Union (Anwurf 19.30 Uhr) und die SG BBM Bietigheim empfängt ab 20.00 Uhr den Buxtehuder SV. Am Sonntag werden dann die letzten beiden Tickets für die Pokalendrunde vergeben. Der Thüringer HC kämpft ab 15 Uhr gegen Borussia Dortmund, um den Einzug ins Halbfinale. Ab 16 Uhr stehen sich der SV Union Halle-Neustadt und Bayer Leverkusen gegenüber.

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