07.01.2019 10:50 Uhr - 1. Bundesliga - PM Bensheim, red

Heike Ahlgrimm nach Niederlage der HSG Bensheim/Auerbach: "Das müssen wir definitiv aufarbeiten"

Bogna SobiechBogna Sobiech
Quelle: Andrea Müller
Die Flames der HSG Bensheim/Auerbach verloren das Kellerduell bei der HSG Bad Wildungen Vipers mit 26:19 (10:10). Beste Werferin bei den Flames war Carolin Schmele (6/4), bei den Vipers waren Annika Ingenpaß (7/4) und Laura Vasilescu (6) am erfolgreichsten.

Vipers-Trainerin Tessa Bremmer nach der Partie: "Heute hatte ich eine sehr gute Abwehr mit einer überragenden Manu dahinter, die uns wirklich in den wichtigen Momenten den A... gerettet hat und ich denke, das war heute auf jeden Fall ein spielentscheidender Faktor", so Bremmer auf der Pressekonferenz.

Die Mannschaft hatte zwischenzeitlich den Faden verloren und sich ihrem Schicksal nahezu ergeben. "In der 2. Halbzeit war es am Anfang auch noch in Ordnung , aber dann haben wir völlig die Linie verloren. Das darf einfach nicht passieren, dass wir von einem 10:10 auf ein 25:15 kommen und uns auch dem Schicksal ein bisschen ergeben haben. Das müssen wir definitiv aufarbeiten", sagte eine maßlos enttäuschte Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm auf der anschließenden Pressekonferenz.

Dabei hatte die Flames-Trainerin alles versucht, um ihre Mannschaft wieder in die Spur zu bringen und vor allem Ruhe herein zu bringen und die Abwehr mehrfach umgestellt. Aber im Gegensatz zu Tessa Bremmer, die dann für die wurfstarke und sechsmal erfolgreiche Laura Vasilescu eine ebenso treffsichere Sabine Heusdens einsetzen kann, fehlten ihr für den Angriff die alternativen Spieler. Neben den Langzeitverletzten ist gestern auch noch Simone Spur Petersen mit einer Erkältung ausgefallen und man darf auch nicht vergessen, dass die Flames bereits seit Anfang Oktober ohne etatmäßigen Rechtsaußen agieren müssen.


Vipers-Trainerin Tessa Bremmer sagte vor dem Spiel: "Heute wird die bessere Tagesform und der größere Siegeswille entscheidend sein". Beides hatten ihre Vipers heute, vor allem auch mental, an den Tag gelegt.

Und diese mentale Stärke müssen die Flames auch wieder erhalten. Es muss wieder Jeder für Jeden kämpfen - egal ob ich auf dem Feld stehe oder gerade auf der Bank sitze. Die Flames hat ausgezeichnet, dass sie als Underdog mithalten und überraschen können und bis zur letzten Sekunde fighten und miteinander und füreinander fighten und genau das muss die Mannschaft wieder hinbekommen. Das Saisonziel ist der Klassenerhalt und der ist weiterhin erreichbar, denn es werden noch genügend Punkte vergeben und die Hinrunde ist noch nicht einmal vorbei.

Trotz der bitteren Niederlage sieht dies auch Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm so: "Nichtsdestotrotz dürfen wir nicht aufgeben, die Hinrunde ist noch nicht ganz zu Ende. Wir haben jetzt noch zwei schwere Spiele, davon eins zu Hause, eins auswärts. Die Saison geht noch bis Ende Mai und wir werden definitiv weiter kämpfen und wir werden unsere Punkte holen. Das kann ich versprechen. Nur, wie gesagt, ist das nach so einer Niederlage natürlich megaschwer".

Das Spiel muss jetzt von allen verarbeitet und dann abgehakt werden. Dann sind jetzt 2 Wochen Zeit, um sich in Ruhe auf Nellingen vorzubereiten und die alten Tugenden, die die Flames ausgezeichnet haben, wieder hervorzurufen.