06.01.2019 13:36 Uhr - 2. Bundesliga - PM Lintfort, red

"Müssen uns an die eigene Nase packen" - Bittere Niederlage für TuS Lintfort im Abstiegsduell

Loes VandewalLoes Vandewal
Quelle: Roland Beyer, Lintfort
Eine hauchdünne 26:27-Niederlage mussten die Handballerinnen des TuS Lintfort in eigener Halle gegen den Tabellenletzten Trier einstecken. In einem hart umkämpften Spiel begannen beide Mannschaften mit schnellen Angriffen.

Bis zu 5:4 Führung durchaus mit leichten Vorteilen für die Gastgeberinnen. Danach aber nutzten die Gäste überhastete Abschlüsse der TuS Spielerinnen und einige technische Fehler, um sich mit einem 9:3 Zwischenspurt auf 13:7 abzusetzen. "Da haben wir wild agiert und viel zu schnell dem Gegner leichte Tore ermöglicht", fand TuS Trainerin Bettina Grenz-Klein nachher den ersten Knackpunkt des Spieles. Bis zum Halbzeitstand von 11:15 kämpfte sich ihre Mannschaft in die Partie, hatte aber mit dem Pausenpfiff Pech, der Sekundenbruchteile zu früh kam und so ein weiteres Tor ihrer Mannschaft verhinderte.

Nach der Pause schaffte der TuS dann relativ schnell den Anschluss zum 17:18. In den verbleibenden 20 Spielminuten nutze Trier aber jede Möglichkeit zur Spielverzögerung und konnte sich mit dieser dreckigen Spielweise immer wieder Luft verschaffen. Lintfort schaffte nie den Ausgleich und in der letzten Spielminute schaukelten die Miezen den Sieg nach Hause und hatte in der entscheidenden Phase auch noch Glück mit zwei Pfostentreffern der Gastgeberinnen.

Unzufrieden reagierte sich Lintforts Trainerin auch über den Gegner und die Unparteiischen. "Ich hätte mir bei den ständigen Schauspieleinlagen der Gäste auch mal gewünscht, dass die unerfahrenen Schiedsrichter mal eine Spielerin nach einer Behandlung auf die Bank geschickt hätten, aber leider durfte Trier ohne die erforderlichen Konsequenzen immer wieder das Spiel unterbrechen", ärgerte sich Grenz-Klein. "Außerdem haben wir es bei 12 Minuten Überzahl nicht geschafft, dem Spiel eine Wende zu unseren Gunsten zu geben. Da müssen wir uns an die eigene Nase packen", fand die Trainerin deutliche Worte.