02.01.2019 11:39 Uhr - 1. Bundesliga - PM NSU

"Auch im Alltag Schmerzen": Karriereende für Neckarsulms Lena Hoffmann

Lena HoffmannLena Hoffmann
Quelle: NSU
Seit Beginn der laufenden Saison fehlt Lena Hoffmann der Neckarsulmer Sport-Union bereits aufgrund eines Knorpelschadens und hinterlässt im Kader von Pascal Morgant eine große Lücke. Schon Ende der vergangenen Spielzeit kämpfte Hoffmann phasenweise mit starken Schmerzen im Knie und wird aufgrund dieser Entwicklung nun nicht mehr für die NSU auflaufen können. Eine offizielle Verabschiedung im Rahmen der letzten Bundesliga-Partie gegen Borussia Dortmund hatte Hoffmann abgelehnt.

"Lena war bei mehreren Ärzten und wir haben lange versucht, das Knie wieder hinzubekommen. Sie hat aber weiterhin auch im Alltag Schmerzen, weshalb sie kein Handball mehr spielen kann. Daraufhin haben wir uns mit ihr abgestimmt und uns letztendlich einvernehmlich auf eine Vertragsauflösung zum 31. Dezember 2018 geeinigt.", erklärt Kai Stettner, Geschäftsführer der Neckarsulmer Sport-Union.

Hoffmann ist 2012 als eines der größten Unterländer Talente von Großbottwar nach Neckarsulm gekommen und war maßgeblich am Aufstieg von der 3. Liga bis in das deutsche Oberhaus beteiligt. Mit der Sport-Union entwickelte sich die Rückraumschützin zur Bundesligaspielerin und wurde zwischenzeitlich sogar zu Regionallehrgängen der deutschen Nationalmannschaft eingeladen.


"Mein Traum in der 1. Bundesliga spielen zu können wurde in Neckarsulm wahr und die Zeit, die ich hier erleben durfte möchte ich nicht missen. Ich konnte mich menschlich als auch sportlich weiterentwickeln. Die Stimmung in der Halle, die Jahr für Jahr zugenommen hat ist ein Wahnsinn, so dass man es genießt, wenn man auf der Platte stehen darf. Leider machen mir beide Knie seit Jahren immer wieder Probleme. Bereits letzte Saison wurden die Schmerzen immer schlimmer, auch im Alltag. Ich habe es probiert, aber es geht nicht mehr. Wenn man 22 Jahre lang Handball gespielt hat, ist es nicht einfach zu sagen: Ich lass es sein, aber es war definitiv notwendig. Ich möchte ein Dank aussprechen an die Verantwortlichen, an die Mädels mit denen ich sechs wunderbare Jahre hatte, an die Fans, Freunde und natürlich an meine Familie, die mich immer unterstützt hat.", blickt Hoffmann auf ihre Zeit im Neckarsulmer Trikot zurück.