29.12.2018 15:55 Uhr - 1. Bundesliga - PM BVB, NSU

Dortmund will Neckarsulm "nicht ins Rollen kommen lassen"

Hildigunnur Einarsdóttir, Alina Grijseels und Dana Bleckmann (v.l.)Hildigunnur Einarsdóttir, Alina Grijseels und Dana Bleckmann (v.l.)
Quelle: Stummbillig, BVB
Viel Zeit, den Derbysieg gegen die HSG Blomberg-Lippe zu feiern, blieb den BVB Handball Damen nicht, steht doch am morgigen Sonntag schon das letzte Spiel im Jahr 2018 bei der Neckarsulmer Sport-Union (17 Uhr, Ballei-Sporthalle Neckarsulm, Felix-Wankel-Straße, 74172 Neckarsulm) an.

"Wenn man sich die Tabellenkonstellation anschaut, ist das sicherlich eine Pflichtaufgabe für uns", sagt BVB-Coach Gino Smits, dessen Team mit einem Sieg beim Tabellenelften und optimalen Ergebnissen der Konkurrenz auf den vierten Platz springen könnte. Allerdings machen die Schwarzgelben nicht den Fehler, die Sport-Union zu unterschätzen, deren aktueller Tabellenplatz die Qualitäten, die das Team hergibt, nicht vollends abbilden.

Denn die Neckarsulmerinnen erwischten einen rabenschwarzen Saisonstart und verloren ihre ersten fünf Saisonspiele, unter anderem auch gegen die direkten Konkurrenten gegen den Abstieg aus Nellingen und Bensheim. Auch wenn man sich das eine oder andere Pünktchen durchaus gewünscht hätte, dass die Sport-Union eine gewisse Anlaufzeit brauchen würde, war vor dem Saisonstart abzusehen, da im Sommer ein großer Umbruch vorgenommen wurde.


Mit Pascal Morgant hat ein neuer Trainer das Kommando, auch den Rückraum bauten die NSU-Verantwortlichen komplett um. Und da genau dieser Rückraum um die ehemalige BVB-Spielerin Irene Espínola Perez immer besser ins Rollen kommt, warnt Smits: "Sie werfen von allen drei Rückraumpositionen aus allen Lagen und treffen auch aus größerer Distanz. Von daher müssen wir sie grade im Innenblock früh attackieren und brauchen gute Absprachen, weil sich sonst Räume am Kreis ergeben."

Was passiert, wenn man sich darauf nicht vernünftig einstellt, musste im November dann die Konkurrenz aus Blomberg und Oldenburg feststellen, die in der heimischen Ballei geschlagen werden konnte. Zudem steht Neckarsulm auch im DHB-Pokal-Viertelfinale gegen Metzingen. "Es wird ein Kampfspiel", prognostiziert Smits und fügt angriffslustig an: "Wir haben uns drauf eingestellt, diesen Kampf anzunehmen. Die Spielerinnen, die uns zur Verfügung stehen, sind nach dem Blomberg-Spiel hochmotiviert, topfit und wir wollen die Punkte mit nach Dortmund nehmen."

"Die Favoritenrolle liegt mit diesem Kader natürlich wieder klar beim BVB. Wir müssen im Angriff konstant torgefährlich sein und müssen auch in der Defensive gewarnt sein, dass viele 1 gegen 1-Situationen auf uns zukommen werden. Aber wir haben nach der Niederlage in Bietigheim nochmals gemeinsam angeschaut, wieviel Potenzial in unserer Mannschaft steckt und dass wir mit diesem Potenzial auch solch starke Mannschaften schlagen können. Dazu brauchen wir im Vergleich zum vergangenen Spiel aber eine Leistungssteigerung im Rückraum und müssen mit voller Überzeugung 60 Minuten dagegen halten. Unter diesen Voraussetzungen können wir mit der Unterstützung in der Ballei vielleicht für eine Überraschung sorgen", blickt Pascal Morgant auf das letzte Spiel des Jahres voraus.

Personell wird die Sport-Union damit unverändert zur Partie gegen Bietigheim sein und damit neben den Langzeitverletzten auch weiterhin auf Trixi Hanak verzichten. Die Neckarsulmerin verletzte sich in der Vorbereitung auf das Derby an den Bändern und kann derzeit nicht trainieren.