29.12.2018 17:17 Uhr - 1. Bundesliga - PM THC, red

Schwere Prüfung für den Thüringer HC vor dem Jahreswechsel

Herbert MüllerHerbert Müller
Quelle: Jürgen Pfliegensdörfer
Mit dem 10. Bundesliga-Spieltag steht zwischen Weihnachten und Silvester noch die zweite Prüfung vor den Teams in der Handball Bundesliga. Der Thüringer HC empfängt zum Jahresabschluss in der Salzahalle die FrischAuf Frauen aus Göppingen.

Bei der arg ersatzgeschwächte Meistermannschaft fehlt aufgrund von Verletzungen mehr als ein ganzer Rückraum mit den Top-Spielerinnen und Leistungsträgerinnen Iveta Luzumova, Anne Hubinger, Beate Scheffknecht und Kriztina Triscsuk durch Verletzung. Herbert Müller will keinen Schönheitspreis, fordert aber die zwei Punkte als Ergebnis.

Dagegen ist das Heimspiel am Sonntag gegen den Tabellen-Vierten, Verfolger THC, Bietigheim und Metzingen, eine wahre Bewährungsprobe. Göppingen ist das bestplatzierte Team, auf das der deutsche Meister in der Saison 2018/19 trifft. Frisch Auf Göppingen hat bis auf das Spiel gegen Metzingen alle anderen Saisonspiele nicht verloren. Gegen Dortmund und Leverkusen wurde Unentschieden gespielt. Das Göppinger Team, mit einem Kader von nur 12 Akteurinnen, ist damit das Überraschungsteam der bisherigen Saison.

Überraschung ist aber alles andere, als was Herbert Müller braucht. Der muss gerade seinen dezimierten Kader umstellen und irgendwie versuchen, den Ausfall seiner Kapitänin und Spielmacherin Iveta Luzumova zu kompensieren. Die Weihnachtspause war deshalb beim THC so kurz wie noch nie. Am ersten als auch am zweiten Feiertag war Training angesetzt. Irgendwie hat Herbert Müller dabei im Hinterkopf, dass seine Mannschaft immer mal in den Tagen um den Jahreswechsel eine Schwächephase gezeigt hatte. Die gilt es auf jeden Fall zu vermeiden, wenn man in dieser Saison um den Titel mitspielen will. Gerade die SG BBM Bietigheim und TuS Metzingen melden mit guten Ergebnissen ihre Titelambitionen an.


Die Göppingerinnen überraschten durch gute Ergebnisse und einen brillanten Handball mit einer beweglichen und offensiven Deckung. Für Herbert Müller ist das keineswegs zufällig, kennt er doch Spielmacherin Johanna Schindler aus seiner österreichischen Nationalmannschaft. Die tschechischen Nationalspielerinnen Michaela Hrbkova und Petra Adamkova sowie die slowenische Nationalspielerin Lina Khrlikar zeugen von Qualität im Kader, nicht zu vergessen die torgefährliche Prudence Kinlend und Edit Lengyel im Tor.

Göppingen, gegen die der Thüringer HC noch nie ein Heimspiel verloren hat, wird kein Selbstläufer, das wird eine ernsthafte Herausforderung. Die THC-Frauen müssen noch enger zusammenrücken, bevor im Januar weitere schwere Prüfungen auf den amtierenden Meister folgen.

Es fehlen weiterhin zahlreiche Leistungsträgerinnen durch langwierige Verletzungen. Ersatz ist schwer zu finden. Kerstin Wohlbold steht nach der Geburt ihrer Tochter im August wieder im Aufbautraining. Noch ist sie längst nicht fit. Sie möchte aber bald der Mannschaft wieder helfen.