22.12.2018 08:29 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

Bärinnen aus Ketsch fahren mit wenig guten Erinnerungen nach Berlin

Rebecca EngelhardtRebecca Engelhardt
Quelle: Kurpfalz Bären
Am heutigen Samstag treffen die Spreefüxxe auf die Kurpfalz Bären, die aufgrund der mehr gespielten Partien derzeit an der Tabellenspitze verweilen. "Die Bären mussten am vergangenen Sonnabend in Rosengarten Punkte lassen. Vierzehn Tage zuvor hatte man bereits in Beyeröde verloren. Dennoch sind die Spielerinnen von Katrin Schneider klarer Favorit für die Partie in der Hauptstadt", so der Pressedienst der Spreefüxxe. Anwurf für das Spitzenspiel ist am Sonnabend, den 22. Dezember, um 19:00 Uhr in der Sporthalle Charlottenburg.

Fast genau vor einem Jahr fuhren die Bären nach Berlin, doch das Spiel wurde nicht angepfiffen. Aufgrund eines leckenden Hallendachs war die Verletzungsgefahr zu groß und das Bären-Team musste unverrichteter Dinge wieder nach Hause fahren. Im Mai gab es dann zwei Spiele hintereinander: Im Heimspiel siegten die Bären mit 28:14, doch vier Tage später drehten die Spreefüxxe den Spieß um und ließen die Gäste mit 27:24 abblitzen.

Daher hat das Team von Kate Schneider ein eher mulmiges Gefühl: "Berlin ist eine Mannschaft, die große Leistungsschwankungen hat und daher sehr schwer auszurechnen ist. Nach unserem tollen Auftritt gegen Buchholz/Rosengarten werden wir auch in Berlin stark gefordert sein. Denn die Füchse haben starke Individualistinnen im Team, die nicht so einfach auszuschalten sind", so die Bären-Trainerin.

Bei den Spreefüxxen, die mit 13:11 Punkten auf einem guten 7. Tabellenplatz stehen, wechselten in den letzten Spielen Schwächephasen mit starken Abschnitten, was für Trainerin Miranda Gonzalo nicht ganz erklärlich ist: "Die Mannschaft entwickelt sich sehr positiv, aber wir haben immer noch zu viele Phasen mit vielen Fehlern und schlechten Abschlüssen."

So war es auch im letzten Heimspiel, als sie nach einem 3:13 Rückstand gegen Buchholz/Rosengarten fast noch das Unentschieden erzielt hätten. Auch zuletzt in Mainz hatte das Team eindrucksvolle Szenen aufzuweisen, konnte aber die 28:33 Niederlage nicht vermeiden, auch wenn die junge Österreicherin Vanessa Magg 11 Tore erzielte. Die routinierte Anna Blödorn hat in dieser Saison schon 39 Tore auf dem Konto, und die aus Hannover gekommene Tina Wagenlader schaffte es als Kreisläuferin auf beachtliche 37 Treffer.

Mit Saskia Fackel und Carmen Moser verfügen die Süddeutschen zwei Toptorschützinnen aus dem Rückraum und sind für ein schnelles, dynamisches Spiel bekannt. Genau dieses Tempospiel wollen die Spreefüxxe bremsen. Trainer Goncalo Miranda möchte vor dem Jahreswechsel unbedingt nochmal punkten. Auch Managerin Britta Lorenz weiß, dass die Partie keine einfachere Aufgabe wird als die vergangenen zwei Spieltage. "Dennoch erwarte ich von der Mannschaft eine Reaktion. Ich will den gleichen Kampfgeist sehen wie gegen Zwickau. Dann schauen wir was am Ende möglich ist", so Lorenz.

Die Enttäuschung über die hauchdünne Niederlage gegen Buchholz/Rosengarten hielt sich bei den Bären-Ladies unterdessen in Grenzen. "Damit mussten wir rechnen", so Torhüterin Sabine Stockhorst, "aber jetzt müssen wir aus Berlin die Punkte mitnehmen, wenn wir unsere Spitzenposition nicht einbüßen wollen." Sollte dies gelingen, können die Bären einen kleinen Winterschlaf halten, denn erst am 19. Januar steht für sie wieder ein Spiel auf dem Programm. Gegner ist dann Werder Bremen, das nach dem Trainerwechsel in aufsteigender Form ist und Anschluss an das Mittelfeld gefunden hat.