17.12.2018 16:18 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

Erster Auswärtssieg der Saison: TuS Lintfort schließt zum rettenden Ufer auf

Der TuS Lintfort jubelt.Der TuS Lintfort jubelt.
Quelle: TuS Lintfort
Mit einem hart umkämpften 25:22-Erfolg bei der SG H2Ku Herrenberg haben die Lintforterinnen ihren ersten Auswärtssieg der laufenden Spielzeit errungen. Trotz der langen Anreise mit der Bahn fanden die Gäste schnell ins Spiel und dominierten die Startphase gegen verunsicherte Herrenberger deutlich.

"Hätten wir da unsere drei klaren Chancen auch noch genutzt, wäre die Führung höher als nur mit 3:0 ausgefallen", fand TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein nach dem Spiel. Ihre Mannschaft hatte unter umsichtiger Regie von Mie Norup Isaksen stark gespielt, zahlreiche Chancen herausgespielt und auch in der Abwehr gut gestanden.

In den ersten 20 Spielminuten erzielte Herrenberg gegen die stark aufgelegte Sabrina Romeike nur ganze zwei Feldtore. Ansonsten hielten vor allem die Strafwürfe von Lea Neubrander die HSG im Spiel. "Das hat sie super gemacht. Acht Siebenmeter so nervenstark zu verwandeln ist schon richtig gut. Aber es wäre auch schön gewesen, wenn wir auch mal einen Siebenmeter bekommen hätten", haderte Grenz-Klein mit der doch recht einseitigen Regelauslegung der Schiedsrichterinnen.

"Ich glaube, ich habe in meiner gesamten Trainerlaufbahn noch kein Spiel ohne eigenen Strafwurf gehabt", fand die Trainerin nach dem Spiel. Ihre Mannschaft hatte nach der Pause die Nerven behalten und ständig in Führung gelegen. Als die Hausherrinnen dann aber mit 18-17 in Führung gehen konnten, sah es nach einer Wende im Spiel aus. Lintfort konterte umgehend, legte eine 22-20 Führung vor. Aber auch die HSG konnte kontern und beim 22-22 war die Spannung kaum noch zu steigern.

"In den Schlussminuten haben wir uns dann endlich einmal für den Aufwand belohnt und mit tollem Kampfgeist den ersten Auswärtssieg eingefahren. Und das auch noch ohne die angeschlagenen Inske Kuik und Tatjana van den Broek", freute sich Lintforts Trainerin nach der Partie.

"Wir haben auf allen Positionen zu viele Fehler gemacht", haderte indessen Herrenberg-Coach Mike Leibssle. "Mit solch einer Leistung kann man zu Hause nicht gewinnen." Dabei wäre deutlich mehr drin gewesen. "Wir haben es uns unnötig schwer gemacht und zu viel Hektik auf die Platte gebracht", so Leibssle. "Wir müssen nach dieser Leistung den Reset-Knopf drücken und wieder bei Null starten", blickt Mike Leibssle in die Zukunft. Seine Mannschaft wird nun die Möglichkeit haben, der Winterpause die Akkus neu aufzuladen, um am 5. Januar gestärkt zum Auswärtsspiel nach Rödertal zu reisen.

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