17.12.2018 16:00 Uhr - 2. Bundesliga - HBF

HBF kompakt: Handball-Luchse wahren weiße Weste im Topspiel, Lintfort und Trier punkten im Abstiegskampf

Michelle Stefes - TV Beyeröhde-Wuppertal Michelle Stefes - TV Beyeröhde-Wuppertal
Quelle: Marco Schultz
Die HL Buchholz 08-Rosengarten wahrt ihre weiße Weste, musste sich aber im Topspiel mächtig strecken, um sich gegen den Tabellenführer Kurpfalz Bären mit 26:25 (14:13) durchzusetzen. Erfolgserlebnisse konnten auch die Verfolger auf den Plätzen 3-6 feiern, im Tabellenkeller konnten vor allem die Trierer Miezen und der TUS Lintfort wichtige Punkte sammeln.

Die Tabellenführung haben die Kurpfalz Bären trotz des 25:26 (13:14) bei der HL Buchholz 08-Rosengarten noch inne, allerdings haben die Badenerinnen schon drei Spiele mehr absolviert als die Handball-Luchse. "Wir haben heute zeigen können, was wir an spielerischer Klasse und auch an Einsatzwillen zu bieten haben. Es war ein echtes Spitzenspiel zweier leidenschaftlich kämpfender Teams. Leider haben wir unseren Drei-Tore-Vorsprung in den letzten 10 Minuten nicht halten können, da wir zu viele freie Chancen nicht verwerten konnten. Auch wenn wir im Augenblick enttäuscht sind, können wir mit erhobenen Köpfen die Heimreise antreten", kommentierte Bären-Trainerin Katrin Schneider die Niederlage im Spitzenspiel.

Nach Pluspunkten gleichauf mit Buchholz, aber immerhin schon mit vier Minuspunkten auf dem Konto ist der TV Beyeröhde-Wuppertal aktuell Dritter. Gegen den SV Werder Bremen setzten sich die Bergischen am Ende mit 28:21 (13:11) durch. "Beyeröhde hat heute schnell die richtigen Lösungen auf unser Spiel gefunden. Wir haben dann im Angriff zu statisch agiert", so Werder-Trainer Dominic Buttig nach dem Spiel in Wuppertal.

Der 1. FSV Mainz 05 konnte sich gegen die Füchse Berlin mit 33:28 (18:13) durchsetzen und mit 17:9 Zählern Rang vier wahren. "Ich bin trotz der Niederlage stolz auf meine Mannschaft. Es ist nach wie vor eine positive Entwicklung der Mannschaft zu sehen. Dennoch sind wir noch nicht konstant genug in unserer Leistung, um Mannschaften wie Mainz zu schlagen. Wir haben starke Phasen, aber auch immer noch zu viele Phasen mit vielen Fehlern und schlechten Abschlüssen", so Berlins Trainer Miranda Gonzalo, dessen Team mit 11:13 Zählern Rang 7 belegt.


Mit 14:10 Zählern folgt der VfL Waiblingen auf Rang 5, die Württembergerinnen konnten beim BSV Sachsen Zwickau mit 36:29 (20:13) gewinnen. Der HC Rödertal folgt mit 13:11 einen Platz dahinter, nach einem 1:7-Fehlstart siegten die Sächsinnen letztlich mit 29:24 (15:13) bei der HSG Gedern/Nidda. "Wir sind nur sehr schwer in die Partie gekommen. Allerdings war uns auch vorher schon klar, dass es hier nicht einfach wird. Mir hat heute in einigen Situationen einfach die nötige Konsequenz gefehlt", so HCR-Trainer Frank Mühlner.

Jeweils zehn Pluspunkte auf dem Konto haben die SG 09 Kirchhof und der TSV Nord Harrislee. Im direkten Duell konnten sich die Norddeutschen vor heimischer Kulisse mit 28:27 (13:13) hauchdünn durchsetzen. "Wir sind einfach nicht mehr so frei und mutig wie letzte Saison. Wir können nicht damit umgehen, wie stark uns die Gegner sehen und dass jeder von uns immer einen Sieg erwartet", betont SG-Coach Christian Denk und TSV-Coach Shorty Linde betonte: "Wir waren 25 Minuten chancenlos, weil wir den letzten Schritt nicht gemacht haben. Danach haben wir Herz gezeigt."

Harrislee zog an Bremen und auch Nürtingen vorbei, das nach der 23:24-Niederlage bei der DJK/MJC Trier weiterhin neun Pluspunkte hat und nun Zehnter vor Bremen (9:15) ist. Dahinter folgen mit jeweils acht Pluspunkten die SG H2Ku Herrenberg und der TuS Lintfort. Das direkte Duell gewann das Team vom Niederrhein auswärts mit 25:22 (11:10). "Wir haben auf allen Positionen zu viele Fehler gemacht. Mit solch einer Leistung kann man zu Hause nicht gewinnen", haderte HsKu-Coach Mike Leibssle und Lintforts Trainerin Bettina Grenz-Klein sagte erleichtert angesichts des 3:0-Lauf ihres Teams nach dem 22:22-Ausgleichstreffer der Gastgeberinnen: "In den Schlussminuten haben wir uns dann endlich einmal für den Aufwand belohnt und mit tollem Kampfgeist den ersten Auswärtssieg eingefahren. Und das auch noch ohne die angeschlagenen Inske Kuik und Tatjana van den Broek." Lintfort hat nun zwei Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze, die derzeit Zwickau und Gedern/Nidda (je 6:18) und die DJK/MJC Trier (5:17) belegen.