14.12.2018 13:00 Uhr - Europameisterschaft - chs

EM-Torschützinnen: Hagman klettert mit EM-Rekord in die Top 10

Nathalie HagmanNathalie Hagman
Quelle: sportseye.de
Die Hauptrunde ist beendet, von einstmals sechzehn Mannschaften ist das Turnier schon für zehn Teams beendet. Lediglich die vier Halbfinalisten werden noch zwei Spiele bestreiten. Ausgetragen wird noch das Spiel um Platz 5. Zeit, um vor den drei heutigen Partien noch einmal einen Blick auf die Statistik des bisherigen Turniers zu werfen.

Im letzten Hauptrundenspiel gegen Frankreich konnte Serbiens Katarina Krpez-Slezak die Marke von 50 Toren knacken, die Rechtsaußen muss allerdings das Finalwochenende von außen verfolgen. Auch die Zweitplatzierte Cristina Neagu (44 Tore) wird nach einer erlittenen Knieverletzung wohl nicht mehr im Turnier mitwirken. In Schlagdistanz zu Platz eins ist somit vor allem ihre Nationalmannschaftskollegin Eliza Buceschi, die frühere Spielerin des Thüringer HC hat aus den ersten sechs Partien bereits 40 Treffer erzielt, verfügt über eine Wurfeffektivität von 80 Prozent und muss nach dem Ausfall Neagus nun noch mehr Verantwortung tragen.

Hinter den beiden Montenegrinerinnen Jovanka Radicevic (35) und Djurdjina Jaukovic (34) folgt mit 30 Toren nun Nathalie Hagman. Die Schwedin hat im abschließende Hauptrundenspiel gegen Russland gleich 17 Tore erzielt und damit den bisherigen Rekord für die meisten EM-Tore in einem Spiel eingestellt. Diesen hatte Karolina Kudlacz-Gloc genau auf den Tag genau zwölf Jahre zuvor in Göteborg in einem Spiel Polens gegen Mazedonien aufgestellt. Auf den folgenden Plätzen können Norwegens Stine Bredal Oftedal (29), Frankreichs Estelle Nze-Minko, Rumäniens Criuna Pintea (je 28) und Russlands Daria Samokhina (26) sich noch nach oben arbeiten.


Einzige Spielerin in den Top 15, die bereits in der Vorrunde ausgechieden ist, ist Sloweniens Ana Gros. Die 25 Treffer der Ex-Spielerin des Thüringer HC bedeuten immer noch Rang 13, auch wenn zum Abschluss des Turniers noch ein nach unten gehen wird. Norwegens Malin Aune, Schwedens Isabelle Gullden und die Niederländerin Estava Polman sind aktuell noch gleichauf und auch die Russin Daria Dmitrieva hat nur einen Treffer weniger absolviert.

Deutsche Spielerinnen fehlen in den Top 25, Julia Behnke hat mit 21 Toren Rang 26 inne, Emily Bölk und Angie Geschke folgen mit 20 Toren auf Platz 32, Xenia Smits mit 19 Toren auf Rang 36 und Alicia Stolle kommt mit 18 Toren auf Platz 38. In den Top 50 ist zudem derzeit noch Kreisläuferin Meike Schmelzer mit 16 Treffern auf Rang 48.

Bei den Assists hat Milena Raicevic mit 39 Torvorlagen die Führung inne. Die Montenegrinerin könnte aber am Finalwochenende vor allem von Russlands Anna Vyakhireva (34) abgefangen werden. Stine Bredal Oftedal, derzeit gleichauf mit der Serbin Jelena Lavko (je 31) dürfte am Ende das Podium komplettieren. Xenia Smits kommt mit 24 Assists auf Rang 8 und hat damit Weltklasse-Handballerinnen wie Cristina Neagu (23), Grace Zaadi (22) und Isabelle Gullden (21) hinter sich gelassen. Emily Bölk kommt mit 17 Assits auf Rang 18.

In der Scorerwertung führt Neagu mit 67 Toren aufgrund von 44 Toren und 23 Vorlagen vor Oftedal, Raicevic (je 60), Krpez-Slezak (58) und Vyakhireva (57). Nur die Russin dürfte als Konkurrentin für den Sieg in dieser Wertung in Frage kommen, Eliza Buceschi müsste in zwei Partien neun Punkte auf die ebenfalls noch spielende Vyakhireva und 19 Punkte auf Neagu aufholen.

In der Abwehrwertung liegen derzeit drei Spielerinnen mit 10 Punkten an der Spitze, wobei nur noch Gabriela Perianu ihreBilanz von neun Blocks und einem Steal noch verbessern kann. Gleichauf ist Cristina Neagu (3 Blocks, 7 Steals) und Szimonetta Planeta (6, 4). In Lauerstellung sind auch noch Anna Sen mit neun (6, 3) und Polina Kuznetsova mit sieben (0, 7) Punkten. Mit sieben Zählern auf Rang 7 hat nach vier Blocks und drei Steals auch Xenia Smits das Turnier beendet.

Bei den Torhüterinnen teilen sich Amandine Leynaud und Katrine Lunde mit einer Fangquote von 37 Prozent gehaltener Bälle den ersten Platz für der zweiten Norwegerin Silje Solberg (36 %). Die zuvor führende Yuliya Dumanska erwischte gegen Ungarn einen schlechten Tag und rutschte auf Rang 6 mit 34 % Fangquote ab. Deutschlands Nummer 1 Dinah Eckerle beendete das Turnier mit einer Fangquote von 30 %. Blickt man auf die Gesamtparaden, dann hat nur Schwedens Filippa Idehn und die Niederländerin Tess Wester (je 60 Paraden) mehr Tore verhindert als Eckerle (57). Siebenmeterkillerinnen des Turniers waren Ungarns Eva Kiss mit neun gehaltenen Siebenmetern, Rumäniens Denisa-Stefania Dedu (6) und Schwedens Filippa Idehn (5).

Torschützinnen - Handball-Europameisterschaft



Pl Spielerin Tore 7m
1 Krpez-Slezak, Katarina (SRB) 50 23/25
2 Neagu, Cristina (ROU) 44 7/11
3 Buceschi, Eliza (ROU) 40 17/19
4 Radicevic, Jovanka (MNE) 35 6/7
5 Jaukovic, Djurdjina (MNE) 34 7/10
6 Hagman, Nathalie Mari (SWE) 30 12/14
7 Oftedal, Stine Bredal (NOR) 29 4/7
8 Nze Minko, Estelle (FRA) 28 -
9 Pintea, Crina Elena (ROU) 28 -
10 Hafra, Noemi (HUN) 27 -
11 Mehmodovic, Majda (MNE) 27 -
12 Samokhina, Daria (RUS) 26 14/21
13 Aune, Malin (NOR) 25 -
14 Hansen, Anne Mette (DEN) 25 -
15 Polman, Estavana (NED) 25 2/3
16 Gros, Ana (SLO) 25 7/7
17 Martin Berenguer, Carmen (ESP) 25 8/10
18 Gullden, Isabelle Therese (SWE) 25 12/16
19 Dmitrieva, Daria (RUS) 24 -
20 Løke, Heidi (NOR) 23 -
21 Schatzl, Nadine (HUN) 23 -
22 Vyakhireva, Anna (RUS) 23 3/3
23 Kovacs, Anna (HUN) 23 9/11
24 Lopez Jimenez, Soledad (ESP) 23 11/14
25 Lukacs, Viktoria (HUN) 22 -