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11.12.2018 19:29 Uhr - Europameisterschaft - fcb

"Kreis-Joker" Buceschi sticht: Rumänien dreht gegen Spanien das Spiel

Eliza BuceschiEliza Buceschi
Quelle: sportseye.de
Ganz so viele rumänische Fans wie am Sonntag gegen die Niederlande waren es wohl am heutigen Dienstag nicht mehr. Mit einem Sieg gegen Spanien, das seit der Auftakt-Niederlage gegen Deutschland am Freitag pausiert hatte, konnten die Rumäninnen einen wichtigen Schritt Richtung Halbfinale tun. Dazu kam es am Ende einer qualitativ armseligen Partie tatsächlich. Spanien hatte das Spiel bis zur 40. Spielminute im Griff. Da sich Buceschi danach häufig an den Kreis absetzte, verlor die Deckung der Spanierinnen den Fokus auf Pintea. Dies besiegelte ihre 25:27 (12:10)-Niederlage.

Die Spanierinnen schienen die vier Tage Pause genutzt zu haben. Sie zogen gegen Rumänien aus einer aggressiven, antizipativen Deckung sofort ein druckvolles Spiel auf. Erst das 4:1 vor Augen, verhaspelten sie sich erstmals. Doch Rumänien setzte kaum nach. Bis auf eine Parade von Dedu konnte lange Zeit nur Spielmacherin Buceschi auf etwas Zählbares verweisen. Nachdem Neagu an Navarro gescheitert war, ließ Rodriguez zwar zunächst die Vier-Tore-Vorlage am Pfosten liegen, doch schon im nächsten Gegenstoß besorgte Fernandez die 5:1-Vorlage (10.).

Spanien spielte beileibe nicht fehlerfrei und hatte schon einige Male die Standhaftigkeit des gegnerischen Tors geprüft. Die Ibererinnen liefen aber, auch wenn sich haarsträubende Anspiele und Abschlüsse häuften, wie um ihr Leben. Bei Rumänien funktionierte bislang, vielleicht auch deswegen, gar nichts. Dass Rechtsaußen Chiper im nächsten Versuch frei übers Tor warf, war bezeichnend. Spanien hatte Rumänien mit der Bewachung von Neagu und Pintea kaltgestellt. Erst nach 14 Minuten sorgte Buceschi beim 6:2 für den zweiten herausgespielten Torerfolg.

Rumänien blieb im Spiel. Die Abwehr bewegte sich etwas besser und stellte dadurch die Räume überhaupt einmal ansatzweise zu. Nach einem Ballgewinn von Laslo konterte Florica zum 8:5 (18.). Nach Neagus 8:6-Treffer unterbrach der spanische Trainer das Spiel. Seiner Sieben fehlte im Aufbauspiel die Struktur. Das galt nach dem 10:8 (21.) auch wieder für die Rumäninnen. Eigentlich luden sich die Teams wechselseitig zum Kontern ein. Spanien bespielte diese Klaviatur bis zum 12:8 (26.) besser. Danach wachten die Osteuropäerinnen nochmals auf und verkürzten auf 12:10.



Der letzte Gegentreffer der ersten Halbzeit, bei Überzahl, mochte schmerzhaft für Spanien gewesen sein: Nach einem Abpraller fand der Ball kurz vor der Sirene den Weg zurück zum Gegner und Neagu schickte ihn in die Maschen hinter Navarro. Die Spielsituation zeigte, dass das rumänische Team nicht nur physisch vorhanden, sondern hin und wieder gedankenschnell war. Bislang stand Rumänien jedoch eine unterirdische Angriffs-Effektivität, unter 40 Prozent, dabei im Weg, im Spiel das Zepter zu übernehmen. Das galt auch nach dem 12:13-Anschlusstreffer (32.) von Cristina Laslo.

Die Sparringspartner verharrten zu Beginn der zweiten Spielhälfte ewig bei einem Unterschied von einem oder zwei Toren. In der 40. Spielminuten ergab sich für Rumänien erstmals die Chance auszugleichen. Neagu ergriff sie schließlich im zweiten Versuch und besorgte das 15:15 (41.). Auf einmal funktionierten beim Favoriten die einfachen Abläufe. Neagu schickte beim 15:16 Florica in den Gegenstoß. Einmal mehr hatte eine Zeitstrafe gegen Rumänien die Handbremse bei Rumänien gelöst, einmal mehr setzte Spanien das Überzahlspiel in den Sand. Nach Pinteas 17:18 (46.) folgte die Auszeit.

Das rumänische Kreisläuferspiel über die Hünin Crina Pintea schien in dieser Phase für Spanien nicht mehr zu kontrollieren zu sein. Bis auf 17:20 wuchtete sie die Führung der Rumäninnen. Spanien lief auf einmal, nachdem man 40 Minuten lang das Spiel gemacht hatte, einem deutlichen Rückstand hinterher. Mit Treffern von Hernandez und Gonzalez eilten die Ibererinnen hinterher, doch die rumänische Strategie, Buceschi an den Kreis zu ziehen und sie als Anspielerin bei sechs Metern zu nutzen, ging auf. Spanien verlor den Fokus auf Pintea und auch das zweite Hauptrundenspiel.

Bis in die Schlussphase kämpfte Spanien vergeblich darum, noch einmal den Anschluss zu finden. Die elfte Parade von Dedu verhinderte dabei das 23:25. Einmal mehr war Rumänien zu diesem Zeitpunkt in Unterzahl. Die fehlende Cleverness, aus der Überzahl etwas zu machen, trug gehörig zum Spielverlauf zuungunsten Spaniens bei. In Gleichzahl besorgte Ardean-Elisei für Rumänien das 23:26. Die Ibererinnen setzten zwar nach, mussten sich aber mangelnde Cleverness ankreiden lassen. Der Sieg bringt Rumänien dem Halbfinale näher. Ein Sieg der Spanierinnen hätte Deutschland genutzt.

Ergebnisse und Tabelle der Hauptrunde II




Spanien  23:29
(9:17)
Deutschland
Ungarn  25:38
(12:19)
Norwegen
Ungarn  26:25
(12:10)
Deutschland
Niederlande  29:24
(11:10)
Rumänien
Spanien  25:27
(12:10)
Rumänien
Niederlande  11.12.2018
21:00 Uhr
Norwegen
Spanien  12.12.2018
15:45 Uhr
Norwegen
Ungarn  12.12.2018
18:00 Uhr
Rumänien
Niederlande  12.12.2018
21:00 Uhr
Deutschland


Pl. Team Sp. TD Pkt.
1. Niederlande 3 9 6:0
2. Rumänien 4 10 6:2
3. Deutschland 4 1 4:4
4. Ungarn 4 -9 4:4
5. Norwegen 3 4 2:4
6. Spanien 4 -15 0:8


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