09.12.2018 19:47 Uhr - Europameisterschaft - cie

Russland weiterhin souverän: Nach Sieg gegen Serbien mit Maximum an Punkten

Daria DmitrievaDaria Dmitrieva
Quelle: Ingrid Anderson-Jensen
Nach zwei Siegen gegen Frankreich und Montenegro kassierte die russische Auswahl im unbedeutenden letzten Gruppenspiel gegen die zu diesem Zeitpunkt bereits ausgeschiedenen Sloweninnen eine Niederlage. In ihrem ersten Hauptrundenspiel war die russische Auswahl nach mehrtägiger Pause dann aber wieder da: Mit einem Fünf-Tore-Lauf setzte sich der Olympiasieger Mitte des ersten Abschnitts ab und hielt Serbien in der Folge auf Distanz. Mit einem Punkt gegen Dänemark könnte Russland bereits morgen den Einzug in das Halbfinale perfekt machen, ein Erfolg würde den vorzeitigen Gruppensieg bedeuten.

Die Wartezeit auf das erste Spiel der Hauptrunde hatte sich für Russland und Serbien, die am ersten Tag der Hauptrunde I spielfrei waren, um einen weiteren Tag verlängert - die Gastgeber und die EHF hatten die eigentlich für den Samstag vorgesehenen Spiele in Nantes aufgrund einer zeitgleichen Protestaktion der "Gelb-Westen-Bewegung" in der Nähe kurzfristig auf den Sonntag verlegt. Russland hatte nach der ungewohnt langen Pause von vier Tagen zwischen zwei Spielen einige Probleme die Betriebstemperatur zu finden.

Serbien, das mit 2:2 Punkten in die Hauptrunde eingezogen war, stand unter dem größeren Druck und legte dank ihrer besten Schützin Katarina Krpez Slezak zunächst vor. Russland übernahm die Führung, musste diese beim 3:4 durch Krpez Slezak aber noch einmal abtreten. Bei Russland war Torhüterin Anna Sedoykina ein guter Rückhalt, dank ihrer Paraden legte der Olympiasieger beim 5:4 wieder vor und behauptete den Vorsprung diesmal - bis zum 9:9 konnte Serbien allerdings jeweils umgehend wieder ausgleichen.

Russland hatte einige Probleme mit dem variablen Deckungssystem der Serbinnen, doch mit einem Fünf-Tore-Lauf zum 14:9 schien der Favorit das Heft dann in die Hand bekommen zu haben - in dieser Phase gelangen auch einige einfache Treffer aus dem Umschaltspiel.



Allerdings schlichen sich in den letzten Minuten des ersten Abschnitts einige Nachlässigkeiten in das Spiel des Favoriten ein, mit einem Doppelschlag konnten Jelena Lavko und Dijana Stevin den Abstand wieder auf drei Tore verringern. Russland nahm ein 16:13 mit in die Kabinen.

Nach Wiederbeginn setzte Serbien nach, es gelang auf zwei Tore zu verkürzen - der psychologisch wichtige Anschlusstreffer sollte aber nicht gelingen. Russland fand in den entscheidenden Momenten immer wieder die passenden Antworten, vor allem Daria Dmitrieva sowie Anna Vyakhireva und Iuliia Managarova setzten immer wieder wichtige Akzente. Serbien konnte die russischen Angriffe immer wieder erfolgreich unterbrechen, doch den Treffer setzte der Olympiasieger dann oftmals dennoch.

Nach dem 18:16 wuchs der Vorsprung wieder an, beim 22:17 waren es fünf und beim 24:18 dann sogar sechs Treffer Unterschied. Russland hatte das Spiel nun unter Kontrolle, daran änderte auch ein Doppelschlag der Serbinnen nichts. Ein Doppelschlag von Daria Dmitrieva schraubte den Abstand beim 26:20 wieder auf sechs Tore. Die eingewechselte Marija Colic im serbischen Tor trumpfte mehrfach auf, ihre Mitspielerinnen konnten aber keine ernsthafte Aufholjagd mehr starten - auch nicht mit der siebten Feldspielerin. Russland behauptete die Sechs-Tore-Führung bis zum 29:23 und trudelte in den letzten fünf Minuten dann zum 29:25-Erfolg aus.

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