07.12.2018 11:30 Uhr - 2. Bundesliga - PM Mainz 05

Mainz 05 präsentiert erste Neuverpflichtung für nächste Saison

Franziska FischerFranziska Fischer
Quelle: Buxtehuder SV
Für die neue Saison konnten die sportliche Leiterin Eva- Maria Federhenn und Abteilungsleiter Karl-Heinz Elsäßer den ersten Haken in der Kaderplanung des 1. FSV Mainz 05 machen. Eva Federhenn freut sich, dass es erneut gelungen ist, mit Franziska Fischer eine junge und talentierte Nachwuchsspielerin, die noch dazu zur rar gesäten Linkshänderinnen-Riege gehört, gewonnen zu haben: "Franziska ist eine sympathische Norddeutsche, der Mainz auf Anhieb gut gefallen hat! Sie vertraut unserem Konzept, junge ehrgeizige Spielerinnen an die Bundesliga heranzuführen. Klasse, dass sie den mutigen Schritt in die Fremde, weit weg von zu Hause wagt."

Karl-Heinz Elsäßer beschreibt den Neuzugang als eine Spielerin, die weiß was sie will, und das recht schnell und klar entscheidet. "Franziska wollte neben ihrer beruflichen Ausbildung zur Industriekauffrau, die sie nächstes Jahr bei unserem Partner MEWA-Textil Service in Wiesbaden beginnt, weiterhin leistungsorientierten Handball spielen. In mehreren Gesprächen konnten wir sie und ihre Eltern von unserem Konzept überzeugen. Mit Einsätzen sowohl in unserer Zweitliga- als auch in der Drittliga-Mannschaft kann sie sich optimal weiterentwickeln." Durch die frühe Entscheidung von Franziska Fischer brauchen die Mainzer Verantwortlichen jetzt nur noch in Ruhe nach einer Wohnung suchen.

Die aktuell 19-Jährige startete ihre Karriere zuerst auf dem grünen Rasen, und hatte dabei auch keine Angst, sich gegen Jungs zu behaupten. Bis 2007 spielte sie in einer von ihren Vater trainierten Jungenmannschaft Fußball. Dann zog es sie aber glücklicherweise mit ihren Freundinnen zum Handball. Ihre erste Station war bis 2011 der TuS Harsefeld. Über die Kooperation des Buxtehuder SV mit der weiterführenden Schule landete die schnelle Rechtsaußen dann in der Sportförderung, und steckte dabei auch direkt zweimal wöchentliches Zusatztraining weg. Der logische Weg führte sie dann 2011 direkt zum Buxtehuder SV.

"Die sieben Jahre in Buxtehude waren nicht nur sehr erfolgreich, sondern haben mich auch in meiner Entwicklung unglaublich nach vorne gebracht", so Franziska Fischer, und nennt dabei insbesondere die sehr gute und fundierte Ausbildung der Trainer wie Steffen Birkner, Natascha Kotenko und nicht zuletzt natürlich auch durch Heike Axmann. Die Möglichkeit, immer in der höchstmöglichen Spielklasse agiert zu haben, sieht sie ebenso als einen wichtigen Baustein wie die Philosophie des BSV, "junge Talente individuell weiter zu entwickeln".

Viele tolle Erlebnisse werden ihr sicher immer im Gedächtnis bleiben. Allen voran das Jahr 2014 mit zwei Titeln, dem Gewinn des Länderpokals im April (dem ersten überhaupt für) den Hamburger Handballverband) und dann im Juni der mit der weiblichen B-Jugend geholten ersten deutschen Meistertitel für den BSV. Als Lohn für harte Arbeit in der A-Jugendbundesliga folgten dann die Titelgewinne 2016 und 2017. Ihr besonderes Highlight war dann aber in 2018, wie sie erzählt: "auch wenn es uns in diesem Jahr zwar leider nicht ganz gelang, denn wir mussten uns ja denkbar knapp im Siebenmeterwerfen den Leverkusenerinnen geschlagen geben, war dieses Final 4 für mich etwas ganz Besonderes, weil ich in diesem Jahr zu den Führungsspielerinnen gehörte und immer wieder auch Verantwortung übernahm."

Und diese Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen, belegt sie mit ihrer Entscheidung zum Wechsel. Franziska Fischer steht mit beiden Füßen im Leben und so hatte die berufliche Ausbildung für sie zunächst erste Priorität. Mit der Zusage ihres künftigen Arbeitgebers war dann aber Mainz 05 auch direkt ihre erste Wahl für eine neue sportliche Heimat im Rhein-Main-Gebiet.


"Als ich im Herbst ein Probetraining absolviert habe, wurde ich von der Mannschaft mit offenen Armen empfangen. Das Training hat mir sehr gut gefallen und die Spielphilosophie der sportlich Verantwortlichen kommt mir sehr entgegen," beschreibt Fischer ihr gutes Gefühl, und ergänzt: "Auch die enge Zusammenarbeit der 1. und 2. Mannschaft und die damit verbundene Möglichkeit neben dem Heranführen an die 2. Bundesliga, in der 3. Liga Spielpraxis sammeln zu können, haben mich vom Konzept des Vereins überzeugt."

Dynamites-Trainer Thomas Zeitz freut sich auf "eine junge ehrgeizige Spielerin, die beim BSV eine Top-Ausbildung genossen hat" und findet es toll, dass sie sich jetzt bei den Meenzer Dynamites einer neuen Herausforderung stellen will. "Franziska hat enorme Qualitäten im Gegenstoß und ist mit ihren knapp 20 Jahren noch weiter formbar und entwicklungsfähig. Und was am Wichtigsten ist, "Fischi" passt in unser Team! Die Mannschaft hätte sie am liebsten direkt dabehalten nach dem Probetraining. Mit Hanne an ihrer Seite kann sie sich entwickeln und alle profitieren, da wir so über ein sehr gutes Gespann für die neue Saison verfügen!"

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