06.12.2018 22:32 Uhr - Europameisterschaft - chs

Montenegro gewinnt erste Punkte in der Hauptrunde, Schweden bangt um Bietigheimerin Gustin

Daniela GustinDaniela Gustin
Quelle: sportseye.de
Montenegro hat die ersten Pluspunkte in der Hauptrundengruppe I gesammelt. Mit einer konzentrierten Leistung über die gesamte Spielzeit konnte die Mannschaft von Per Johannsson sich am Ende klar mit 30:28 (18:14) gegen Schweden durchsetzen. Starker Rückhalt war Torhüterin Marina Rajcic mit 15/1 Paraden, die meisten Tore erzielte Rechtsaußen Jovanka Radicevic (9/4). Bei den Tre Kronor konnte Isabelle Gullden (6/4) die meisten Treffer erzielen.

Schweden benötigte ein wenig Anlaufzeit, um seinen Rhythmus zu finden, erst den dritten Anlauf konnten die Tre Kronor zum 1:2 (3.) durch Linksaußen Olivia Mellegard treffen. Montenegro konnte mit seiner eingespielten Stammformation die Führung behaupten, mit Marina Rajcic hatte der Europameister von 2012 zudem ein kleines Plus zwischen den Pfosten, die eine Vier-Tore-Führung (7:11) ermöglichte.

Schwedens Coach Henrik Signell hatte da schon in einer Auszeit die ersten Nachjustierungen vorgenommen, doch auf beiden Seiten des Parketts lief es nur bedingt. Die Abwehr offenbarte immer wieder Lücken, offensiv scheiterte man entweder immer wieder an Rajcic und hatte auch Mängel im Rückzugsverhalten.

Jovanka Radicevic konnte einen Gegenstoß zum 8:14 (21.) verwerten. Diesen Vorsprung konnten die Montenegrinerinnen zunächst behaupten, erst in der Schlussphase ergaben sich auch für die Skandinavierinnen die ersten Konterchancen, so dass beim 14:18 die Seiten gewechselt wurden.

Die schon zum Ende des ersten Spielabschnitts eingewechselte Filippa Idehn konnte nun Schwedens Minus zwischen den Pfosten egalisieren. Dennoch gelang es noch nicht den Rückstand weiter abzuarbeiten. Immer wieder ließ man die Chance verstreichen auf drei Tore zu verkürzen. Montenegro hatte auch manchmal das nötige Quäntchen Glück, wie bei dem 16:21 von Jaukovic (40.), als die Nordeuropäerinnen noch den Wurf zunächst blockten, der Abpraller dann aber wieder in den Händen der montenegrinischen Rückraumspielerin landete, die dann frei auf sechs Meter durchlaufen konnte.

Henrik Signell nahm nach dem 19:25 nach einem Gegenstoß von Majda Mehmedovic noch einmal eine Auszeit. Allerdings mussten die Blau-Gelben nun nach einem Treffer von Linksaußen Louise Sand aus spitzem Winkel dann die Rote Karte für die nachnominierte Elin Hallagard verkraften.

Die zurückgekehrte Johanna Bundsen nahm beim Stand von 20:26 (50.) einen Siebenmeter und den anschließenden Nachwurf von Jovanka Radicevic weg, doch Lagerquist und Sand ließen gute Chancen zum Verkürzen liegen. So was es Andrea Klikovac, die mit dem 20:27 dann endgültig die Weiche zu den ersten Hauptrundenpunkten setzte.

Schweden gab sich nicht geschlagen, Sand konnte einen Ball erobern und anschließend Daniela Gustin auf die Reise schicken. Die Bietigheimerin wurde beim Torwurf zum 25:28 von Milena Raicevic gefoult und blieb nach der Landung verletzt liegen. Katarina Bulatovic und Ema Ramusovic übernahmen den Abtransport hinter die Auswechselbank. Schweden konnte in den letzten fünf Minuten noch einmal bis auf zwei Tore verkürzen und Isabelle Gullden hatte sieben Sekunden vor dem Ende beim 28:30 sogar die Chance auf den Anschlusstreffer, scheiterte aber an Rajcic.