05.12.2018 18:12 Uhr - Europameisterschaft - noa

"Wir haben alles in unserer Hand" - Gastgeber Frankreich erleichtert nach Sieg gegen Montenegro

Laura FlippesLaura Flippes
Quelle: FFHB/S. Pillaud
Frankreich geht bei der Heim-Europameisterschaft mit zwei Punkten in die Hauptrunde I - und somit kann der Gastgeber sein Schicksal selbst bestimmen. "Wir haben alles in unserer Hand", sagt Laura Flippes.

Weil Olympiasieger Russland die einzige Mannschaft in der Hauptrunde I ist, die in der Vorrunde alle Spiele gewann und vier Punkte mitnimmt, ist der Kampf um Platz 2 heiß umkämpft. Zusammen mit Frankreich haben Serbien, Schweden und Dänemark jeweils zwei Punkte auf dem Konto. Frankreichs letzter Gegner, Montenegro, geht ohne Zähler in die Hauptrunde.

Frankreichs Nationaltrainer Olivier Krumbholz zeigte sich sichtlich erleichtert nach dem wichtigen 25:20-Erfolg gegen Montenegro: "Wir sind so glücklich, das Spiel gewonnen zu haben. Die Gastgeberinnen zehrten dabei von einer starken 16:8-Halbzeitführung. "Die erste Hälfte war wirklich exzellent. Unsere Mannschaft hat mit viel Leidenschaft gespielt", resümierte Krumbholz.

Doch nach dem Seitenwechsel folgte eine zwölfminütige Schwächephase, in der Frankreich kein Treffer gelang. "Montenegro hat uns das Spiel schwer gemacht", gab Krumbholz zu. Sonderlob verteilte er an die Matchwinnerin Estelle Nze Minko. "Sie hat ein tolles Spiel gemacht und war am Ende unsere Schlüsselspielerin." Frankreich setzte sich nach einem zwischenzeitlichen 20:17 wieder auf fünf Tore ab und gab diese Führung nicht mehr her.

Dementsprechend groß war der Jubel im französischen Lager. "Ich glaube wir hätten nicht besser spielen können", sagte Rückraumspielerin Laura Flippes. "Wir haben unseren Rhythmus von Beginn an gefunden und haben Montenegro nicht atmen lassen." Nun will die Equipe mit den nächsten zwei Siegen das Halbfinale klar machen, "Wir haben alles in unserer Hand. Gerade nach der Niederlage von Dänemark gegen Serbien sind wir unabhängig", so Flippes.


Trotz der Niederlage war Montenegros Trainer Per Johansson zufrieden: "In der Pause hatten wir über unsere Chancenverwertung gesprochen und wussten, dass Frankreich ein wenig schwächeln könnte." Die Zuversicht zahlte sich zwischenzeitlich aus, als Montenegro kurzzeitig wieder auf drei Treffer herankam. "Wir haben nach der schwachen ersten Halbzeit in der zweiten Hälfte auf unserem Niveau gespielt", so der schwedische Coach. Zwar hatte er sich einen Sieg erhofft, gratulierte aber Frankreich zum verdienten Sieg: "Sie waren insgesamt besser als wir."

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