03.12.2018 16:00 Uhr - 2. Bundesliga - HBF

HBF kompakt: Erste Niederlage für Kurpfalz Bären, Harrislee punktet im Abstiegskampf

Carmen MoserCarmen Moser
Quelle: Kurpfalz Bären Ketsch
In der 2. Bundesliga haben die Kurpfalz Bären aus Ketsch die erste Saisonniederlage hinnehmen müssen. Im Kampf um den Klassenerhalt konnte der TSV Nord Harrislee einen wichtigen Sieg erringen und sich auf Rang 10 vorkämpfen.

Nach zehn Siegen in Serie hat die weiße Weste der Kurpfalz Bären ihre ersten Flecken bekommen. Beim Tabellendritten TV Beyeröhde-Wuppertal, der nun sein Punktekonto auf 16:4 Zähler aufstockte, unterlagen die Badenerinnen am Ende mit 29:33 (12:14). "Sie wollten den Sieg heute mehr als wir und waren uns physisch, aber auch vom Kampfgeist her überlegen. Das muss man neidlos anerkennen", so Tom Löbich, sportlicher Leiter und Co-Trainer der Bären. TVB-Coach Martin Schwarzwald erklärte auch angesichts der dünnen Personallage mit lediglich zwei Auswechselspielerinnen: "Wir haben alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Neben dem großen Einsatz, eine auch taktisch sehr disziplinierte und starke Leistung der Mädels!"

Zwischen den beiden Teams mit 16:0 Zählern ist der Vorjahresmeister HL Buchholz 08-Rosengarten. Angeführt von einer überragenden Kim Land konnten sich die Handball-Luchse im Derby gegen Bremen letztlich klar mit 33:26 (15:11) durchsetzen. "Wir wussten, dass uns der SV Werder Bremen alles abverlangen würde. Es war ein tolles Derby und unsere zwischenzeitliche 5:1 Abwehr hat nicht gut funktioniert, aber meine Mannschaft hat wie in allen bisherigen Spielen Lösungen gefunden", so HL-Coach Dudo Prelec, während Werder-Trainer Dominic Buttig betonte: " Buchholz hat einfach die individuelle Qualität in der Mannschaft, um unsere Schwächen auszunutzen."

Auf Rang 4 mit 15:7 Zählern ist der 1. FSV Mainz 05, der den direkten Verfolger VfL Waiblingen mit 32:28 (14:12) besiegte. Die Tigers haben 12:8 Zähler und sind damit nur noch einen Punkt vor den Füchsen Berlin (11:9), die beim BSV Sachsen Zwickau mit 32:30 (12:11) gewinnen konnten. "Leider hatten wir in der ersten Halbzeit zu viel Respekt und waren in der Abwehr nicht konsequent. Später war es besser", ärgerte sich Zwickaus Trainer Rüdiger Bones nach der Partie.

Das Punktekonto mit 11:11 Zählern ausgeglichen hat der HC Rödertal, der gegen Schlusslicht DJK/MJC Trier mit 24:19 (11:11) gewinnen konnte. "Beim 11:11-Habzeitstand war für beide Mannschaften noch alles offen. Ich habe dann in der Kabine meine Spielerinnen auf ihre Fehler hingewiesen. In der zweiten Hälfte konnten wir dann eine Schippe mehr drauf legen als der Gegner", resümierte Bienen-Trainer Frank Mühlner.

Punktgleich mit der SG 09 Kirchhof, die erst im April ihr Auswärtsspiel bei der SG H2Ku Herrenberg absolvieren wird, ist nun die TG Nürtingen, die sich bei der HSG Gedern/Nidda mit 31:26 (16:10) behauptete. "Wir haben viele Chancen liegen lassen, danach kam Nervosität auf und das Selbstvertrauen fehlte", sagte Christian Breiler, Trainer der HSG Gedern/Nidda. Nürtingens Coach Stefan Eidt meinte: "Wir sind froh, dass wir die zwei Punkte geholt haben. Es waren 60 kraftraubende Minuten, ein sehr intensives Spiel, in dem sich Gedern/Nidda nie aufgegeben und bis zum Schluss gekämpft hat."

Nach Pluspunkten ebenfalls gleichauf, allerdings schon mit vier Minuspunkten mehr ausgestattet, ist der TSV Nord Harrislee. Das Team aus Schleswig-Holstein konnte den TuS Lintfort mit 29:27 (13:16) besiegen. "Wir haben eine große Moral gezeigt und sind über eine tolle Teamleistung zum Sieg gekommen", freute sich Coach Peer Linde. Gästetrainerin Bettina Grenz-Klein bilanzierte mit Blick auf den Spielverlauf: "Eigentlich hatten wir uns gut auf den TSV eingestellt und bis zum 21:19 für uns war ich auch einigermaßen mit meiner Mannschaft zufrieden."

Harrislee zog somit an Herrenberg (7:11) und Werder Bremen (7:13) vorbei, dahinter folgen Zwickau und Lintfort (je 6:14). Am Tabellenende sind die HSG Gedern/Nidda (4:16) sowie die DJK/MJC Trier (3:15).

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