03.12.2018 12:09 Uhr - 2. Bundesliga - PM TVB, red

Dezimierter TV Beyeröhde besiegt den Spitzenreiter: "Haben alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten"

Martin SchwarzwaldMartin Schwarzwald
Quelle: TV Beyeröhde-Wuppertal
Der TV Beyeröhde-Wuppertal setzte sich mit 33:29 gegen die Kurpfalz Bären Ketsch durch.

Die Oberliga-B-Mädels hatten im Vorspiel zur Bundesligapartie gezeigt, wie es geht. Trotz dezimierter Mannschaft wurde unter den Augen des Bundesliga-Teams der Spitzenreiter vom SV Straelen mit 19:14 bezwungen und so sorgten die TVB-Mädels für die erste Überraschung des Tages. Offensichtlich hatten sich die Bundesliga-Spielerinnen genau angesehen, wie man Tabellenführer ärgert. Mit nur zwei Spielerinnen auf der Auswechselbank, unter der Woche hatte sich auch noch Spielführerin Anna-Lena Tomlik verletzt, zeigten die Handballgirls gegen die Kurpfalz Bären, den Top-Favoriten aus Ketsch, das zweifelsohne stärkste Spiel der bisherigen Saison.

Von Beginn an sahen die weit über 200 Zuschauer in der Buschenburg eine rasante Partie, die im ersten Spielabschnitt noch weitestgehend ausgeglichen verlief. Der Torreigen wurde durch Luisa Knippert eröffnet, die insgesamt sechs Treffer für den TVB erzielte. In der Folge konnten die Handballgirls zunächst mit zwei Toren in Führung gehen. In dieser Phase setzten Natalie Adeberg und Sophia Michailidis die ersten Ausrufezeichen für den TVB. Vor allem die wuselige TVB-Kreisläuferin begeisterte mit großem Einsatz, und die Gäste taten sich gegen die gekonnten Kreisanspiele aus dem TVB-Rückraum über weite Strecken sehr schwer.


Einen kleinen Durchhänger der Handballgirls nach knapp 20 Spielminuten, nutzten die Kurpfalz Bären zur ersten und einzigen Führung, die jedoch nicht lange Bestand hatte. Zur Pause hatte der TVB den Zwei-Tore-Vorsprung zum 14:12 wieder hergestellt und nicht wenige Zuschauer fragten sich, ob der der kleine Kader wohl im Stande ist, dieses Niveau über weitere 30 Minuten zu halten. Die Handballgirls lieferten beeindruckend die Antwort und legten sogar noch einen Zahn zu.

Das Team von Trainer Martin Schwarzwald zeigte kaum eine Schwäche und ab Mitte der zweiten Spielhälfte wuchs der Vorsprung sogar noch an. Gästetrainerin Katrin Schneider ließ nichts unversucht um die drohende Niederlage abzuwenden - mit sieben Feldspielerinnen versuchten die Bären die Wende herbeizuführen, doch diese Maßnahme scheiterte ebenso, wie eine offene Manndeckung kurz vor Ende der Partie. Der TVB Wuppertal hatte auf alles eine Antwort, und den Schlusspunkt setzte Ramona Ruthenbeck zum 33:29 Endstand, die wie das gesamte Team im Anschluss den Überraschungserfolg gegen den Meisterschaftsaspiranten überschwänglich feierte.

TVB-Coach Schwarzwald fand anschließend nur lobende Worte für seine Mannschaft: "Wir haben alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Neben dem großen Einsatz, eine auch taktisch sehr disziplinierte und starke Leistung der Mädels!" Und auch die junge Gästetrainerin zollte den Handballgirls Respekt: "Ich muss zugeben, dass Beyeröhde heute einen außerordentlich starken Tag erwischt hat. Anders als zuletzt in Nürtingen hat das Team bewiesen, dass sie zu Recht in der Spitzengruppe der Liga zu finden sind."