08.06.2007 10:05 Uhr - 2. Bundesliga Süd - Antje Schnitzler / red

Metzingen: Kern der Mannschaft bleibt zusammen

Iris Cartarius, hier im Spiel gegen Markranstädt, bleibt in Metzingen Iris Cartarius, hier im Spiel gegen Markranstädt, bleibt in Metzingen
Quelle: sportseye.de
Trotz der immer noch unklaren Ligazugehörigkeit, laufen bei TuS Metzingen die Planungen für die neue Saison auf Hochtouren. Nachdem sich die erste Enttäuschung gelegt hat und die Spielerinnen Zeit hatten, sich in Ruhe Gedanken über die kommende Saison zu machen und entsprechende Gespräche mit den TuS-Verantwortlichen stattgefunden haben, gibt es erfreuliches aus den Reihen der Mannschaft zu berichten. Abteilungsleiter Andreas Baumgärtner ist es gelungen, Iris Cartarius, Annika Schmid, Anika Kuhlmann, Patricia Stefani, Milena Rösler und Carolin Lingner für die neue Saison erneut an den TuS zu binden.  

Für Wurfass Iris Cartarius, die in der letzten Saison die meisten Feldtore (146 Tore) in der 2. Bundesliga Süd geworfen hat, steht dabei der tolle Zusammenhalt vom Rest der Mannschaft im Vordergrund. „Trotz der Vorkommnisse macht es immer noch riesig Spaß in Metzingen Handball zu spielen. Ich bin zuversichtlich, dass wir auch in der kommenden Saison eine super Mannschaft haben werden und wir mit Sicherheit noch die eine oder andere Verstärkung bekommen werden“ berichtet die athletische Rückraumspielerin, die auch in der Abwehr nicht wegzudenken ist. 
 
Für Abwehrgarantin Annika Schmid war klar, dass sie unabhängig von der Entscheidung des Bundessportgerichts in Metzingen bleibt. „Ich hatte zwar Angebote aus der 1. und 2. Liga, jedoch gefällt es mir in der Sieben-Keltern-Stadt sehr gut. Es bewegt sich was in Metzingen und es wird sehr viel im Umfeld für die Mannschaft getan. Außerdem werde ich im Februar ein Referendariat an einer Metzinger Schule beginnen und deshalb kam für mich ein Wechsel nicht in Frage“ erklärte die erfahrende Ex-Nürnbergerin.  
 
Das Umfeld, die Uni und die Familie sind für die in Eningen wohnende Patricia Stefani, die in der letzten Saison einen gewaltigen Schritt nach Vorne gemacht und sehr viel dazugelernt hat, ausschlaggebend. „Ich spiele seit 2000 in Metzingen und ich bin überzeugt, dass wir auch – so wie in den vergangenen Jahren – eine schlagkräftige Mannschaft haben werden“ weiß die 21-jährige Linksaußen zu berichten. 
 
Auch Annika Kuhlmann, die in der letzten Saison so manchen Gegner mit ihren Paraden zur Verzweiflung brachte, fühlt sich wohl in Metzingen. „Ich war nach dem Punktabzug mächtig enttäuscht und habe tatsächlich überlegt mit Handballspielen aufzuhören. Ich sehe allerdings, dass Andreas Baumgärtner und die anderen Verantwortlichen sehr viel bewegt und aufgebaut haben. Die restlichen sechs Spielerinnen aus der vergangenen Saison sind eine eingeschworene Gruppe, die viel erreichen kann. Ich glaube – trotz dem Verlust von drei Stammspielerinnen - an den Erfolg in der nächsten Saison und verlasse nicht das sinkende Schiff. Mein Ziel ist es wieder einen Play-off-Platz zu erreichen“ verrät die Torfrau. 
 
Die schnelle Linkshänderin Milena Rösler, die seit der Jugend in Metzingen spielt, hat in den letzten Spielen gezeigt, welches Potential in ihr steckt. „Obwohl es Überlegungen gegeben hat zu wechseln, bleibe ich in Metzingen. Der Kern der Mannschaft bleibt zusammen und wir haben einen super Zusammenhalt. Ich habe vollstes Vertrauen in Andreas Baumgärtner und seine Helfer. Er bewegt viel, ist realistisch und schafft es immer wieder uns optimistisch zu stimmen“ verrät die Rechtsaußen. 
 
Carolin Lingner, die erst letztes Jahr aus der Oberligamannschaft von Union Halle Neustadt in die Sieben-Keltern-Stadt gewechselt ist, hat enorm viel dazugelernt. Nun hofft Lingner auf mehr Spielanteile in der nächsten Saison. „Ich bin gerne in Metzingen und nachdem die anderen fünf Spielerinnen zugesagt haben und damit ein Zeichen für das Weiterbestehen des Bundesliga Handballs in Metzingen gesetzt haben, war für mich klar, dass ich auch bleiben werden. Ich werde im Herbst entweder mit dem Studium BWL Industrie oder aber eine Ausbildung bei einer Bank beginnen“, sagte Lingner zu ihrem Entschluss. 
 
„Ich habe mich am Dienstagabend noch einmal mit der Mannschaft getroffen, um die Situation zu besprechen. Es macht viel Freude, mit hochmotivierten Spielerinnen zusammenarbeiten zu können, die in der ablaufenden Saison sportlich den Aufstieg in die 1. Bundesliga geschafft haben. Sie sind – wie es unser Oberbürgmeister Dieter Hauswirth so schön gesagt hat – „Siegerinnen der Herzen“. Die Spielerinnen, die jetzt zugesagt haben sind willensstarke Persönlichkeiten, die den Kern der Mannschaft der TuS Metzingen bilden. Selbstverständlich stehen wir mit weiteren Spielerinnen in Verhandlungen, um die Mannschaft zu vervollständigen“ berichtet Abteilungsleiter Andreas Baumgärtner. „Sobald wir genaueres sagen können bzw. Verträge unterschrieben sind, werden wir dies kommunizieren.“