01.12.2018 17:23 Uhr - Europameisterschaft - Julia Nikoleit

"Ich habe einfach gehofft, dass ich den Ball halte": Isabell Roch über den Sensationssieg gegen Norwegen

Isabell RochIsabell Roch
Quelle: Marco Wolf
Nach ihrer letzten Parade schrie Isabell Roch ihre Freude lautstark hinaus: Sie wehrte den Wurf der Norwegerinnen in der Schlusssekunde ab und hielt damit den 33:32-Sieg der deutschen Auswahl gegen den Titelverteidiger fest. Die Torhüterin der TusSies Metzingen, die Mitte des zweiten Durchgangs in die Partie gekommen war, erklärte danach überglücklich: "Henk gibt uns Vertrauen und das haben wir ihm heute zurückgegeben."

Isabell, Norwegen hatte den letzten Angriff der Partie - und du wehrst den Ball ab. Wie hast du diese Szene erlebt?

Isabell Roch:
Ich habe einfach gehofft, dass ich den noch halte - und das hat dann auch geklappt (lacht). Ich habe mich mega gefreut und wollte den Ball dann nur noch festhalten, damit in den letzten Sekunden wirklich nichts mehr passiert ?

Ihr seid Norwegen über 60 Minuten auf Augenhöhe begegnet. Wie bewertest du euren Auftritt?

Isabell Roch:
Es war ein recht temporeiches Spiel, aber wir hatten eine gewisse innere Ruhe. Was wir gespielt haben, hat geklappt und ich hatte auch nie das Gefühl, dass wir einbrechen könnten. Es lief einfach, wir waren locker und hatten Selbstvertrauen. Henk hat uns vorher gesagt, dass wir Freude ausstrahlen und einfach Spaß haben sollen. Er gibt uns Vertrauen und das haben wir ihm heute zurückgegeben

Es war ein torreiches Spiel - wie fühlt man sich als Torwart bei 32 Gegentoren?



Isabell Roch:
Nach so einem Spiel freut man sich einfach nur (lacht). Da sind die Gegentore egal.

Was war aus deiner Sicht der entscheidende Faktor?

Isabell Roch:
Der Mannschaftsgeist, der Wille und die gute Moral. Wir haben anders als Norwegen keine Stars und müssen daher als Kollektiv, als Mannschaft zusammenrücken. Dann können wir solche Spiele auch gewinnen!

Ist das auch das Rezept für den weiteren EM-Verlauf?

Isabell Roch:
Absolut. Wenn wir zusammenhalten und die Stimmung so gut bleibt, wie sie ist und jeder seine Aufgabe zu hundert Prozent macht, können wir viel erreichen.

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