26.11.2018 16:00 Uhr - 2. Bundesliga - HBF

HBF kompakt: Kurpfalz Bären wahren weiße Weste, Nürtingen und Harrislee punkten im Abstiegskampf

Delia Cleve, TG NürtingenDelia Cleve, TG Nürtingen
Quelle: Marco Schultz
Die deutsche Nationalmannschaft bereitet sich derzeit auf die am Donnerstag startende EHF EURO vor, der Spielbetrieb im Oberhaus der Handball Bundesliga Frauen ruht demnach. Doch in der 2. Bundesliga standen am vergangenen Wochenende drei Begegnungen auf dem Programm. Die Kurpfalz Bären konnten ihre Spitzenposition festigen, im Kampf um den Klassenerhalt sammelten Harrislee und Nürtingen wichtige Zähler. Am kommenden Wochenende finden gleich sieben Partien im Unterhaus statt.

Die weiße Weste hält auch nach zehn Spielen - die Kurpfalz Bären rangieren nach dem 29:25 (14:14) über den 1. FSV Mainz 05 klar an der Spitze der 2. Bundesliga. "Wir haben heute 60 Minuten unser Tempospiel durchgezogen und konnten in der Endphase noch einmal unsere Stärken unter Beweis stellen. Ich bin unheimlich stolz auf diese Mannschaft für die Leistungen im bisherigen Saisonverlauf", kommentierte Bären-Trainerin Kate Schneider den Heimerfolg. Auch 05-Chefcoach Thomas Zeitz war nicht unzufrieden, musste aber einräumen, dass "die Bären in der Endphase des Spiels die "Big Points" gemacht" haben und ergänzt mit Blick auf den derzeitigen vierten Tabellenplatz und die 13:7 Punkte: "Wir sind mit dieser jungen Mannschaft auf einem sehr guten Weg und das freut mich sehr."

Verlustpunktfrei ist auch Vorjahresmeister HL Buchholz 08/Rosengarten. Die Handball-Luchse haben aber noch drei Punkte Rückstand und sind demnach bei 14:0 Punkte. Nach der ersten Saisonniederlage mit 14:4 Zählern ausgestattet ist der TV Beyeröhde-Wuppertal auf Rang 3. Am Wochenende unterlagen die Handballgirls aus dem Bergischen Land der TG Nürtingen mit 26:27 (12:12). Die Schwäbinnen kletterten in der Tabelle mit 6:10 Punkten auf Rang 11 und haben nur noch drei Punkte Rückstand auf Platz 6, wo die Füchse Berlin mit 9:9 Punkten liegen.


Nach Pluspunkten gleichauf, aber mit mehr Minuspunkten ausgestattet ist der TSV Nord Harrislee, der nach dem 27:23 (15:13) beim Siebten Rödertal nun 6:14 Zähler aufweist. "Heute haben alle Spielerinnen mit Spaß und Glaube diesen Sieg geleistet", brachte Peer Linde die sechzig Minuten Mentalität seines Teams auf den Punkt. Dabei überragte vor allem der Harrisleer Deckungsverband, mit Torhüterin Sophie Fasold als starkem Rückhalt dahinter. "Es war eine überragende Teamleistung", jubelte Coach Shorty Linde mit seinen Spielerinnen und dem Betreuerteam im Kollektiv. "Harrislee hat vollkommen verdient gewonnen. Beim 16:16 waren meine Mädels eigentlich dran und hatten gleich viermal die Möglichkeit in Führung zu gehen. Wir haben heute zu viele einfache Fangfehler gemacht - das Passspiel war schlecht. Auch unsere Toreffektivität lässt zu wünschen übrig", bilanzierte HCR-Trainer Frank Mühlner.

Deutschlands Frauennationalteam absolvierte währenddessen ein durchwachsenes Vorbereitungsturnier im spanischen Alicante. Nach zwei knappen Niederlagen gegen Brasilien (19:20) und Spanien (20:22) konnte man zum Abschluss Polen mit 27:26 besiegen. "Die Moral und der Kampfgeist sind eindrucksvoll, darauf können wir aufbauen", bilanzierte Co-Trainerin Heike Horstmann. Am kommenden Donnerstag, 29.11., beginnt dann die Europameisterschaft in Frankreich. Die deutsche Mannschaft um Chef-Trainer Henk Groener spielt ihre Vorrunde in der Gruppe D in Brest und wird am Samstag, 01.12., um 15 Uhr im ersten Spiel auf den amtierenden Europameister Norwegen treffen. Alle Spiele werden live im Online-Stream auf sportdeutschland.tv übertragen.

25.11.2018 - "Zu viele einfache Fangfehler" - Rödertal muss Harrislee ziehen lassen

26.11.2018 - Nürtingen setzt sich im Krimi gegen Wuppertal-Beyeröhde durch

25.11.2018 - "Sind auf sehr gutem Weg" - Kurpfalz Bären holen Big Points gegen Mainz 05