24.11.2018 09:39 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

"Wir haben es schon einmal gezeigt": Mainz fährt angriffslustig zum Derby nach Ketsch

Lena FeinilerLena Feiniler
Quelle: Kurpfalz Bären
1. gegen 4. heißt es am 24.11. um 18 Uhr in der Neurotthalle in Ketsch, wenn die heimischen Kurpfalz Bären den 1. FSV Mainz 05 empfangen. Die Ketscher Bären sind mit den Handball-Luchsen Rosengarten Buchholz momentan das non plus ultra in Liga 2. Sie haben alle neun Liga-Partien gewonnen und rasen mit Ihrem Tempohandball durch Deutschland.

Das Team von Katrin Schneider ist auf allen Positionen gut besetzt, hat viele Waffen und stützt sich genau wie die Mainzer Dynamites auf eine aggressive gute Deckung. Im Unterschied zu den Mainzerinnen sind die Kurpfalz Bären hier in der Grundausrichtung offensiver und agieren in einer 3:2:1 bisweilen 5:1 Deckung. Durch diese offensive Formation kommt Ketsch immer wieder mit hohem Tempo in die erste und zweite Welle, was ebenfalls ein Markenzeichen ist. Wobei, ungeschlagen sind sie doch nicht, haben sie doch im ersten Pflichtspiel dieser Saison eine Niederlage hinnehmen müssen.

Seit der Heimniederlage gegen den Top-Titel-Favoriten aus Buchholz/Rosengarten haben die Mainzerinnen vier Siege hintereinander eingefahren. Zuletzt gab es einen sehr überzeugenden Erfolg in Herrenberg, und jetzt brennt das Team von Trainer Thomas Zeitz darauf, dem Spitzenreiter die erste Niederlage beizubringen. Im ersten Pflichtspiel der Saison - in der ersten Pokalrunde Anfang September - gab es für die Kurpfalz Bären die einzige Niederlage einzustecken. Aber diese ausgerechnet gegen Mainz!

Dabei hat das Mainzer Team vor allem deren Angriffswirbel ein ums andere Mal stoppen können und die Bären bei nur 22 Gegentore gehalten. Eben diese gute Defensive wird es am Samstag auch wieder brauchen, um etwas Zählbares mitzunehmen. Aber auch die Offensive muss funktionieren. Die Abläufe gegen die offensive Deckung müssen passen und die Dynamites müssen sowohl im gebundenen Spiel als auch individuell abliefern. Dass sie das können, hat nicht zuletzt das Pokalspiel gezeigt. Und damals hatten die "Dynamites" noch nicht einmal ihre beste Formation auf dem Spielfeld, da sowohl Elisa Burkholder und Larissa Platen nicht zur Verfügung standen.


Und hier setzt auch die Mainzer Zwischenbilanz von Mainz-Coach Thomas Zeitz vor dem Spiel an: "Wir haben unsere Aufgaben die letzten Wochen erledigt. Nicht immer top gespielt, aber den Ertrag eingefahren. Damit haben sich meine Mädels das Top-Spiel am Samstag verdient. Wir sind Außenseiter, dass steht außer Frage! Allerdings wissen wir, wie Ketsch zu schlagen ist. Wir haben es schon einmal gezeigt, und bei diesem Spiel haben noch einige meiner Spielerinnen gefehlt. Die Tagesform wird entscheidend sein am Samstag. Wenn wir abrufen was wir können, dann wird es ein schönes spannendes Spiel und wir haben gute Aussichten, etwas aus Ketsch mitzubringen. Was den netten Nebeneffekt hätte, dass wir auch wieder ein Stück näher an die Spitze rücken."

In Herrenberg trumpfte Elisa Burkholder nicht nur mit ihren spielerischen Qualitäten auf, sondern drängte sich auch als neunfache Torschützin an die Spitze der Aufmerksamkeit. Auch die neu verpflichteten Hanne van Rossum und Larissa Platen (ehemals Bensheim) waren mit 6 bzw. 3 Treffern erfolgreich. Dazu kommen die beiden Großtalente Paulina Golla und Alica Soffel, die außergewöhnlich durchschlagskräftige und wurfgewaltige Spielerinnen sind. Da wird auf die Bärenabwehr mit Sicherheit Schwerstarbeit zukommen.

Die Ketscher Trainerin Kate Schneider ist voller Hochachtung und traut Mainz 05 in dieser Saison einen absoluten Spitzenplatz zu: "Das Team ist individuell enorm stark besetzt und hat in dieser Saison auch im Kollektiv an Qualität zugelegt. Da reicht es nicht aus, nur phasenweise auf der Höhe zu sein, sondern wir werden 60 Minuten ´powern´ müssen, um dieses Spiel erfolgreich bestehen zu können." Am Wochenende fehlt bei den Kurpfalz Bären neben den Langzeit-Ausfällen Romana Gerisch, Clara Bohneberg und Alexandra Tinti auch noch Carina Gangel, die bei der österreichischen Nationalmannschaft weilt.