06.06.2007 09:17 Uhr - 2. Bundesliga Süd - Antje Schnizler / TuS Metzingen

Smits und Verboven verlassen die TuSsies

Wendy SmitsWendy Smits
Quelle: nhv.nl
Einen weiteren schweren Schlag müssen die Verantwortlichen der Metzinger Handballerinnen hinnehmen. Die beiden sympatischen Niederländerinnen Wendy Smits und Femke Verboven werden ebenfalls wie Tina Gruß und Andrea May, TuS Metzingen den Rücken kehren. Somit muss Metzingen den Weggang von vier Stammspielerinnen verkraften. Smits wechselt zum Erstligisten HSG Sulzbach/Leidersbach (beachten Sie auch unseren gestrigen Bericht) und Verboven zum "Nachbarn" Frisch Auf Göppingen.

Femke VerbovenFemke Verboven
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Immer wieder hielt sich das Gerücht, dass Wendy Smits von den Verantwortlichen der HSG Sulzbach-Leidersbach heftig umworben wurde. "Ich bin bereits im März von Sulzbach-Leidersbach angerufen geworden und habe dann ziemlich schnell abgesagt, da ich mir zu diesem Zeitpunkt einen Wechsel – ausser in die Niederlande – nicht vorstellen konnte", bestätigt die 24-Jährige. "Nachdem sich Sulzbach Leidersbach dann im April erneut mit mir in Verbindung gesetzt hat sind wir in Kontakt geblieben. Die Entscheidung zu wechseln, ist mir nicht leicht gefallen, da mein Herz in Metzingen hängt, ich mich hier sehr wohl gefühlt und ich in der Zwischenzeit auch sehr viele Freunde gefunden habe", so Smits weiter. "Nachdem Sulzbach-Leidersbach letzte Woche auf eine Entscheidung gedrängt hat, musste ich mich entscheiden. Die Tatsache, dass in Metzingen noch keine definitive Aussage über die nächste Saison getroffen werden kann, hat meinen Entschluss zu wechseln noch untermauert. Ich konnte einfach nicht mehr länger warten und die Gewissheit zu haben "sicher" in der 1. Liga zu spielen ist beruhigend".

"Der Zusammenhalt in Metzingen innerhalb der Mannschaft war groß und wurde trotz der Umstände und finanziellen Engpässen immer besser. Je mehr Druck auf unseren Schultern gelastet hat, desto besser haben wir gespielt und die Mannschaft ist noch mehr zusammengewachsen. Wir haben uns von Spiel zu Spiel gesteigert und letztendlich den sportlichen Aufstieg in die 1. Liga geschafft. Wo Metzingen nächste Runde spielt ist leider immer noch nicht sicher", erläutert Smits die Situation. "Ich habe im Training unter Emir Hadzimuhamedovic sehr viel dazugelernt und mich enorm im taktischen Bereich verbessern können. Trotz des harten Trainings, hat es immer sehr viel Spaß gemacht unter Emir zu trainieren", so die Niederländerin. "Ich werde Mitte Juni nach Sulzbach-Leidersbach ziehen und dort auch weiterhin Ernährungswissenschaft per Fernstudium studieren. Wenn der Umzug vorbei ist, ich mich ein wenig eingewöhnt habe und die erste Vorbereitungsphase überstanden ist, werde ich versuchen eine studiumsbezogene Arbeit zu finden, wo ich die Theorie dann auch in die Praxis umsetzen kann", so Smits zu ihren weiteren Planungen.

Auch bei Femke Verboven sind schon ab Januar immer wieder Angebote aus der 1. und auch 2. Liga ins Haus geflattert. Bereits zum damaligen Zeitpunkt stand für die Rückraumspielerin fest, dass sie – sollte ein Wechsel für sie in Frage kommen – im Schwäbischen bleiben wollte. Nachdem Metzingen nach dem sportlichen Aufstieg sechs Punkte abgezogen wurden, und bis heute noch nicht feststeht wo die TuSsies in der kommenden Saison spielen werden, hat Femke nach langen Überlegungen in Göppingen zugesagt. "Es ist mir nicht leicht gefallen diese Entscheidung zu treffen und ich habe mich in Metzingen sehr wohl gefühlt, jedoch war mir letztendlich die Ungewissheit zu groß. Ich bin jemand, der gerne frühzeitig plant und habe mich deshalb für Göppingen entschieden, wobei die Entscheidung auch erst letzte Woche getroffen wurde", verrät die Niederländerin.

Auch Femke Verboven weiß, was sie Emir Hadzimuhamedovic zu verdanken hat: "Er ist ein super Trainer! Er hat mir sehr viel beigebracht, meine Stärken noch besser zum Vorschein gebracht und mich zu dem geformt was ich heute bin. Ich weiß allerdings auch, dass ich noch nicht ausgelernt habe und in Sachen Handball noch viel zu lernen habe", berichtet die Linkshänderin. "Ich werde in Metzingen wohnen bleiben und von hier aus vier mal der Woche zum Training nach Göppingen fahren", so Verboven. "Ich bin zuversichtlich, dass ich mich in Göppingen wohl fühlen werde. Die Mannschaft und der Trainer Hagen Gunzenhauser bleiben bis auf einen Abgang zusammen und ich freue mich darauf neue Erfahrungen in Göppingen zu sammeln".

Trainer Emir Hadzimuhamedovic bedauert die Entscheidungen von der beiden Niederländerinnen: "Es wird schwer werden Wendy und Femke zu ersetzen. Ich kann es allerdings sehr gut verstehen. Beide sind sehr talentierte und ehrgeizige Spielerinnen, die bestimmt ihren Weg – sowohl in der 1. als auch 2. Liga gehen werden – leider nicht mehr in Metzingen. Ich wünsche Ihnen alles Gute und hoffe, dass sie sich in Sulzbach-Leidersbach und Göppingen wohl fühlen werden und sich gut integrieren."