20.11.2018 14:23 Uhr - 2. Bundesliga - PM Luchse

Luchse bleiben auch gegen die HSG Gedern/Nidda weiter unbesiegt

Dudo PrelcecDudo Prelcec
Quelle: HL Buchholz 08-Rosengarten
Auch im 7. Spiel der Saison 2018/19 blieb die Weste des Teams der HL Buchholz 08 - Rosengarten weiß. Die Luchse besiegten die HSG Gedern/Nidda in der Gymnasiumhalle Nidda mit 36:25. Das klare Ergebnis täuscht allerdings über den wahren Spielverlauf hinweg, denn das junge Team von Dudo Prelcec musste Schwerstarbeit im Oberhessischen verrichten, um den Sieg, der viel zu hoch ausfiel, unter Dach und Fach zu bringen.

Nach der bitteren 19:39-Niederlage in Mainz war von Beginn an zu spüren, dass sich die HSG Gedern/Nidda vor heimischem Publikum rehabilitieren wollte, was ihr bis zur 42. Minute auch eindrucksvoll gelang. Die Luchse-Spielerinnen merkten frühzeitig, dass sie in Nidda nicht ihren besten Tag erwischt hatten, denn die Wetterauerinnen spielten einen äußerst unorthodoxen Handball und die Abwehr der HL Buchholz 08 - Rosengarten funktionierte nicht so erfolgreich und reibungslos wie in den letzten Spielen. So entwickelte sich in der 1. Halbzeit ein spannendes Spiel auf Augenhöhe und durch Stefanie Thiele schaffte der mutige Aufsteiger in der 7. Spielminute den Ausgleich zum 4:4.

Zwar lagen die Luchse ständig mit einem Treffer in Front, aber das Team von Christian Weiler ließ sich nicht abscühtteln und begeisterte das heimische Publikum mit einem forschen Spiel auf Augenhöhe gegen den noch ungeschlagenen Tabellenzweiten. Erst in der 13. Minute gelang durch einen Doppelschlag durch Laura Schultze wieder eine Zwei-Tore-Führung zum 6:8, aber die HSG konnte in der 18. Minute durch einen von Kristin Amos verwandelten Siebenmeter zum 8:8 ausgleichen. Wieder war es Laura Schultze, die mit ihren zwei Toren einen 5:0-Lauf der Luchse einleitete, die durch Spielmacherin Kim Land, Zeliha Puls und Evelyn Schulz zur 8:13 Führung für die HL Buchholz 08 - Rosengarten vollendet wurden.

Wer jetzt gedacht hatte, dass die Heimmannschaft einbrechen würde, der sah sich getäuscht, denn unermüdlich forderten sie die wackelige Gästeabwehr, die noch kein Mittel gegen die aus den unmöglichsten Positionen erfolgreich werfenden HSG Spielerinnen gefunden hatten. Ob die Luchse in einer 6:0 oder 5:1 Abwehr agierten, wirklich stoppen konnten sie die Wetterauerinnen nicht und so gelang es dem Aufsteiger in der Schlusssekunde der ersten Halbzeit durch ein Tor von Sabine Eisenacher auf 13:15 zu verkürzen. Mit Anpfiff zum 2. Abschnitt der spannenden Partie nährte Leonie Isabel Nowak die Hoffnung des begeisterten Publikums auf eine Sensation als sie zum 14:15 einnetzte, aber die Luchse konnten sich erneut wieder mit fünf Toren zum Spielstand von 15:20 absetzen.


Auch dieser Rückschlag schockte die HSG Gedern/Nidda nicht, sie blieben bis zur 43. Minute mit 3 Toren Rückstand auf Schlagdistanz. Erst als Dudo Prelcec seine Deckung auf 3:2:1 veränderte, stellte sich der gewünschte Erfolg ein, auch weil die permanenten Aufholjagden der Heimmannschaft viel Kraft gekostet hatten. Der jetzt sehr offensive, flink und aggressiv funktionierende Abwehrverband bestrafte nun gnadenlos jeden Fehler der Oberhessinnen und kam selbst in Unterzahl zu Balleroberungen und leichten Toren, so dass sich innerhalb von fünf Minuten die Luchse mit sieben Toren absetzen konnten.

Das bittere Ende hatte der tolle Aufsteiger nicht verdient und gibt auch nicht den Spielverlauf wieder, denn am Ende stand für die enttäuschte Heimmannschaft ein Minus von 11 Toren. Dudo Prelcec, der Trainer der Luchse meint auch selbstkritisch: "Wir haben viel zu hoch gewonnen und dies wird der Leistung des Teams meines Kollegen Christian Beiler nicht gerecht. Zwei Drittel der Spielzeit waren wir keine geschlossene Einheit und die HSG Gedern/Nidda hat uns alles abverlangt".

Es ist aber auch festzustellen, dass die junge Mannschaft der HL Buchholz 08 - Rosengarten nicht in Panik gerät, wenn es mal nicht so läuft, sondern beharrlich auf ihre Chancen lauert. Sven Dubau, der Geschäftsführer der Luchse lobt: "Ich muss der Mannschaft der HSG Gedern/Nidda ein großes Kompliment für ihr mutiges Spiel machen, das so lange Zeit offen war, es ist aber auch unsere Qualität auf Herausforderungen Lösungen zu finden, wenn es mal nicht so läuft. Allerdings ist mir die Höhe des Sieges fast peinlich und bedurfte einer großartigen Leistung in der 2. Halbzeit unserer Torfrau Katharina Filter."