20.11.2018 08:03 Uhr - 2. Bundesliga - PM Kirchhof

"Uns fehlte der Zug zum Tor" - Kirchhof unterliegt Waiblingen

Diana SabljakDiana Sabljak
Quelle: Richard Kasiewicz, SG09
Aufgrund einer schwachen Angriffsleitung musste die SG 09 Kirchhof beim 26:29 gegen Waiblingen die vierte Saisonniederlage in der 2. Bundesliga hinnehmen.

Auf einmal war sie wieder da, die Hoffnung. Der Glaube bei der SG 09 Kirchhof, die zähe Aufholjagd gegen den VfL Waiblingen doch noch vollenden zu können. Die Hoffnungsträgerin: Alena Breiding. Vom Trainer des heimischen Handball-Zweitligisten in der 43. Minute aufs Feld geschickt traf die Rückraumspielerin prompt zum 18:21 (44.), 19:22 (45.), 20:22 (47.) und 22:23 (50.).

"Sie hat uns überrascht", gestand VfL-Coach Nicolaj Andersson, der sein Team ansonsten auf alles, was der Gegner unternahm, vorbereitet hatte. In einer Auszeit holte er die entsprechenden Anweisungen nach, ließ seinen Mittelblock offensiver gegen den Kirchhofer Neuzugang agieren. Das wirkte. Und auch wenn die 22-Jährige schließlich noch zum 23:24 traf (53.), machten danach Vanessa Nagler und Hanna Hojczyk (2) alles klar für den Gast, der mit 29:26 (15:12) beide Punkte aus der Melsunger Stadtsporthalle entführte.

"Eine verdiente Niederlage", gestand SG- Trainer Denk. Auch angesichts einer schwachen ersten Hälfte, als seine Mannschaft mit dem 12:15 zur Pause noch gut bedient war. Bis zum 1:1 (6.) konzentrierten sich beide Kontrahenten aufs Neutralisieren des gegnerischen Angriffs, dann ging auch nach vorn die Post ab - bei Waiblingen. Über 5:1 (8.) und 10:4 (17.) schienen die Tigers mit ihrem ausgeklügelten Positionsangriff und ihrem explosiven Umschaltspiel die Kirchhoferinnen "fressen" zu wollen, ehe diese sich dann doch noch wehrten.

Doch auch der Doppelschlag von Diana Sabljak (zum 8:11) und Danique Boonkamp (zum 10:12) konnte nicht über die immensen Angriffsprobleme der SG hinwegtäuschen. "Uns fehlte der Zug zum Tor, weil wir fast nur quer gelaufen sind, statt in die Lücken der Waiblinger Abwehr zu stoßen", erklärte Christian Denk.


Der setzte nach dem Wechsel alles auf eine Karte. Brachte fast durchweg eine siebte Feldspielerin und ließ Michelle Urbicht die wurfgewaltige Lea Gruber rausnehmen. Der Ertrag war überschaubar. Ein paar erfolgreich abgeschlossene Tempogegenstöße - einer davon von der reaktivierten Laura Nolte - standen individuelle Fehler beim Spiel Fünf gegen Fünf gegenüber, so dass die Gastgeberinnen nicht entscheidend heran kamen. Beim 16:21 (39.) bahnte sich sogar eine Vorentscheidung an.

Zumindest eine positive Erscheinung aus Sicht der SG: Denks letzter Trumpf stach. "Ich wollte einen Impuls setzen", sagte Alena Breiding. Das gelang der früheren Vellmarerin mit einer bis zu ihrem vierten Tor 100-prozentigen Wurfquote. Nur leider nahm sich keiner ihrer Nebenleute ein Beispiel daran, der Kirchhofer Rückraum blieb ansonsten ungewöhnlich blass und harmlos. Was folgerichtig in die vierte Saisonniederlage mündete.

15.11.2018 - Im Falle eines Aufstiegs: Kurpfalz Bären Ketsch bereit zum Lizenzantrag für 1. Bundesliga

19.11.2018 - DHB-Frauen mit Behnke als neue Kapitänin zur EM nach Frankreich

19.11.2018 - Bremen gelingt klarer Auswärtserfolg in Nürtingen

19.11.2018 - Halle-Neustadt hat bei erstem Punktgewinn "mentale Stärke bewiesen"

13.11.2018 - Handball-Europameisterschaft der Frauen im Livestream