19.11.2018 09:09 Uhr - Champions League - PM Bietigheim, dpa

Bietigheim verliert letztes Gruppenspiel in der Champions League

Anna Loerper verlor an ihrem Geburtstag in BukarestAnna Loerper verlor an ihrem Geburtstag in Bukarest
Quelle: Marco Wolf
Die Handballerinnen der SG BBM Bietigheim haben sich mit der vierten Niederlage aus der Champions League verabschiedet. Ohne die verletzte Nationalmannschafts-Kapitänin Kim Naidzinavicius unterlag der Tabellenzweite der Handball-Bundesliga am Sonntagabend auch dem Titelkandidaten CSM Bukarest mit 24:32 (13:14).

An Rang vier in der Gruppe D und dem Verpassen der Hauptrunde hätte aber auch ein Sieg in Rumänien nichts geändert. Schon nach der Niederlage gegen den norwegischen Meister Vipers Kristiansand vor einer Woche, als sich Naidzinavicius einen Riss des Innen- und Außenmeniskus zuzog, war der letzte Platz besiegelt. In sechs Partien gab es einen Sieg, ein Remis und vier Niederlagen.

SG BBM-Cheftrainer Martin Albertsen musste gegen den Champions League-Sieger von 2016, den man im Hinspiel mit 30:28 bezwungen hatte, auf die verletzte Kim Naidzinavicius und die kurzfristig erkrankte Maura Visser verzichten. Die erste Aktion des Spiels gehörte Geburtstagskind Anna Loerper mit einem verwandelten Siebenmeter. Bukarest antwortete mit zwei Treffern in Folge zum 2:1. Nach 10 Minuten stand es 6:3 für die Gastgeberinnen. SG BBM-Cheftrainer Martin Albertsen nahm seine erste Auszeit, in deren Anschluss Anna Loerper erneut per Siebenmeter erfolgreich war.

Auf der anderen Seite parierte Dinah Eckerle gegen die dreifache Welthandballerin Cristina Neagu. Fie Woller markierte das 6:5 und Luisa Schulze glich zum 6:6 aus - die SG BBM war wieder dran. Nach 18 Minuten stellte der deutsche Vizemeister den Zwischenstand sogar auf 7:9. Bukarest blieb dran, doch hatten die Bietigheimerinnen in dieser Phase postwendend die Antwort parat und führten bis drei Minuten vor Ende des ersten Durchganges. Bedingt durch einige leichte Ballverluste in der Offensive der SG BBM und den zunehmenden Druck der rumänischen Startruppe, ging es mit einer knappen 14:13-Führung der Gastgeberinnen in die Halbzeitpause.


Zu Beginn des zweiten Spielabschnitts parierte Dinah Eckerle gleich ihren zweiten Siebenmeter in dieser Partie und Laura van der Heijden ließ im Gegenzug den Ausgleich folgen. Erneut van der Heijden und Daniela Gustin sorgten für die 16:15-Führung der SG BBM. Die Rumäninnen ließen sich vor heimischem Publikum jedoch nicht die Butter vom Brot nehmen und spielten nun ihre Klasse aus - 18:16 stand es nach 36 Minuten. Durch einige Unterzahlsituationen nahmen sich die Bietigheimerinnen selbst aus dem Spiel und Bukarest setzte sich weiter ab. Nach 45 Minuten stand es 24:17. In der Defensive machte sich spätestens jetzt das Fehlen der verletzten Spielführerin Kim Naidzinavicius und Maura Visser bemerkbar. Die Bietigheimerinnen wehrten sich weiter nach Kräften, waren aber gegen die nun rumänische Übermacht chancenlos. 32:24 lautete der gerechte Endstand.

Obwohl das Match nur noch statistischen Wert hatte, denn schon vor Anwurf war ein Weiterkommen in die Hauptrunde ausgeschlossen, verabschiedeten sich die SG BBM-Ladies aufrechten Hauptes aus der diesjährigen Königsklasse. Nach den sechs Gruppenspielen hat die Albertsen-Truppe drei Punkte auf dem Konto. Platz 1 belegte CSM Bukarest, gefolgt von den Vipers Kristiansand und FTC Rail-Cargo Hungaria.

Cheftrainer Martin Albertsen analysierte: "Wir mussten unsere Aufstellung durch das Fehlen von Kim Naidzinavicius und Maura Visser ändern und haben dennoch eine tolle erste Halbzeit gespielt. In der zweiten Halbzeit kam Bukarest besser ins Spiel und hat verdient gewonnen."

Nach der EM-Pause steht das nächste Pflichtspiel in der Handball Bundesliga Frauen (HBF) für die Bietigheimerinnen am 27. Dezember an, wenn die Neckarsulmer Sport-Union zu Gast in der MHPArena ist. Nur zwei Tage später empfängt man an gleicher Stelle den VfL Oldenburg. Ab Januar 2019 geht es im EHF-Cup weiter. Die Auslosung der Gruppenphase hierzu findet am Donnerstag, den 22. November, in Wien statt.