15.11.2018 08:54 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

"An den Rand eines Herzinfarktes" - Dortmund verpasst Überraschung gegen Thüringer HC

BVB-Torhüterin Rinka Duijndam war glänzend aufgelegt. Am Ende jubelte aber der Thüringer HC.BVB-Torhüterin Rinka Duijndam war glänzend aufgelegt. Am Ende jubelte aber der Thüringer HC.
Quelle: Borussia Dortmund
Am Ende wurde es noch einmal richtig spannend, doch die Führung blieb bestehen. Der Thüringer HC holte nach einem 24:23 (11:9)-Heimspiel gegen den BVB Dortmund 09 die nächsten zwei Punkte. In einem schnellen und spannenden Spiel konnte am Ende der THC verlustpunktfrei in die Europameisterschaftspause gehen, musste nach der Aufholjagd des BVB noch einmal zittern. Beste Werferin für den THC war Emily Bölk mit sechs Toren. Alina Grijseels und Harma van Kreij waren mit ebenfalls sechs Treffern die Torschützinnen aufseiten der Gäste.

Letzten Endes wurde den Gästen eine Schwächephase Mitte der zweiten Halbzeit zum Verhängnis, in der sich die Thüringerinnen von 12:11 (32.) auf 21:13 (43.) absetzen konnten. Im Anschluss starteten die Schwarzgelben eine beeindruckende Aufholjagd, die nach Harma van Kreijs Anschlusstreffer zum 22:21 eine Minute vor Schluss tatsächlich noch die Möglichkeit bot, etwas Zählbares mit auf den Heimweg zu nehmen. Doch Alicia Stolles Treffer zum 23:21 machte 30 Sekunden vor Schluss alle Dortmunder Hoffnungen zunichte.

Grijseels traf im direkten Gegenzug noch einmal zum Endstand. Im Anschluss war es wieder Stolle, die in Richtung der Dortmunder Abwehr marschierte und dabei mit ihrer Nationalmannschaftkollegin Grijseels zusammenrasselte. Auch wenn die Linkshänderin mit einer Platzwunde behandelt werden musste, hätte sie sich über einen Pfiff zu Gunsten der Dortmunderinnen nicht beschweren können. Der THC blieb allerdings im Ballbesitz und sicherte sich so den Heimsieg. "Am Ende zählen die zwei Punkte. Aber wenn du dir so eine deutliche Führung herausspielst, darfst du am Ende nicht an den Rand eines Herzinfarktes kommen", analysierte THC-Coach Herbert Müller die Partie.

In der Tat sah es Mitte der zweiten Halbzeit nicht danach aus, dass der BVB noch einmal herankommen würde. Nachdem die Gäste den besseren Start erwischt hatten (3:6, 13.), hielten die Schwarzgelben bis zum 11:9-Halbzeitstand mit. Die äußerst stabile Defensive offenbarte speziell nach dem Seitenwechsel einige Lücken, zudem schlossen die Dortmunderinnen im Angriff zu überhastet ab. Nach Emily Bölks Tor zum 21:13 (43.) sah es richtig finster aus für den BVB, doch die Smits- Schützlinge zeigten Moral und kämpften sich zurück.

In dieser Phase ragte Rinka Duijndam im Tor heraus, die von 13 Würfen auf ihr Tor zehn abwehren konnte, darunter zwei Siebenmeter. "Wir haben gekämpft bis zum Umfallen. Es ist schade, dass wir uns am Ende nicht belohnt haben. Wir haben in der Phase nach der Halbzeit im Angriff wenig hinbekommen - danach haben wir noch einmal alles reingeworfen. Rinka hat uns dann mit ihren Paraden die zusätzliche Energie gegeben. Ein Riesenkompliment an die Mannschaft für diese Leistung", sagte Smits nach der Partie.

Einen Wermutstropfen hatte diese Partie allerdings für Gino Smits. Er kritisierte THC-Trainer Herbert Müller: "Ich gratuliere den THC zum Erfolg. Leider hab ich in meinen 30 Handballjahren noch kein Spiel erlebt, in dem mir der Trainer der gegnerischen Mannschaft den Handbschlag verwehrt."

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