12.11.2018 16:00 Uhr - 1. Bundesliga - HBF

HBF kompakt: THC und Metzingen gewinnen international, erster Saisonsieg für Neckarsulm

Nele Reimer gewann mit der Neckarsulmer Sport-Union das erste Saisonspiel.Nele Reimer gewann mit der Neckarsulmer Sport-Union das erste Saisonspiel.
Quelle: Henry Lauke
Der internationale Kalender mit Champions League und EHF-Pokal hat die Woche in der Handball Bundesliga Frauen geprägt. Aber auch der nationale Ligabetrieb hat nicht geruht, am Wochenende wurden gleich vier Begegnungen ausgespielt.

Meister Thüringer HC hat seine Chancen auf den Einzug in die Hauptrunde der EHF Champions League aufrecht gehalten. Im direkten Duell konnte der THC beim HC Podravka Vegeta mit 31:23 (14:10) gewinnen und sich damit für die 26:28-Hinspielniederlage revanchieren. Am letzten Spieltag kann das Team von Herbert Müller noch mit einem Punktgewinn gegen Krim Ljubljana an den Kroatinnen, die zum Gruppenprimus Györ müssen, vorbeiziehen. Aktuell haben die Handballerinnen aus Koprivnica jedoch einen Punkt Vorsprung.

Vorzeitig ausgeschieden ist hingegen die SG BBM Bietigheim, die sich dem vorher punktgleichen Team der Vipers Kristiansand mit 26:34 (12:16) geschlagen geben musste. "Kristiansand wollte den Sieg mehr als wir. Sie haben verdient gewonnen. Ich bin enttäuscht über das Defensivverhalten meiner Mannschaft. Auf der Gegenseite hat Keeperin Katrine Lunde ein tolles Spiel abgeliefert", bilanzierte Chefcoach Martin Albertsen. Da zudem der CSM Bukarest gegen den FTC Budapest gewann, haben die Enztälerinnen keine Chance mehr auf den Einzug in die Hauptrunde und spielen dann in der Gruppenphase des EHF-Pokals weiter.

Auch Borussia Dortmund musste auf dem internationalen Parkett eine Niederlage einstecken. Im Hinspiel der 3. Runde des EHF-Pokals unterlagen die Westfälinnen dem Titelverteidiger SCM Craiova mit 17:19 (9:9). "Wir waren in diesen Phasen in der Vorwärtsbewegung zu hektisch und wollten die komplizierten Lösungen finden, anstatt den einfachen Pass zu spielen", kommentierte BVB-Coach Gino Smits nach der Partie die aus der Hand gegebene Drei-Tore-Führung (9:6) nach starken 26 Minuten. In der Liga hatte Dortmund unter der Woche mit einem 28:23 (14:12) über den Buxtehuder SV seine Ambitionen auf einen erneuten Einzug in den Europapokal unterstrichen.


Erfolgreich löste hingegen die TuS Metzingen ihre Aufgabe im EHF-Pokal, mit einem klaren 28:19 (11:8) kehrten die Ermstälerinnen vom Auswärtsspiel beim DHK Banik Most zurück. "Wir haben kein gutes Spiel gemacht, sind schlecht reingekommen", ärgerte sich Metzingens Coach André Fuhr dennoch. "Die Abwehr war ok, trotzdem haben wir uns über 50 Minuten gequält. Aufgrund technischer Fehler und Unzulänglichkeiten sind wir nicht in unser Tempospiel gekommen. Das Ergebnis ist natürlich eine fantastische Ausgangssituation, doch wir werden es bis Mittwoch aufarbeiten müssen, denn in Bad Wildungen müssen wir eine deutlich bessere Leistung zeigen, um erfolgreich zu sein."

In der Liga gleichauf mit Dortmund (9:5) auf Rang sechs bleibt Bayer Leverkusen. Die Werkselfen gewannen bei der HSG Bad Wildungen Vipers mit 27:23 (10:9). "Vom 16:20 an war ich mir absolut sicher, dass wir das Spiel gewinnen würden. Und wieder mal war es ein Teamerfolg. Es ist nicht wichtig, wer wie viele Tore erzielt. Es ist wichtig, dass das Gesamtwerk funktioniert, und das war auch diesmal so", resümierte Leverkusens Robert Nijdam nach der Partie. "Handballerisch waren wir auch in diesem Spiel nicht unterlegen", bedauerte Vipers-Coach Tessa Bremmer. "Jedoch sind es am Ende wieder die vielen einfachen Fehler im Angriffsaufbau, die uns um unseren Erfolg bringen. In der Abwehr haben wir es geschafft, Leverkusen in lange Angriffe zu zwingen und viel für jedes Tor zu investieren."

Bad Wildungen hängt mit vier Pluspunkten ebenso im Tabellenkeller wie der Buxtehuder SV sowie die HSG Bensheim/Auerbach und der TV Nellingen. Bensheim/Auerbach schob sich durch das 29:26 (18:13) beim SV Union Halle-Neustadt auf Platz 11. Die gastgebenden Wildcats bleiben ohne Pluspunkt Schlusslicht. "Ich bin glücklich, dass wir die zwei Punkte geholt haben, denn ich wusste, dass Halle nicht so schlecht ist, wie immer gesagt wird. Am Ende waren wir in den entscheidenden Situationen cleverer als Halle. Wir können alle stolz sein auf die Mannschaft, wie sie heute gefightet hat", sagte Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm nach der Partie. Tanja Logvin betonte: "Meine Mannschaft hat heute unglaublich gut gekämpft und auch taktisch das umgesetzt, was wir vorbereitet hatten. Wir sind auf einem guten Weg, die letzten zwei Spiele waren positiv und da müssen wir jetzt anknüpfen."

Der TV Nellingen verlor das Derby gegen Frisch Auf Göppingen mit 29:32 (15:14). "45 Minuten lang haben wir es wirklich gut gemacht, Lösungen gegen die offensive Abwehr von Göppingen zu finden. In sieben, acht Minuten haben wir ein paar Fehlwürfe und ein paar technische Fehler im Angriff gehabt und genau in dieser Phase in der Abwehr keinen Zugriff. Wir sind von plus drei auf minus drei zurückgefallen und Göppingen war zu routiniert als nochmals in Probleme zu kommen, aber ich kann der Mannschaft wenig Vorwürfe machen", so Nellingens Interimstrainer Nico Kiener. Göppingens Coach Aleksandar Knezevic, dessen Team mit 10:4 Punkten auf Rang 4 liegt, betont: "Wir haben sehr geduldig, mit vielen Emotionen gespielt und bis zum Ende gearbeitet. Am Ende gewinnen wir mit plus drei, das ist schon besser als plus eins und auch für die Zuschauer war es ein gutes Spiel von beiden Seiten."


Den ersten Saisonsieg konnte hingegen die Neckarsulmer Sport-Union mit dem 30:26 (15:12) gegen die HSG Blomberg-Lippe feiern. Die Lipperinnen bleiben damit punktgleich mit dem VfL Oldenburg, der schon am vergangenen Wochenende in Metzingen verloren hatte. Neckarsulm bleibt zwar auf einem Abstiegsplatz, ist aber mit 2:10 Punkten jetzt sogar in Schlagdistanz zum Neunten Buxtehude (4:8), den man Ende Januar noch zum Nachholspiel empfängt. "Es war von der ersten bis zur letzten Minute ein riesiger Fight, den sich beide Mannschaften geliefert haben. Aber ich bin froh, dass ich heute auf der glücklichen Seite stehen kann. Wir haben es durchgezogen, haben unsere taktische Disziplin beibehalten und haben vor allem mit Überzeugung und Mut Handball gespielt", so NSU-Coach Pascal Morgant.

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