12.11.2018 12:48 Uhr - 2. Bundesliga - PM Ketsch, red

Ketsch behauptet Tabellenführung gegen Herrenberg

Rebecca EngelhardtRebecca Engelhardt
Quelle: Kurpfalz Bären
Mehr als 500 Zuschauer wunderten sich am "närrischen" Sonntag über die Trikotnamen der Gäste aus Herrenberg. Lea Neubrander trug zwar ihre Nummer 17, doch auf dem Rücken hieß es nur kurz "Brand". Die Erklärung: Die Kuties aus Schwaben hatten ihre Trikottasche zuhause vergessen, und so halfen die Gastgeberinnen mit ihren schwarzen Auswärtstrikots aus. Ganz so freundschaftlich verlief das sehr sehenswerte Spiel aber nicht - am Ende setzten sich die Hausherren mit 30:26 (14:12) durch.

In der von Dr. Robert Becker geleiteten Pressekonferenz behauptete Rebecca Engelhardt, die zur Spielerin des Tages gewählt wurde, zwar: "Ich hatte heute nie das Gefühl, dass wir verlieren würden!", aber das Spiel war für die Ketscher Trainerin, Katrin Schneider, doch nervenaufreibend. "Wir haben generell ein sehr gutes Spiel gemacht, aber es nicht geschafft, unseren Vorsprung frühzeitig auszubauen. Trotz der 30 erzielten Tore, freue ich mich nicht auf die statistischen Auswertungen. Wir haben zu viele Chancen ungenutzt gelassen."

Allerdings ist ihre Kritik ein Klagen auf hohem Niveau. Denn die Bären-Ladies zeigten über weite Strecken ein hervorragendes Tempospiel, scheiterten aber oft an Pfosten und Latte. Trotz einer klaren 11:6 Führung nach 20 Minuten gelang es den Bären-Ladies daher nicht, das Team von Trainer Mike Leibssle abzuschütteln. "Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft. Das war ein Auftritt beim Tabellenführer, der die starke Moral und den großen Kampfgeist meiner Spielerinnen unterstrichen hat", war der Trainer der Kuties voll des Lobes für sein Team.

Marie-Christine Beddies, die körperlich wenig herausragende Rückraumspielerin der Kuties, trat kennzeichnend für den großen Kampfgeist ihres Teams auf. Während Torjägerin Lea Neubrander diesmal nicht wie gewohnt auftrumpfen konnte, hatte die Bären-Defensive große Probleme, die quirlige Beddies in den Griff zu bekommen.

Überragend auch Linkshänderin Lisa Gebhardt, die kaum zu bremsen war. Ein Foul gegen die Herrenberger Außenspielerin musste Carmen Moser mit einer Disqualifikation in der 47. Minute quittieren. Doch davon ließen sich ihre Mitspielerinnen nicht beeindrucken, denn spätestens beim 27:23, sechs Minuten vor Schluss, war klar, dass die Bären auch den fünften Heimsieg einfahren würden.