12.11.2018 11:04 Uhr - EHF-Pokal - PM TuS, red

"Haben kein gutes Spiel gemacht": Metzingen trotz Neun-Tore-Sieg in Tschechien selbstkritisch

Metzingen feierte einen deutlichen Sieg in Tschechien (Archivfoto)Metzingen feierte einen deutlichen Sieg in Tschechien (Archivfoto)
Quelle: TuS Metzingen
Bei der TuS Metzingen muss man sich auf einen arbeitsreichen Jahresanfang einstellen, wenn in wenigen Wochen die gesamte Gruppenphase im EHF-Cup durchgepeitscht wird: Der erste Schritt zur endgültigen Qualifikation wurde am Sonntag im tschechischen Most gemacht - und es war ein großer. Nach einem 28:19 (11:8)-Sieg bei DHK Banik Most in der dritten Runde des EHF-Cups ist alles gerichtet fürs Rückspiel am kommenden Samstag (20 Uhr).

"Trotz des deutlichen Ergebnisses kann man der TuS einen Vorwurf machen: Sie hat, im Gegensatz zu den letzten Spielen, in der Chancenverwertung etwas geschlampt", fasst der Bundesligist in seinem Spielbericht zusammen. "64 Prozent sind aber auch wieder kein ganz schlechter Wert, wenn man berücksichtigt, dass der Gastgeber gerade einmal auf 40 kam."

Die erste Spielhälfte war einigermaßen ausgeglichen. Die TuS Metzingen hatte nach Julia Behnkes 5:3 (9.) etliche Chancen sich abzusetzen, was nicht gelang, weil man zu hektisch den Abschluss suchte, beziehungsweise an Most-Keeperin Dominika Müllnerova hängen blieb. Selbiges wiederholte sich kurz vor der Pause. Julia Harsfalvi zeichnete schließlich für den 11:8-Halbzeitstand verantwortlich.

Die schnelle Ungarin, einmal in Fahrt, legte bis zum 14:9 (33.) gleich noch drei Treffer nach. Es schien zu laufen, nach dem 16:16 (46.) konnte davon nicht mehr die Rede sein. Sechs Möglichkeiten wurden vergeben, neun Minuten lang trafen die TusSies gar nicht mehr. Spielführerin Julia Behnke nahm sich des Problems an, traf drei Mal in rascher Folge bis zum 20:18 (50.). Weil Most dann gar nichts mehr gelingen wollte, wurde es in der Schlusssequenz sogar noch ein Schützenfest. Aus war die Sache beim 28:19.

"Wir haben kein gutes Spiel gemacht, sind schlecht reingekommen", ärgerte sich Andre Fuhr. "Die Abwehr war ok, trotzdem haben wir uns über 50 Minuten gequält. Aufgrund technischer Fehler und Unzulänglichkeiten sind wir nicht in unser Tempospiel gekommen. Das Ergebnis ist natürlich eine fantastische Ausgangssituation, doch wir werden es bis Mittwoch aufarbeiten müssen, denn in Bad Wildungen müssen wir eine deutlich bessere Leistung zeigen, um erfolgreich zu sein."

Auch Harsfalvi zeigte sich selbstkritisch: "Sieht so aus, als wäre es nicht unser Tag gewesen. Wir haben viele technische Fehler gemacht und einige freie Chancen verworfen. Alles in allem habe ich aber ein positives Gefühl, weil ich mir sicher bin, dass wir in den nächsten Spielen diese Fehler korrigieren werden. Wir werden weiter an uns arbeiten, trotzdem dürfen wir nicht vergessen, dass wir mit neun Toren gewonnen haben."