12.11.2018 09:31 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

Luchse laufen Harrislee in gutem Derby davon

Lynn Schneider erzielte vier Treffer gegen HarrisleeLynn Schneider erzielte vier Treffer gegen Harrislee
Quelle: Dubau, HL
Der TSV Nord Harrislee hat in der 2. Bundesliga eine erwartete Niederlage hinnehmen müssen. Beim verlustpunktfreien Titelverteidiger HL Buchholz 08-Rosengarten, musste sich das Team von Shorty Linde mit 21:32 (11:16) beugen. "Wir haben 45. Minuten lang eine sehr gute Leistung gezeigt, sind nach dem 17:20 aber leider in einige unüberlegte Aktionen verfallen", so Linder über den Knackpunkt in der Partie. Luchse Trainer Dudo Prelcec stellte indes erfreut fest: "Unser Sieg ist das Ergebnis einer geschlossenen Mannschaftsleistung."

Die Heimmannschaft startete furios mit einem Treffer von Zeliha Puls durch einen Tempogegenstoß, doch nach drei Minuten führte der Gast aus Schleswig-Holstein mit 1:3, da die sehr offensiv ausgerichtete Abwehr der HL Buchholz 08 - Rosengarten die gegnerischen Angriffe nicht mit der letzten erforderlichen Konsequenz unterband. So entwickelte sich ein attraktives und schnelles Derby mit wechselnden Führungen.

Nach dem Ausgleich zum 3:3 durch Kim Land konnten die "Nordfrauen" durch einen von Janne Lotta Woch verwandelten Siebenmeter wieder mit 4:3 in Führung gehen, sich aber nie deutlicher absetzen. In der 15. Spielminute gelang den Luchsen durch Sarah Lamp mit ihrem Treffer zum 8:7 wieder die Führung zu erzielen und durch weitere Torerfolge von Lynn Schneider, Kim Land und Zeliha Puls auf den Zwischenstand von 12:9 zu erhöhen.

Aber die Spielerinnen des TSV Nord Harrislee ließen nicht locker und blieben mit den Toren von Catharina Volquardsen und Hanna Klingenberg mit 11:12 vorerst auf Schlagdistanz. Doch ab der 27. Minute der Partie brach das Unheil für die Gäste herein, denn mit einem 4:0-Lauf setzten sich die Luchse mit dem Halbzeitstand von 16:11 ab. Dieser deutliche Vorsprung resultierte vor allen Dingen aus dem nie nachlassendem Tempospiel der HL Buchholz 08 - Rosengarten und der auf 5:1 umgestellten Deckung, die ab der 15. Minute gut funktionierte und dem Gegner immer weniger Entfaltungsmöglichkeiten boten.

Mit Beginn des 2. Spielabschnittes hatten die "Nordfrauen" den besseren Start und konnten auf 13:16 verkürzen, aber näher kamen sie nicht mehr, obwohl Luchse Trainer Dudo Prelcec den jungen Spieerinnen längere Einsatzzeiten gewährte. Der in den früheren Spielen beobachtete Leistungsabfall blieb diesmal aus. Wen er auch brachte, ob Lisa Borutta oder Natalie Axmann, sie waren sofort im Spiel und nutzten ihre Chance mit schönen Toren. Ab der 42. Minute dominierte die Heimmannschaft und setzte sich stetig ab und führte in der 48 Minute durch ein Tor von Lisa Borutta bereits mit 26:18.



In der gesamten zweiten Halbzeit wurde das Tempo von den Luchsen hoch gehalten und am Ende schwanden die Kräfte des Aufsteigers, zumal die toll zusammenarbeitende Abwehr der HL Buchholz 08 - Rosengarten kaum noch etwas zuließ. Den Schlusspunkt in diesem interessanten und für die Zuschauer ansehnlichen Derby setzte Lynn Schneider mit ihrem Treffer zum Endstand von 32:21.

Linde ordnete dieses Ergebnis anschließend realistisch ein: "Im Tempogegenstoß ist Rosengarten die beste Mannschaft der zweiten Liga. Aber die Anzeigentafel lügt nicht, dort steht minus elf aus unserer Sicht. Wir müssen es schaffen, unsere starken 45 Minuten auch mal über sechzig Minuten zu zeigen."

Genau das gelang dem Gegner aus seiner Sicht, wie es das Fazit im Spielbericht zeigt: "Erfreulich für die HL Buchholz 08 - Rosengarten ist nicht nur der klare Sieg, sondern auch der Fortschritt, über fast die gesamte Spielzeit die Konzentration hochzuhalten und den Gegner vor immer neue Herausforderungen zu stellen, denn jede Spielerin, die zum Einsatz kommt, ist in der Lage Tore zu erzielen."

Trainer Prelcec erklärte zufrieden: "Zwar sind wir holprig ins Spiel gekommen, aber meine junge Mannschaft hat Lösungen gefunden. Es ist natürlich schwer für den Gegner sich auf uns einzustellen, wenn alle Spielerinnen, die zum Einsatz kommen, mindestens zwei Tore und mehr erzielen."

Auch Sven Dubau, der Geschäftsführer der Luchse meint: "Unser Kader ist breit aufgestellt, wir verfügen mit Mareike Vogel und Katharina Filter über herausragende Torhüterinnen, die jeweils in ihren Halbzeiten tolle Paraden gezeigt haben. Mit der Entwicklung der gesamten Mannschaft bin ich sehr zufrieden."