10.11.2018 17:50 Uhr - Champions League - PM THC, red

Thüringer HC in Koprivnica: Um die letzte Chance kämpfen

Herbert MüllerHerbert Müller
Quelle: Mario Gentzel
Nach dem bravourösen Auftritt in Györ, wo der Thüringer HC gegen den Titelverteidiger auf Augenhöhe war aber dennoch verlor, kommt es nun zum vorentscheidenden EHF Champions League-Spiel. Nur bei einem Sieg bleibt der Deutsche Meister im Rennen um einen Platz in der Hauptrunde.

Herbert Müller ist "mega-stolz auf die Frauen, die in Györ bei der mit Abstand besten Mannschaft der Welt ein ganz couragiertes Spiel abgeliefert haben. Wenn wir so ein Level konstant erreichen könnten, dann haben wir ganz viel erreicht, mit einer so jungen Mannschaft", lautet sein Fazit.

"Die Mannschaft hat in der letzten Woche dabei nur auf sich selbst geschaut und ganz konzentriert daran gearbeitet, die notwendige internationale Härte für sich selbst zu verinnerlichen, um sich in einem eigentlich aussichtslosen Match zu wehren. Das ist dem Team überzeugend und anschaulich gelungen", so der Pressedienst des THC. Herbert Müller hatte versprochen, dort zu zeigen, "dass wir schnell lernen können".

Györ wurde nach eigener Bewertung erstmals voll gefordert und man bedankte sich für das intensive Spiel auf hohem Niveau gegen den Thüringer HC. In der Schlussphase lenkte beim 26:26 ein Strafwurf und eine Zwei-Minutenstrafe gegen Iveta Luzumova das Spiel in eine Bahn, in der die Gastgeberinnen ihre ganze Routine nutzten, um als knapper Sieger vom Feld zu gehen. Trotzdem hat das Spiel bei der THC-Mannschaft für ganz viel Selbstbewusstsein auf der langen Heimreise gesorgt. Herbert Müller hebt mahnend den Finger: "Es darf nun aber nicht nur ein Strohfeuer gewesen sein."

Gestärkt durch das gute Spiel beim Gruppenersten, will der THC die von Podravka Vegeta in Nordhausen gezeigte Härte, die wie Herbert Müller erklärt, "um einiges brutaler und anders ist, als Györ sie spielt", annehmen und darauf Antworten haben. Am heutigen Samstag ging es um 04:30 Uhr wieder auf eine elf bis zwölf Stunden lange Busreise und noch am Abend ist in Koprivnica das Abschlusstraining.

Gegen RK Podravka Vegeta, muss der THC gewinnen, wenn die Mannschaft die letzte Chance nutzen will, mit einem Heimsieg im letzten Gruppenspiel gegen Krim Mercator in die Hauptrunde einzuziehen. Podravka Vegeta hat aktuell drei Punkte auf dem Konto, der THC noch null. Die Thüringerinnen stehen unter Druck und müssen beide anstehenden Gruppenspiele gewinnen.

Krim Mercator ist Platz Zwei nicht mehr zu nehmen, aber Podravka Vegeta kann noch von Platz drei verdrängt werden, wenn diese ihr letztes Gruppenspiel in Györ erwartungsgemäß verlieren sollten. Nach dem Spiel am Sonntag wird der Thüringer HC die Heimreise antreten. Bereits am Mittwoch wartet mit dem BVB Dortmund eine schwere Aufgabe in der Bundesliga auf die Mannschaft.

Zum Kader: Iveta Luzumova lag unter der Woche mit Grippe im Bett und trainierte nicht mit, auch andere Spielerinnen haben Schnupfen und erste Grippesymptome. Krisztina Triscuk hat noch Probleme nach einem derben Schlag auf den Kopf. "In so einer hohen Belastungsphase nehmen die Schmerzen zu", so Herbert Müller.

Video-Statement von Herbert Müller: