10.11.2018 08:58 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

Gedern/Nidda will "am Limit spielen und Mainz auf dem falschen Fuß erwischen"

Zeitz erwartet "kein handballerisches Feuerwerk, aber eine 100prozentige Einstellung und Vollgas."Zeitz erwartet "kein handballerisches Feuerwerk, aber eine 100prozentige Einstellung und Vollgas."
Quelle: Axel Kretschmer - Handball Mainz 05
Mainz steht an diesem Wochenende Kopf. Am Sonntag nämlich ist der 11.11., in der Fastnachtshochburg beginnt also die närrische Zeit. Tags zuvor, am Samstag ab 19 Uhr, gibt die HSG Gedern/Nidda in der 2. Bundesliga ihre Visitenkarte in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt ab. Selbstverständlich wird die Mannschaft von Trainer Christian Breiler versuchen, dem klar favorisierten Tabellenvierten 1. FSV Mainz 05 die Feierlaune zu verderben. "Um das Spiel offen zu halten, müssen wir am Limit spielen und Mainz auf dem falschen Fuß erwischen", sagt HSG-Trainer Breiler.

Nach einem aufgrund des DHB-Pokals freien Wochenende kann die HSG die kurze Auswärtsreise mit frischen Kräften antreten. Die Aufgabe im Rheinhessischen ist jedoch eine sehr schwierige. "Mainz ist eine richtig starke Mannschaft mit großem Potenzial. Der Rückraum ist sehr stark besetzt, sie verfügen über hohe individuelle Fähigkeiten", lobt Breiler den Kontrahenten. Seine Mannschaft wird sich daher darauf einstellen müssen, dass der Gegner von allen Positionen torgefährlich ist. "Für uns gilt es, in der Abwehr an die letzten Leistungen anzuknüpfen."

Zur Zeit hat die HSG vier Punkte auf dem Konto. Neben einem überzeugenden Sieg gegen den Mitaufsteiger aus Harrislee gelang den Frauen aus Gedern-Nidda ein Coup in Berlin. Auch die anderen Ergebnisse waren zum Teil sehr ansprechend, einzig gegen die beiden Titelkandidaten aus Beyeröhde und Ketsch gab es zu Hause deutliche Niederlagen. Dynamites-Coach Thomas Zeitz beschreibt: "Gedern-Nidda kommt über das Kollektiv und spielt strukturiert. Aber auch individuelle Qualität liegt im Team von Trainer Breiler."

Mainz will nach Platz zehn in der letzten Saison in diesem Jahr im Kampf um den Aufstieg mitmischen. Der Start in die Saison war trotz einiger schwieriger Aufgaben ordentlich. Das Team von Trainer Thomas Zeitz hat bislang 9:5 Punkte eingesammelt, kam zuletzt immer besser in Fahrt, besiegte zuhause den HC Rödertal (26:19) und gewann bei Aufsteiger TSV Nord Harrislee (30:23). Der Mainzer Coach sieht sein Team als klaren Favorit, weiß aber auch, dass bekanntlich diese Spiele oftmals schwerer zu führen sind, als die sogenannten Spitzenspiele.

"Es braucht Konsequenz, eine gute und aggressive Deckungsarbeit und gutes Tempospiel. Wir haben ein schweres Spiel vor uns. Jeder erwartet einen klaren Sieg. Wir sind sicherlich im direkten Vergleich das bessere Team, aber das ist nicht alles. Wir sollten gewarnt sein durch die Ergebnisse, die Gedern erzielt hat. Sie haben nichts zu verlieren und können befreit aufspielen. Wir müssen dagegen volle Konzentration und 100% Einsatz entgegenstellen", erklärte Zeitz.

"Unsere Abwehr muss Trumpf sein, und dabei dürfen wir uns nicht locken lassen, sollte Gedern mal über einen längeren Zeitraum dem Ball halten. Und wir müssen gradlinig und gnadenlos nach vorne spielen. Ich erwarte kein handballerisches Feuerwerk, aber ich erwarte eine 100prozentige Einstellung und Vollgas. Dann holen wir uns die nächsten Punkte und bleiben auf unserem Weg", so Zeitz weiter. Bis auf die erfolgreich operierte Alexandra Tinti und die langzeitverletzte Clara Bohneberg, sowie die schwangere Romana Gerisch stehen alle Spielerinnen zur Verfügung. Allerdings war Janka Bauer unter der Woche krank, sodass ein Einsatz fraglich ist.