08.11.2018 14:16 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

"Der Spielvorbereitung nicht förderlich" - Leverkusen-Trainer Nijdam über Spielverlegung

Robert NijdamRobert Nijdam
Quelle: Ralf Kardes
Am Freitagabend geht es für Bayer Leverkusen um Bundesligapunkte. Nach dem Heimrechttausch (wir berichteten) treten die Elfen nun also zunächst in Bad Wildungen bei den Vipers an (19.30 Uhr, Sporthalle Enseschule). Bayers Coach Robert Nijdam ist allerdings alles andere als glücklich mit diesem Spieltermin: "Es ist ja nun mal so, dass einige meiner Spielerinnen noch vorher arbeiten müssen, was der Spielvorbereitung nicht eben förderlich ist. Zudem steht gerade für Jennifer Souza ein ganz schöner Reisestress an."

Die Linksaußen, die in dieser Saison schon einige Male gezeigt hat, wie wichtig sie für das Team sein kann, muss per Bahn extra aus Hannover anreisen, wo sie derzeit ihre Grundausbildung zur Berufssoldatin absolviert. Nijdam möchte freilich auf Jennys Dienste nicht verzichten, da neben den Langzeitverletzten Jenny Karolius und Naina Klein vermutlich auch Sally Potocki wegen einer Verletzung an der Wurfhand ausfallen wird.

Die Vipers, die nach der jüngsten 21:24-Niederlage gegen Göppingen 4:8-Punkte aufzuweisen haben, zählt Nijdam zu den "unangenehmsten Aufgaben in dieser Liga". Neben den ehemaligen Leverkusenerinnen Anna-Maria Spielvogel, Annika Busch und Annika Ingenpaß, deren Leistungen bislang etwas schwanken, zählt unter anderem auch ein niederländisches Quartett zu den Schlüsselspielerinnen der Vipers. Maxime Struijs, Sabine Heusdens, Anouk Nieuwenweg und Mariel Beugels können durchaus das Spiel der Damen aus dem westlichen Nordhessen bestimmen und steuern.

Aus diesem Quartett, das Nijdam natürlich besonders genau kennt, wird vor allem Nieuwenweg zu kontrollieren sein, die jederzeit in der Lage ist, ein Spiel im Alleingang zu entscheiden. "Aber wir müssen den Gegner als Team sehen, und da sind sie schon sehr gut. Fakt ist, dass wir uns nicht solche Schwächephasen wie zuletzt im Pokal gegen Nellingen erlauben können", so Nijdam.

Vipers-Trainerin Tessa Bremmer weiß über die Stärken des Gegners, sieht aber auch Chancen für ihre Mannschaft: "Leverkusen spielt einen sehr schönen Handball mit viel Tempo. Sie wollen jedes Spiel gewinnen und üben über 60 Minuten Druck auf den Gegner aus. Dabei verfallen sie jedoch auch oft in Phasen, in denen sie recht viele technische Fehler machen, aber stets sehr hart arbeiten."

Für Bremmer und die Vipers ist Vorsicht geboten: "Die Werkselfen sind qualitativ gut besetzt und zwar nicht nur in der ersten Reihe, sondern auch auf der Bank. Vor allem die extrem gute Mischung zwischen jungen und erfahrenen Spielerinnen ist diese Saison ein riesen Plus. Meine Mannschaft und ich nehmen uns für dieses Spiel vor, unsere Konstanz weiter auszubauen und es Leverkusen so schwer wie möglich zu machen. Chancenlos sind wir nicht. Wir müssen darauf achten, wenige technische Fehler zu produzieren, obwohl das Tempo des Spiels wahrscheinlich dazu einladen wird. Nichtsdestotrotz wollen wir das Tempo von Leverkusen mitgehen."

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