05.11.2018 14:10 Uhr - DHB-Pokal - PM Vereine, red

Buxtehuder SV dank starker Antje Peveling im Viertelfinale

Lisa FriedbergerLisa Friedberger
Quelle: Andrea Müller, HSG Bensheim-Auerbach
Der Buxtehuder SV steht nach einer schwankenden Leistung im Viertelfinale des DHB-Pokal. Bei der HSG Bensheim/Auerbach sah das Team nach 40 Minuten bereits wie der sichere Sieger aus, ehe die Mannschaft am Ende um das Weiterkommen zittern musste. Überragende Spielerin beim zweimaligen Pokalsieger waren Torfrau Antje Peveling mit 13 Paraden.

Zu Beginn der Partie war dem BSV die Nervosität anzumerken. Die Gäste gerieten nach einer 3:1Führung mit 3:5 ins Hintertreffen. "Da hatten wir eine schwache Phase, in der wir schlechte Abschlüsse und technische Fehler im Spiel hatten", beschrieb BSV-Trainer Dirk Leun.

Nach zehn Minuten brachte Leun Jessica Oldenburg ins Spiel. Mit Oldenburg kam auch die Sicherheit in den Angriff des BSV. Die Rückraumspielerin glich zunächst zum 5:5 aus und spielte Sekunden später einen maßgenauen Pass auf Maike Schirmer. Diese verwertete den Ball zum 6:5. Buxtehude blieb am Drücker, musste dennoch den Ausgleich zum 9:9 hinnehmen.

Anschließend bekam Bensheims Merel Freriks die erste Zeitstrafe der Partie. Die folgende Überzahl nutzte der BSV. Lone Fischer, Christina Haurum und Maike Schirmer sorgten beim 12:9 für den ersten Drei-Tore-Vorsprung. HSG-Trainerin Heike Ahlgrimm sortierte ihr Team in einer Auszeit. Die Flames verkürzten bis kurz vor die Pause und hatten durch Sarah van Gulik die Möglichkeit zum Ausgleich. Allerdings verhinderte Antje Peveling mit ihrer fünften Parade das 14:14. Im Gegenzug stellte Lone Fischer per Siebenmeter zum 15:13-Halbzeitstand.


Nach dem Seitenwechsel drehte der BSV auf. Im Angriff leistete sich das Team kaum Fehler und in der Abwehr parierte Antje Peveling ein ums andere mal. Innerhalb von zehn Minuten setzte sich das Team auf 22:15 ab. Dabei ließen sich die Hansestädterinnen auch von einer Unterzahl nicht aus dem Rhythmus bringen. Isabelle Dölle spielte sogar einen Ball hinter dem Rücken zu Maike Schirmer, die ohne Probleme traf. Bereits in Durchgang eins hatte es die identische Kombination gegeben. "Isabelle Dölle hat ihr bisher bestes Spiel im BSV-Trikot gemacht", lobte Leun.

Wer dachte, die Partie war entschieden, täuschte sich. "Wir haben dann die Kontrolle verloren. Bensheim hat genutzt, dass wir ein schlechtes Rückzugsverhalten hatten", sagte Leun. Nach 45 Minuten hatte die ehemalige BSV-Spielerin Sanne Hoekstra die Chance zum 20:23. Doch sie scheiterte an Peveling. "Antje war super stark", lobte Leun. Lone Fischer, die insgesamt neunmal traf, stellte mit zwei Tore auf 25:20. "Lone hat eine konzentrierte Leistung gezeigt." Dies belegen auch die vier verwandelten Siebenmeter.

Doch Bensheim kämpfte sich erneut zurück. Acht Minuten vor dem Ende drohte die Partie zu kippen, als Lisa Friedberger die Chance zum 25:25 hatte. Erneut blieb Peveling Siegerin und avancierte endgültig zur Matchwinnerin. Lisa Prior, Isabell Kaiser und erneut Prior sorgten zwei Minuten vor dem Ende beim 28:24 für die Entscheidung. Den Schlusspunkt setzte Isabelle Dölle in der Schlussminute zum 29:25. "Wir haben die Nerven bewahrt und das positive Ende für uns. Dieser Sieg gibt Selbstvertrauen und hilft uns in unserer Entwicklung."

"Man muss sagen, dass die Torfrau von Buxte heute richtig stark gehalten hat. Ein guter Torwart gehört nun mal dazu. Buxtehude hatte heute einen guten Torwart und eine gute Abwehr und das muss man dann auch so akzeptieren", beschrieb Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm den Unterschied nach dem Spiel.

"Wir haben uns viel vorgenommen und ich glaube, dass wir Buxte einen großen Kampf geboten haben. Die letzten Wochen spielen wir wirklich auf einem hohen Niveau. Nichtsdestotrotz haben wir verloren, weil Buxte vielleicht ein paar Fehler weniger macht, als wir. Aber ich kann meiner Mannschaft heute auch keinen Vorwurf machen. Wir waren wieder dran, wir haben gefightet und das ist das, was uns auszeichnet", fügte Ahlgrimm an.

In der Bundesliga geht es für den Buxtehuder SV bereits am kommenden Mittwoch weiter. Ab 19.30 Uhr ist der BSV bei Borussia Dortmund zu Gast. Der BVB ist nach seinem Trainerwechsel von Norman Rentsch zu Gino Smits inzwischen in den Rhythmus gekommen. Mit drei Siegen in Serie ist der BVB auf Rang fünf in der Tabelle geklettert. Zudem ist das Team weiterhin im EHF-Cup und im DHB-Pokal vertreten. In Dortmund erwartet den BSV also kein leichtes Spiel. Die beiden letzten Spiele in Dortmund hat der BSV verloren. Und auch am Mittwoch sind die Dortmunderinnen der Favorit.