05.11.2018 13:22 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, Wolfgang Seitz - Südwestpresse, red

Nichts zu holen in Metzingen für den VfL Oldenburg: Auch Ligaspiel geht deutlich verloren

Niels BötelNiels Bötel
Quelle: Thorsten Helmrichs
Ein erfolgreiches Wochenende sieht definitiv anders aus aus Sicht des VfL Oldenburg. Nach der Niederlage im DHB-Pokal gab es am gestrigen Sonntag auch im Ligaspiel nichts zu holen für den VfL in Metzingen. Mit 29:43 (14:22) gab es eine ähnlich hohe Niederlage wie am Vortag. "Ähnliches Ergebnis, aber anderer Spielverlauf. Wir sind ganz gut ins Spiel gekommen da wir deutlich aggressiver gespielt haben als am Samstag. Aber wenn du, wenn gegen Metzingen auch nur kurz nachlässt haben sie die Qualität, um das konsequent auszunutzen und davonzuziehen. Metzingen steht nicht von ungefähr da in der Tabelle wo sie stehen. Man kann schon recht deutlich die Handschrift von Andre Fuhr erkennen", zollt VfL-Trainer Niels Bötel dem Gegner Respekt.

Auch wenn die Gastgeberinnen von Beginn an in Führung lagen, konnte der VfL das Spiel zunächst offen gestalten und ließ die TusSies dank einer aggressiven Abwehrarbeit nicht mit mehr als zwei Toren davonziehen. Bereits nach halb gespielter Halbzeit beim Stande von 7:9 hatte der VfL schon dreimal Gelb gesehen, spielte aber auf Augenhöhe mit dem Favoriten. "Wenn wir so aggressiv spielen wie wir das gegen Blomberg und heute in den ersten zwanzig Minuten getan haben können wir auch mit einer Mannschaft wie Metzingen auf Augenhöhe spielen. Aber dann haben wir zu früh abgeschlossen und Metzingen zu leichten Ballgewinnen verholfen", so der VfL-Trainer.

Nun konnten sich die Gastgeberinnen nach und nach absetzen und hatten fünf Minuten später ihre Führung bereits auf 14 : 8 ausgebaut. Zwar konnte der VfL noch einmal durch Cara Hartstock und Isabelle Jongenelen verkürzen, aber näher sollte man nicht mehr herankommen können. So ging es mit einem 14:22 Rückstand in die Kabinen. "Nach der Pause haben wir von vorneherein zu viele technische Fehler gemacht, die Metzingen gnadenlos ausgenutzt hat und haben zudem zu schnell abgeschlossen", konnte Bötel mit der zweiten Halbzeit nicht zufrieden sein. Bereits nach zehn Minuten hatte der Favorit beim Stande von 29:19 erstmals einen zweistelligen Vorsprung herausgeworfen. Am Ende stand mit 29:43 die bisher höchste Niederlage des VfL gegen die TusSies aus Metzingen.


Nun bleiben den Grün-Weißen zwei Wochen Zeit, um sich auf das letzte Spiel vor der EM-Pause vorzubereiten. Da geht es für den VfL zum Tabellenvorletzten Neckarsulmer SU, wo man noch einmal zeigen will, was man in der Lage ist zu leisten. "Anfang der Woche müssen wir erst einmal schauen wie die Mädels die Strapazen weggesteckt haben. Danach werden wir sie ordentlich fordern. Das werden zwei harte Wochen für die Mädels, damit wir nochmal zeigen können, was uns ausmacht und wir imstande sind zu spielen", verspricht Bötel seinem Team zwei arbeitsreiche Wochen.

"Die Art und Weise war schon sehr souverän, in manchen Phasen beeindruckend. Wir sind eine richtige Angriffsmaschine", sagte Trainer André Fuhr. "Wir sind gut ins Tempospiel gekommen, ich bin mit beiden Spielen sehr zufrieden", fasste Marlene Zapf zusammen, die in der zweiten Hälfte auch Qualitäten aus dem Rückraum offenbarte. "Man darf nicht vergessen, dass der Ausfall von Marija Obradovic ein schwerer Schlag für uns war. Und wir machen einfach weiter, als sei nichts gewesen", wunderte sich der Coach ein bisschen. "Wir werden auf dem Boden bleiben, obwohl acht Siege in Folge natürlich super sind. Unsere Stärke ist die geschlossene Mannschaftsleistung", sagte Spielführerin Julia Behnke.