03.11.2018 11:02 Uhr - DHB-Pokal - PM Vereine, red

Doppelpack: TuS Metzingen trifft am Wochenende zweimal auf VfL Oldenburg

Gegen den Pokal-Titelverteidiger VfL Oldenburg will die TuS Metzingen zunächst am Samstag in der Bundesliga überzeugen und einen Tag später im DHB-Pokal nachlegen.Gegen den Pokal-Titelverteidiger VfL Oldenburg will die TuS Metzingen zunächst am Samstag in der Bundesliga überzeugen und einen Tag später im DHB-Pokal nachlegen.
Quelle: Michael Schmidt
Die TuS Metzingen empfängt am Wochenende zwei Mal den VfL Oldenburg. Am Samstag (20 Uhr) im DHB-Pokal, am Sonntag (16 Uhr) geht es um Bundesliga-Punkte. Was ist nun eigentlich wichtiger, DHB-Pokal oder Bundesliga? Da scheiden sich die TuS-Geister. Während Trainer André Fuhr und seine Rückraumspielerin Monika Kobylinska bei der Pressekonferenz am Feiertag keinen Unterschied machen wollten, hat sich Marlene Zapf nach dem Leverkusen-Spiel klar festgelegt.

"Wir wollen ins Final Four. Und deshalb geht es am Samstag um Alles oder Nichts", sagte die Torjägerin. Allen gemeinsam ist der Wunsch, beide Spiele zu gewinnen - und der Respekt vor dem Gegner, der aus dem hohen Norden ins Ermstal kommt. André Fuhr bezeichnet den VfL als Wundertüte und verweist dabei auf die beiden jüngsten Ergebnisse. Da hat es doch die Oldenburgerinnen zunächst bei Bayer 04 Leverkusen richtig zerlegt.

Die 19:35-Niederlage hinterließ aber nur bedingt Spuren. Eine Woche später wurde die stark gestartete HSG Blomberg-Lippe mit 35:28 besiegt. "Wenn wir uns in Metzingen so präsentieren, ist sowohl im Pokal als auch in der Liga was drin", sagte VfL-Trainer Niels Bötel, nachdem sich sein Team mit einer aggressiven Abwehr in einen Rausch gespielt hatte.

"Wir werden uns auf jeden Fall erst einmal zu hundert Prozent auf das Pokalspiel konzentrieren und dann am Sonntag sehen was noch drin ist", wollen Bötel und seine Mädels wieder einmal den Favoritenschreck im DHB-Pokal mimen. Aber auch die TuSsies wollen in diesem Jahr wieder nach Stuttgart zum Final Four reisen. "Wir wollen ins Final Four. Und deshalb geht es am Samstag um Alles oder nichts", lässt Torjägerin Marlene Zapf keinen Zweifel aufkommen, ob die Gastgeberinnen sich am Samstag schonen werden

Die Botschaft hat man bei der TuS vernommen. Es hätte der Worte aber nicht einmal bedurft, weil man bei den Pink Ladies genau weiß, was Oldenburg zu leisten imstande ist. Verfolgen konnte man dies im Final Four dieses Jahres, als der VfL im Endspiel die SG BBM Bietigheim mit 29:28 besiegte. "Oldenburg ist die Pokalmannschaft schlechthin. Die werden top motiviert antreten. Der VfL spielt einen schnellen und gepflegten Ball ", weiß der Metzinger Coach. Er weiß aber auch noch etwas anderes: "Wir konzentrieren uns auf unsere Stärken, haben sicher welche." Sonst hätte man kaum sechs Mal in Serie gewonnen.

Geschke, Jongelenen, Birke und Co. bekommen es mit einer TuS zu tun, die nach der Kreuzbandverletzung von Marija Obradovic noch enger zusammengerückt ist. "Marija hat uns viel gegeben. Wir werden aber einfach so weitermachen. Für uns und für sie", sagte Monika Kobylinska. Da stößt sie bei ihrem Trainer auf offene Ohren. "Ich bin zufrieden mit meinem Kader, obwohl Marija natürlich eine große Lücke hinterlässt. Es gibt verschiedene Formationen, mit denen wir erfolgreich sein können", sagt Fuhr.


Eine Variante ist, mit zwei Spielmacherinnen zu agieren, zwei Kreisläuferinnen stellen den Gegner ebenfalls vor Probleme, und auf drei Linkshänderinnen muss man sich auch erst einmal einstellen. All das können die TUSSIES, bei denen Patricia Kovacs, eine der beiden Regisseurinnen, zuletzt deutlich aufsteigende Tendenz gezeigt hat.

Das Training in Metzingen war unter der Woche sparsam besucht, weil die deutschen Nationalspielerinnen bei einem Regionallehrgang geschult wurden. Torhüterin Isabell Roch wurde nach ihrem Bänderriss dort eher gepflegt, stieg aber gestern wieder vollumfänglich ins Mannschaftstraining ein. Delaila Amega, die gegen Leverkusen kurz vor Schluss raus musste, stand schon am Montag wieder voller Tatendrang auf der Platte. "Sie ist nur ein bisschen umgeknickt. Das war nichts Großes", sagte André Fuhr. Der Kreuzbandriss von Marija Obradovic blieb also die einzige Hiobsbotschaft.