28.10.2018 10:29 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

Buxtehude muss sich geschlagen geben: Bietigheim weiter ohne Punktverlust

Christina Haurum und der BSV leisteten der SG BBM Bietigheim einen großen Kampf. Am Ende unterlag das Team dennoch mit 24:30.Christina Haurum und der BSV leisteten der SG BBM Bietigheim einen großen Kampf. Am Ende unterlag das Team dennoch mit 24:30.
Quelle: Buxtehuder SV / Dieter Lange
Die SG BBM Bietigheim gewann am 6. Spieltag der Handball Bundesliga Frauen (HBF) ihre Begegnung beim Buxtehuder SV mit 30:24 (17:11). " "Wir haben gut begonnen und das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben", bilanzierte Trainer Martin Albertsen anschließend. "Die häufigen Unterzahlsituationen hat Buxtehude clever genutzt und kam dadurch wieder ins Spiel. Wir haben dennoch verdient gewonnen."

Zu Beginn konnte der BSV die Partie ausgeglichen gestalten. Ein 0:2 glichen Isabell Kaiser und Lisa Prior aus, weil der SG im Angriff die Präzision fehlte. Zwei Aluminiumtreffer und zwei Paraden von Peveling verhinderten einen frühen Rückstand. Nach zehn Minuten hatten die Schützinnen des Gastes ihr Visier besser eingestellt. Jeder Angriff wurde mit einem Tor beendet und in der Defensive ließ die Mannschaft zehn Minuten kein Treffer des BSV zu. Nach 20 Minuten stand es somit 4:14.

Für den BSV deutete sich nach dem 21:37 beim Thüringer HC das nächste Debakel an. Doch das Team steckte nicht. Christina Haurum und Maike Schirmer verkürzten. Trainer Albertsen nahm direkt eine Auszeit. Davon ließ sich Buxtehude auch nicht aus dem Konzept bringen. Bis zur Halbzeit verkürzten die Gastgeberinnen auf 11:17.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs agierten beide Mannschaft etwas fahrlässig im Angriff und ließen Chancen ungenutzt. Es entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. Zwar konnte die SG ihre Führung nicht ausbauen, der BSV den Rückstand aber auch nicht verringern. Hoffnung keimte beim BSV nach einem Tor von Torfrau Antje Peveling auf - 18:24. Eine Minute später verhinderte SG-Torhüterin Dinah Eckerle mit einer ihrer insgesamt Paraden einen zweiten Treffer Pevelings zum 19:24.



In der Folge verkürzte Buxtehude dennoch auf 20:24. Als die Halle an eine Wende glaubte vergab Isabelle Dölle die Möglichkeit zum 21:24. Wenig später verursachte Dölle einen Siebenmeter und kassierte zwei Minuten. Bietigheims Kim Naidzinavicius ließ sich nicht bitten und verwandelte den Siebenmeter, insgesamt waren es sechs von sechs Versuchen, zum 26:20.

Beim anschließenden Anwurf war Angela Malestein gedankenschneller als die Mannschaft des BSV. Sie fing nach dem Wechsel den Anwurf ab und vollstreckte unbedrängt zum 27:20. Das Spiel war somit sieben Minuten vor dem Ende entschieden. In der Schlussphase gab der BSV allerdings nicht auf und konnte das Ergebnis mit 24:30 im Rahmen halten.

"Bietigheim hat hochverdient gewonnen", erkannte auch BSV-Trainer Dirk Leun an. "Wir wollten mutig und befreit aufspielen. Am Anfang haben wir aber nicht mit voller Überzeugung agiert und Bietigheim hat konzentriert verteidigt. Die zweite Halbzeit konnten wir ausgeglichen gestalten. Da haben wir Moral und Kampfgeist gezeigt. Leider können wir unseren Lauf nach dem 20:24 nicht fortführen."

Sein Gegenüber Albertsen erklärte, insgesamt habe seine Mannschaft "ein gutes Spiel gemacht". Zudem lobte er den Gegner und die Atmosphäre. "Buxtehude hat eine gute Mannschaft mit guten jungen Spielerinnen", so Albertsen. "Außerdem war die Stimmung wie immer unglaublich in der "Hölle Nord". Die Bundesliga hat sich enorm entwickelt und hat sowohl bei den Mannschaften als auch den Zuschauern enormes Potenzial."