27.10.2018 10:22 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine

Kurpfalz Bären der TSG Ketsch reisen mit viel Respekt zum Aufsteiger HSG Gedern/Nidda

Im siebten Spiel wollen die Kurpfalz Bären der TSG Ketsch zum siebten Mal jubelnIm siebten Spiel wollen die Kurpfalz Bären der TSG Ketsch zum siebten Mal jubeln
Quelle: Kurpfalz Bären
Mit viel Euphorie geht die HSG Gedern/Nidda an ihre nächste Aufgabe in der 2. Bundesliga heran. Diese hat es zweifelsfrei in sich: Am Samstag um 18 Uhr gibt nämlich der nach sechs Spielen immer noch verlustpunktfreie Tabellenführer Kurpfalz Bären seine Visitenkarte in der Gymnasiumhalle Nidda ab. Die Gäste haben nach einem Fehlstart mit zuletzt zwei Siegen in Serie die Abstiegsplätze verlassen und gehen mit Rückenwind in das Duell mit dem Spitzenreiter - die Bärinnen sind mit sechs Siegen und 12:0 Punkten noch mit weißer Weste unterwegs.

Die HSG kann dieses Spiel mit dem Selbstbewusstsein von zuletzt zwei Siegen am Stück angehen. Nach dem 22:14-Heimerfolg gegen Mitaufsteiger TSV Nord Harrislee gelang es der Mannschaft von Trainer Christian Breiler, bei den Füchsen Berlin nachzulegen und beim 26:24-Auswärtserfolg beide Punkte aus der Hauptstadt zu entführen. "Es ist Wahnsinn, zwei Spiele hintereinander gewonnen zu haben", sagt Breiler.

Die Kurpfalz Bären, wie sie sich durch eine Neustrukturierung des Markenkonzepts seit 2015 nennen, waren letztmals in der Saison 2012/13 in der Gymnasiumhalle zu Gast. Damals noch als TSG Ketsch in der 3. Liga West, nun stehen sie mit 12:0 Punkten an der Tabellenspitze der 2. Liga. Zuletzt offenbarte Ketsch bei den Arbeitssiegen gegen den VfL Waiblingen (28:25) und den TSV Nord Harrislee (24:22) allerdings ein paar Schwierigkeiten. Doch HSG-Trainer Breiler sagt: "Davon darf man sich nicht blenden lassen. Ich orientiere mich eher am Spiel gegen Rödertal." Den Bundesligaabsteiger zerlegten die Bären nämlich in dessen Halle mit 26:16. "Es macht Spaß, dieser Mannschaft zuzusehen. Sie haben eine tolle Philosophie und setzen auf eigene, junge Spieler", lobt Breiler den Gegner.

Wie auch Ketsch setzt Gedern/Nidda auf eine eingespielte Mannschaft. Zudem hat die vom nahen Bruchköbel gekommene - 1.86m große Rückraumschützin - Kristin Amos hervorragend eingeschlagen und befindet sich bereits auf dem 11. Platz in der Liste der Torjägerinnen der Liga. In Berlin setzte der Trainer lange auf seine Stammtruppe und brachte Amos erst spät ins Spiel. Nach der Pause gelangen der erst 20-Jährigen dann aber sechs entscheidende Treffer. "Gedern/Nidda hat seine Stärken nicht nur im Rückraum, sondern mit Leonie Nowak eine exzellente Kreisläuferin, die von den Spreefüxxen meist nur mit siebenmeterwürdigen Fouls zu stoppen war", haben die Kurpfalz Bärinnen den letzten Sieg des heutigen Gegners genau analysiert.

"Ich habe höchsten Respekt vor diesem Gegner, der sich seit unserem Vorbereitungsspiel in Ketsch spielerisch enorm gesteigert hat. Und kämpferisch ist die Mannschaft sowieso auf Augenhöhe mit uns", warnt Kurpfalz Bären Tranerin Kate Schneider, die die Trainingswoche nach den beiden durchwachsenen Auftritten gegen Waiblingen und Harrislee, bei denen zur Pause jeweils ein Rückstand auf der Anzeigetafel stand und mit einer Leistungssteigerung im zweiten Abschnitt wett gemacht werden musste, das Augenmerk sicherlich auch auf die Anfangsphase gelegt haben dürfte.

"Natürlich wird die HSG einen absoluten Sahnetag erwischen müssen, um die Kurpfalz Bären ärgern zu können. Auf jeden Fall aber wird das Breiler-Team alles probieren, um dem haushohen Favoriten so gut als möglich Paroli zu bieten", verspricht unterdessen Gastgeber HSG Gedern/Nidda. "Wir wollen einfach ein gutes Spiel abliefern", sagt der HSG-Trainer. "Für uns ist das eine Ehre, im Punktspiel gegen so eine Mannschaft spielen zu können. Da kann meine Mannschaft auch einfach etwas lernen."