27.10.2018 09:51 Uhr - 1. Bundesliga - Dötsch, BVB und Müller, HSG

Dortmund: Bensheim als eine von vielen interessanten Aufgaben

Caroline Müller und die Dortmunderinnen müssen den Ausfall von Virág Vaszari kompensierenCaroline Müller und die Dortmunderinnen müssen den Ausfall von Virág Vaszari kompensieren
Quelle: Stummbillig, BVB
Nach turbulenten und äußerst erfolgreichen englischen Wochen mit fünf Spielen innerhalb von vierzehn Tagen hatten die BVB Handball Damen eine komplette Trainingswoche Zeit, um sich auf die kommende Partie in der Frauenhandball-Bundesliga (HBF) vorzubereiten. Und diese Vorbereitungszeit auf das Gastspiel bei der HSG Bensheim/Auerbach (Samstag, 17:30 Uhr, Weststadthalle, Berliner Ring 87, 64625 Bensheim) konnten BVB-Coach Gino Smits und seine Schützlinge auch durchaus gebrauchen, denn wer im BVB-Lager nach Erinnerungen an die "Flames" kramt, dürfte schnell bei einem unangenehmen, schwer auszurechnenden Gegner landen, der den Schwarzgelben in beiden Spielen der letzten Saison richtig Probleme bereitet hat.

"Sie haben einen variablen Kader mit individuell starken Spielerinnen und so spielen sie auch Handball: Du weißt nie genau, wie sie die nächste Situation lösen werden", beschreibt Smits die Bensheimerinnen. Dennoch kann sich der BVB nicht gegen die Favoritenrolle wehren, spielt die HSG doch aktuell ihre zweite Saison nach dem Aufstieg 2017 und hat sich mittelfristig zum Ziel gesetzt, sich erst einmal in der Liga zu etablieren.

Für Smits Team darf es da gerne ein bisschen mehr sein: Mit einem Sieg an der Bergstraße könnten die Borussinnen erstmals in dieser Saison ein positives Punktekonto erzielen und bei optimalen Ergebnissen der anderen Teams sogar bis auf Platz vier klettern. Diese Konstellation ist allerdings wenn überhaupt nur eine Randnotiz für den BVB, der in erster Linie seine Serie von fünf ungeschlagenen Spielen in Folge ausbauen will.

"Wir sind aktuell in einer sehr interessanten Situation mit vielen Spielen und vielen verschiedenen Aufgaben. Klar ist, dass uns jeder Gegner ein Bein stellen will - und wenn wir nicht aufpassen, wird Bensheim das auch gelingen", mahnt Smits. Eine dieser Aufgaben wird es sein, bis auf Weiteres den Ausfall von Virág Vaszari zu kompensieren, die sich im Europapokal-Heimspiel gegen Zalau einen Kreuzbandriss zuzog.

"Sie war sehr gut in Form und wird uns natürlich fehlen. Ihre OP ist gut verlaufen und wir drücken ihr die Daumen, dass sie schnellstmöglich wieder mit uns für den BVB spielen kann", erklärt Smits und betont, dass der breite BVB-Kader dennoch in der Lage sei, diesen Ausfall aufzufangen - wie genau, wird wohl zumindest bis zum Bensheim-Spiel sein Geheimnis bleiben.

Mit Smits kehrte bei Dortmund der Erfolg zurück. Als Interimscoach musste er sich zwar noch knapp mit 27:28 gegen die TuS Metzingen geschlagen geben, doch als Chefcoach gelang ihm dann ein überzeugender 37:31 Erfolg bei der HSG Bad Wildungen Vipers und zu Hause ein überragender 37:23 Heimsieg gegen den TV Nellingen. Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm weiß daher auch, was ihre Mannschaft erwartet. "Das ist wieder ein Team, das gespickt ist mit Nationalspielerinnen und ehemaligen Nationalspielerinnen. Wir wissen, was auf uns zukommt und werden schauen, dass wir ein ordentliches Spiel machen. Bis auf die Langzeitverletzten sind alle Spielerinnen an Bord", berichtet Heike Ahlgrimm mit Blick aufs Spiel.

Aber die Flames brauchen sich auch nicht verstecken und müssen an die guten Leistungen der letzten Spiele anknüpfen. Die starke Abwehrleistung zu Hause beim 32:23 Sieg gegen die Neckarsulmer Sportunion sowie bei der 21:26 Niederlage beim Deutschen Vizemeister SG BBM Bietigheim sollte den Flames viel Selbstvertrauen für die bevorstehenden Aufgaben geben. "Die Zuschauer können sich also wieder auf 60 Minuten Kampf und Einsatz der Flames freuen. Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm wird mit ihrem Team wieder alles dafür tun, dass bis zur letzten Sekunde um jede kleine Chance gekämpft wird", so der Pressedienst der Gastgeberinnen.

"Dortmund ist Favorit, das wissen wir. Jetzt nehmen wir den guten Rückenwind von den letzten Spielen mit, wollen einen Fight kämpfen. Wir spielen zu Hause und haben die letzten Spiele immer sehr knapp verloren. Von daher können wir ja mal versuchen den Spieß umzudrehen. Wir haben Selbstvertrauen und wir brauchen uns nicht verstecken und wir werden mit unserem Publikum im Rücken alles dafür tun, um vielleicht für eine Überraschung zu sorgen", verspricht Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm.

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