27.10.2018 09:19 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

Absteiger gegen Zweitliga-Meister: Rödertalbienen erwartet die Luchse

Rabea Pollakowski, Tammy Kreibich und Jessica Jander fordern mit dem HC Rödertal den Zweitliga-MeisterRabea Pollakowski, Tammy Kreibich und Jessica Jander fordern mit dem HC Rödertal den Zweitliga-Meister
Quelle: Stefan Michaelis, HCR
Am heutigen 27. Oktober trifft das Luchse Team in der Großröhrsdorfer Sporthalle am Schulzentrum auf den derzeitigen 4. der aktuellen Tabelle. Nach dem letztjährigen Abstieg aus der 1. Bundesliga hat der neue Trainer Frank Mühlner eine talentierte und verjüngte Mannschaft aufgebaut. Die Sächsinnen sind mit 8:4 Punkten in die neue Saison gestartet und zeigten vor allen Dingen bei ihren Auswärtssiegen in Waiblingen und Kirchhof/Melsungen ihre Ausgeglichenheit und mannschaftliche Geschlossenheit. Die Luchse stehen mit 8:0 Punkten auf dem dritten Platz - haben aber zwei Partien weniger absolviert als die Konkurrenz.

Mit den Handball-Luchsen erwartet den HC Rödertal ein ganz schwerer Gegner. Seit dem Aufstieg der Bienen in die 2. Bundesliga zur Saison 2013/14 gab es sieben Begegnungen beider Mannschaften - sechs in der Liga und eine im Pokal. Nur zwei Spiele konnte der HCR für sich entscheiden. Besonders frisch in Erinnerung sollte vielen Fans noch die deutliche 21:27-Niederlage in der 2. Runde des DHB-Pokals im vergangenen Jahr sein.

In der letztjährigen Saison mussten die Norddeutschen lediglich drei Niederlagen hinnehmen und wurden mit 50:6 Punkten souveräner Meister der 2. Bundesliga - verzichteten aber auf den Aufstieg. Auch vom Trainerwechsel zum Ende des letzten Jahres, für Maximilian Busch übernahm Martin Hug, ließ sich die Mannschaft nicht beirren. Letzterer hat sich inzwischen zurückgezogen und damit Platz auf der Trainerbank für den Kroaten Dubravko Prelcec gemacht. Dieser ist nicht weniger erfolgreich als seine Vorgänger und konnte bereits in den ersten vier Ligaspielen Siege einfahren. In der Tabelle stehen die Handball-Luchse zwar nur einen Platz vor den Rödertalbienen, aber sie sind bisher verlustpunktfrei und haben zwei Spiele weniger als die anderen Teams.

Der Luchse-Kader besticht durch eine gute Mischung. Neben erfahrenen Spielerinnen, wie dem Rückraum-Duo Sarah Lamp und Kim Land oder Kreisläuferin Evelyn Schulz, gibt es viele junge Talente, die in die Startformation drängen, um sich zeigen zu können. "So einen Kader hätte wohl jeder Trainer gerne. Dank der Zusammenarbeit mit dem Buxtehuder SV sind alle Spielerinnen sehr gut ausgebildet. Das wird eine harte Nuss", sagt Bienen-Coach Mühlner über die Luchse.

Zählt man das Spiel im DHB-Pokal gegen die Neckarsulmer Sport-Union hinzu, müssen die Bienen bereits im fünften Spiel in Folge gegen einen starken Gegner antreten. HCR-Cheftrainer Mühlner dazu: "Das ist schon ein schwerer Herbst für meine Mannschaft. Ketsch, Neckarsulm, Kirchhof, Mainz und jetzt Rosengarten spielen auf einem wirklich sehr hohen Niveau. Ich sehe das aber alles positiv. So gibt es die Möglichkeiten, dass sich unsere jungen Spielerinnen weiterentwickeln. Bis jetzt muss ich die Mädels wirklich sehr loben."

HCR will im heimischen Bienenstock trotz der Verletzungen erfolgreich sein


Nach der Niederlage in Mainz und der Verletzung von Brigita Ivanauskaite war die Stimmung zum Trainingsstart am Montag etwas getrübt. Außerdem hat auch Landsfrau Egle Alesiunaite Probleme mit der Achillessehne. HCR-Trainer Mühlner dazu: "Wir müssen sehen wie sich die Verletzung von Egle bis zum Spiel entwickelt. Bei Brigita will ich kein Risiko eingehen. Ansonsten bin ich sehr glücklich darüber, dass alle anderen Mädels bisher fit sind."

Zum Abschluss möchte Mühlner nochmal allen Fans Mut machen: "Auch ohne die Verletzung von Brigita, wären wir in dieser Partie der Außenseiter. Durch die Niederlage vergangene Woche haben wir viel dazu gelernt. Wir werden es dem amtierenden Zweitliga-Meister so schwer wie möglich machen. Schließlich haben wir keine Punkte zu verschenken. In dieser Spielzeit kann fast jeder jeden schlagen und mit den eigenen Fans im Rücken sind wir noch motivierter als ohnehin."

Luchse-Trainer Dudo Prelcec erwartet ein Spiel auf Augenhöhe: "Ich bin ziemlich sicher, dass der Ausgang dieses Spiels wieder im Kopf entschieden wird. Ich hoffe nur, dass der Substanzverlust meiner Mädel durch den schwer erkämpften Sieg gegen Kirchhof mit den Phasen in doppelter und dreifacher Unterzahl nicht zu groß war." Auch der Geschäftsführer Sven Dubau ist der Meinung: "Nur wenn wir schnell ins Spiel kommen und ein ähnlich kompaktes Abwehrverhalten wie gegen Kirchhof über 60 Minuten etablieren können, werden wir bei guter Wurfausbeute das Spiel für uns entscheiden können."

Spiel wird im Livestream übertragen