27.10.2018 08:28 Uhr - 1. Bundesliga - Südwestpresse - Wolfgang Seitz und PM Leverkusen

Metzingen will gegen Leverkusen Leistung stabilisieren und oben bleiben

Delaila AmegaDelaila Amega
Quelle: Michael Schmidt
Spannung ist garantiert: Die TuS Metzingen empfängt am Samstag (20 Uhr) den in der Bundesliga stark gestarteten TSV Bayer 04 Leverkusen. Es ist das Aufeinandertreffen zwischen dem Tabellendritten TuS Metzingen und dem unmittelbaren Verfolger aus Leverkusen. Fast könnte man von einem Spitzenspiel sprechen.

Ganz kurzer Rückblick. Vergangene Woche hat die TuS Metzingen in Göppingen mit 31:21 gewonnen, drei Tage danach beim 38:26 im Rückspiel des EHF-Cups gegen Astrachan eine Gala-Vorstellung gezeigt. Kann man daraus eine Regelmäßigkeit ableiten? "Die Leistung auf dem Niveau zu stabilisieren ist natürlich unser Ziel. Bei einer so jungen Mannschaft, wie wir sie haben, muss man aber auch Schwankungen einkalkulieren", sagte TuS-Trainer André Fuhr bei der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Leverkusen.

Ein Ziel war es auch, dass die Mannschaften wieder mit einem gewissen Respekt in die Öschhalle kommen. Das müsste man mit den jüngsten Auftritten geschafft haben. Der TSV Bayer 04 Leverkusen hat mit der TuS Metzingen etliches gemeinsam. Beides sind junge Mannschaften, haben zu dieser Spielzeit neue Trainer bekommen und bisher nur gegen Bietigheim verloren. Die TuS ist Dritter mit 8:2 Punkten, Leverkusen folgt mit 7:3. Das allein reicht, um mit dem nötigen Respekt an die Aufgabe heranzugehen.

Ein übriges wird der 35:19-Sieg gegen Oldenburg tun. "Das war ein begeisterndes Spiel, ich schätze Leverkusen sehr", sagte der TuS-Coach gestern. Sein Team schätzt er auch und mit ihm will er gegen Leverkusen etwas reißen. "Wir wollen uns vom Mittelfeld weiter absetzen, haben ein Heimspiel und das wollen wir gewinnen."

"André hat die Trainingssteuerung absolut im Griff. Zwei Tage lang war es ein bisschen ruhiger, jetzt steht das Leverkusen-Spiel natürlich längst im Fokus", verriet Katharina Beddies. Dabei hat der Trainer sicher darauf hingewiesen, dass Leverkusens Kreisläuferin Anna Seidel acht Stück gegen Oldenburg versenkt hat. Nicht nur auf sie muss man aufpassen. Spielmacherin Zivile Jurgutyte versteht es, ihre jungen Mitspielerinnen immer wieder in Szene zu setzen.

Man kennt sich


"Leverkusen ist besser als in der vergangenen Saison", hat TuS-Regisseurin Delaila Amega vorausgeblickt, "zudem kennt mich Trainer Robert Nijdam gut. Der weiß, was wir machen." Der Bayer-Coach kennt `Del` aus der Zeit als Trainer diverser niederländischer Auswahlteams. Dass sie zuletzt in bestechender Form spielte, wird ihm nicht entgangen sein.

Selbstverständlich hat auch der Niederländer im Detail mitbekommen, dass die `TuSsies` aktuell extrem gut drauf sind: "Was sie gerade zuletzt im EHF-Cup beim Kantersieg über Astrachan abgeliefert haben, war sehr, sehr stark. Auch Göppingen muss man erst mal mit zehn Toren aus der Halle fegen. Da ist es dann auch nicht so wichtig, dass beim Gegner eine Schlüsselspielerin früh ausgefallen ist."

Von einem Spitzenspiel will Bayers Coach Robert Nijdam übrigens nichts wissen: "Für uns ist dieses Spiel ein weiterer Schritt in unserer Entwicklung. Metzingen ist natürlich haushoher Favorit, gerade weil es ein Heimspiel ist. Aber wir freuen uns sehr darauf, dort gegen ein Spitzenteam spielen zu dürfen. Wir haben Respekt, aber sicherlich keine Angst. Wir werden am Samstag alles daran setzen, Metzingen etwas zu ärgern", verspricht Nijdam, der lediglich auf die Langzeitverletzten Jenny Karolius und Naina Klein verzichten muss.

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