22.10.2018 13:51 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

Harrislee fährt nach Niederlage bei Kurpfalz Bären "erhobenen Hauptes nach Hause"

4 Tore: Sophia Sommerrock4 Tore: Sophia Sommerrock
Quelle: Kurpfalz Bären
Die Handballerinnen des TSV Nord Harrislee bleiben in den unteren Regionen der zweiten Bundesliga hängen. Denn beim verlustpunktfreien Tabellenführer Kurpfalz Bären, musste sich das Team von "Shorty" Linde nach großem Kampf mit 22:24 (13:10) geschlagen geben.

Das war nichts für schwache Nerven. Auch Katrin Schneider äußerte sich in der Pressekonferenz stark angefressen über die Leistungen ihrer Mannschaft sowie die kritischen Kommentare auf der Tribüne. Denn der nach wie vor verlustpunktfreie Spitzenreiter hatte lange zittrige Hände, die sich in 22 Fehlwürfen und 9 technischen Fehlern niederschlugen. Die Nordfrauen aus Harrislee hatten aus der hohen Niederlage in Gedern/Nidda gelernt und sich in der gefürchteten Neurotthalle achtbar aus der Affäre gezogen.

"Nach dem enttäuschenden Spiel in Nidda, haben wir während der Woche hart trainiert und einen Schulterschluss vorgenommen. So können wir erhobenen Hauptes nach Hause fahren", verteilte der Trainer ein Kollektivlob an seine Mannschaft, hob dann aber doch eine Spielerin hervor. "Unsere Torhüterin Sophie Fasold hat ihr bestes Spiel für den TSV Nord Harrislee gemacht", so Linde.

Herluf Linde hatte seiner Mannschaft ein klares Konzept mit auf den Weg gegeben, um die Bären nicht in das gewohnte Tempospiel kommen zu lassen. In den allermeisten Angriffen suchten seine Spielerinnen erst dann den Weg zum Tor, wenn die Schiedsrichter den Arm erhoben, um Passivspiel anzuzeigen. Mit dieser Verzögerungstaktik kamen die Bären-Ladies nicht zurecht und fanden über die gesamte Spielzeit nicht den gewohnten Rhythmus.


Die Nordfrauen legten schnell ein 3:1 vor. In der Folge wechselten die Führungen und beim 13:10 für die Gäste ging es in die Pause. Nach dem Wechsel hielt dieser bis zum 15:12 (36.). Doch danach machte der Aufsteiger einige Fehler im Angriff und blieb zehn Minuten ohne eigenen Treffer. So geriet Harrislee mit 15:18 ins Hintertreffen.

Doch im Gegensatz zur Partie in Nidda, bäumte sich das Linde-Team noch einmal auf und kämpfte sich ganz nah an den Tabellendritten der vergangenen Saison, der im Frühjahr auf sein Aufstiegsrecht verzichtete, heran. Neun Minuten vor dem Abpfiff verkürzten die Nordfrauen durch einen verwandelten Siebenmeter von Franziska Peters zum 19:20. Ein Ketscher Doppelschlag zum 19:22 leitete schließlich die 22:24-Niederlage ein. Wenn sich die Mannschaft in der zweiten Hälfte nicht neun technische Fehler geleistet hätte, wäre an diesem Abend auch ein Sieg möglich gewesen.

Trotz der fünften Niederlage im sechsten Spiel ist Trainer Shorty Linde zuversichtlich. "Wir haben gezeigt, dass wir mit der nötigen Spannung und Körpersprache in der zweiten Liga bestehen können. Das müssen wir in jedem Spiel nur noch beständig zeigen", so der Harrisleer Trainer.