21.10.2018 15:43 Uhr - Champions League - dpa, Stephanie Lapp, PM THC

Deutliche Niederlage nach starker erster Halbzeit: Thüringer HC unterliegt Györ deutlich

Herbert Müller und der Thüringer HC waren gegen den Titelverteidiger chancenlosHerbert Müller und der Thüringer HC waren gegen den Titelverteidiger chancenlos
Quelle: Mario Gentzel
Die Bundesliga-Handballerinnen des Thüringer haben auch ihr drittes Gruppenspiel in der Champions League verloren und damit kaum noch Chancen auf das Erreichen der Hauptrunde. Das Team von Trainer Herbert Müller musste sich am Sonntag Titelverteidiger Györ ETO KC deutlich mit 22:38 (11:15) geschlagen geben. Kapitän Iveta Luzumova war mit fünf Toren und fünf Assists beste THC-Akteurin.

Der THC hatte Anwurf und Emily Bölk setzte sich sehenswert zum 1:0 im Eins-gegen-Eins durch. Die Gäste drehten den Spielstand durch einen Doppelschlag. Die offensive Abwehr von Györ bereitete den Thüringerinnen allerdings große Probleme und verleitete sie zu mehreren unvorbereiteten Würfen aus dem Rückraum. Nach sechs Minuten führten die Gäste mit 4:2. Doch die Frauen des Thüringer HC zeigten Kampfgeist und über eine gute Abwehrleistung blieben sie dran: Josefine Huber glich vom Kreis zum 4:4 aus.

Leichtfertige Ballverluste der Gastgeberinnen nutzten die Ungarinnen zu einem Zwischenspurt: Veronika Kristiansen und zwei Treffer von Bernadette Body brachten den Gästen die 7:4-Führung. Der Thüringer HC kämpfte verbissen um den Anschluss. Die Abwehr stand weiterhin gut und es gelangen einige Ballgewinne. Allerdings blieb die Schwäche im Angriff. Durch die vielen Fehlwürfe kamen die THC-Frauen nicht weiter heran. Beim Stand von 7:11 nahm Trainer Herbert Müller nach achtzehn Minuten seine erste Auszeit.

Die THC-Schwäche bei Strafwürfen war auch in dieser Partier nicht zu übersehen. Iveta Luzumova und auch Emily Bölk konnten jeweils einen Siebenmeter nicht im gegnerischen Tor unterbringen. Der dritte saß dann und Iveta Luzumova verkürzte auf 10:14. Die Kapitänin sorgte kurz darauf sogar für den Drei-Tore-Rückstand. Kurz vor der Pause fehlte dann allerdings ein wenig die Cleverness noch weiter zu verkürzen. In die Kabinen ging es mit 11:15.

Die zweite Halbzeit begann denkbar schlecht für den THC. Die Ungarinnen sorgten mit zwei schnellen Toren für ein 11:17 auf der Anzeigetafel. Györ spielte seine ganze Klasse aus. Beim 11:19 aus Sicht seiner Mannschaft nahm Trainer Herbert Müller bereits fünf Minuten nach Wiederbeginn seine nächste Auszeit. In der Folge konnten die Thüringerinnen der Übermacht aus Györ nicht mehr viel entgegensetzen. Die Abwehr hatte ihre Sicherheit verloren. Trainer Herbert Müller nahm nach neun Minuten des zweiten Abschnitts beim Spielstand von 13:23 seine letzte Auszeit. Während die Gäste Tor für Tor vorlegen konnten, gelangen der Müller-Sieben in 15 Minuten gerade mal drei Treffer.

Die Gäste überrannten jetzt den deutschen Meister, jeder Fehler wurde bestraft. Im eigenen Angriffsspiel gelang fast nichts mehr. Mehrfach endeten auch 100-prozentige Chancen bei der souverän haltenden norwegischen Torhüterin Kari Aalvik Grimsbø. Nach 47 Minuten war die Führung der Gäste auf 29:16 angewachsen. Alicia Stolle konnte sich jetzt mehrmals in Szene setzen und Tore durch Rückraumkracher erzielen. Auch wenn Györs Trainer Gabor Danyi nun ordentlich durchwechselte, war kaum ein Qualitätsverlust bei den Gästen zu erkennen. "Bemerkenswert die Fans der Roten Wand - sie gaben ihrer Mannschaft trotz der derben Niederlage in den letzten zwei Minuten Standing Ovations", so der Pressedienst des THC. Am Ende siegte Györ nach einer überragenden zweiten Halbzeit mit 38:22.

"Es war ein sehr gutes Spiel. Durch unsere gute Abwehr, besonders in der zweiten Halbzeit, konnten wir letztendlich dieses Spiel auch deutlich gewinnen. Wir wünschen dem THC viel Glück für die nächsten Spiele", so Danyi Gabor mit der Sicht Györs. Herbert Müller befand: "Wir hatten eine gute erste Halbzeit und mit etwas besserer Wurfausbeute und den verworfenen `Freien`, wäre da auch noch mehr drin gewesen. Wir müssen lernen konstanter zu spielen, so wie in der ersten Halbzeit und müssen es lernen, Zweikämpfe zu gewinnen. Györ ist nicht umsonst einer der Top-Favoriten auf den diesjährigen Titel und hat auch zu Recht gewonnen."

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Pressekonferenz:



Alicia Stolle: