17.10.2018 20:59 Uhr - 1. Bundesliga - fcb

Metzingen schrammt an Derbyrekordsieg vorbei, Hrbkova fällt früh aus

4 Tore: Julia Behnke4 Tore: Julia Behnke
Quelle: Michael Schmidt
Frisch Auf Göppingen musste im Derby gegen die TuS Metzingen bereits ab der zwölften Spielminute, nach einem Gesichtstreffer in der Deckung, ohne Hrbkova auskommen. Die Tschechin war insgesamt kaum dreißig Sekunden auf dem Spielfeld, denn die Grün-Weißen hatten ohne sie begonnen. Bereits von Beginn an waren die Gastgeberinnen unter Druck geraten, denn Metzingen machte aus einer soliden Deckung das Spiel. Am Ende stand ein 21:31 (9:16), mit dem die "Pink Ladies" Rang drei festigen. Nur beim 15:26 im Jahr 2014 hatte es eine höhere Niederlage für Göppingen gegeben.

Frisch Auf Göppingen agierte zu Beginn im Angriff ungeduldig und hastig, Metzingen wies deutlich mehr Struktur und Tempo auf und kam über eine solide Abwehr zu leichten Treffern. Der Lohn für die Gäste war die 2:5-Vorlage nach sieben Minuten, als Zapf im Gegenstoß Behnke in Szene setzte. In Überzahl stellte Zapf kurz darauf die erste Vier-Tore-Führung der TuS her. Nach Harsfalvis 2:7-Treffer rief Aleksandar Knezevic seine Schützlinge in der zwölften Spielminute an die Seitenlinie.

Michaela Hrbkova hatte bisher zugesehen und Lina Krhlikar nur in der Deckung gespielt. Nun wurden beide eingewechselt. Allerdings verletzte sich die Leistungsträgerin gleich darauf in der Deckung, als sie von Obradovic beim 2:8 schmerzhaft am Kopf getroffen wurde. Für Hrbkova war das Spiel mit einer Schwellung am Auge gelaufen. Knezevic stellte auf eine 4:2-Formation um. Zwischen den Pfosten stand nun Branca Zec, die die glücklose Edit Lengyel ablöste. Schindler gelang das 4:9 (16.). Amega antwortete.

Knezevic zückte abermals die Grüne Karte, unterbrach das Spiel und forderte, dass die Spielerinnen sich an die Vorgaben halten sollten. Kinlend schloss aus aussichtsreicher Position ab, doch sie hatte Pech, denn der Ball prallte an beide Pfosten und wurde schließlich zur leichten Beute von Isabell Roch. Insgesamt wirkten die Grün-Weißen nun wesentlich aggressiver, was nach 18 Minuten Andre Fuhr zu einer Auszeit bewog. Obradovic beendete die Torflaute mit einem kraftvollen Durchbruch.

Metzingen erhielt den Fünf-Tore-Vorsprung aufrecht. In den letzten vier Minuten vor der Pause gelang Göppingen dann kein weiterer Treffer. Zapf und Obradovic sorgten in dieser Phase für den 9:16-Halbzeitstand zugunsten Metzingens. Kurz nach dem Seitenwechsel erhöhte Kovacs den Vorsprung unbedrängt auf acht Tore. Viereinhalb Minuten später hatte André Fuhr Redebedarf. Vorausgegangen waren ein Ballgewinn der Frisch Auf Frauen und Guberinics 11:17-Treffer (37.).

Minevskaja wurde eingewechselt, sie scheiterte aber ebenso an Zec wie kurz darauf Behnke. Es war eine chaotische Phase, denn bei Metzingen häuften sich nun Fehler, bei Göppingen strahlte einzig Guberinic Torgefahr aus. Die Slowenin traf beim 15:21 schon zum achten Mal. Zum ersten Mal in der Partie war Göppingen in Überzahl, und die Knezevic-Sieben nutzte dies zu einer Ergebniskorrektur. Wieder vollständig, blieben die Gäste aber am Drücker. Amega stellte nach 45 Minuten auf 15:24.

Spätestens mit diesem Treffer war die Partie entschieden. Göppingen hatte in der Schlussphase große Mühe, den Rückstand nicht weiter anwachsen zu lassen. Die Grün-Weißen hatten über das gesamte Spiel hinweg und auch jetzt kaum gute Momente. Einzig Zec gefiel mit ihrer Leistung und insgesamt 12/1 Paraden. Amega sorgte dennoch nach 52 Minuten für das 18:28. Vollebregt brachte beim 18:30 (57.) den größten Vorsprung. Kindlends zweiter Torerfolg brachte den 21:31-Endstand.