17.10.2018 12:31 Uhr - 1. Bundesliga - Südwestpresse - Wolfgang Seitz, PM FAG, red

Eine erste Weichenstellung steht an: TuS Metzingen gastiert bei Frisch Auf Göppingen

Andre FuhrAndre Fuhr
Quelle: Thorsten Helmerichs
Am Montag, 14.30 Uhr, ist die TuS Metzingen wohlbehalten in Stuttgart gelandet. Der Europapokalausflug nach Astrachan wurde per 28:27-Sieg erfolgreich gestaltet. Am Samstag (20 Uhr) kann man nun in der Öschhalle Runde drei im EHF-Cup klarmachen. Wird schwer, weil die Russinnen gezeigt haben, dass sie sehr unangenehm werden können. Nun will es der Spielplan, dass die TUSSIES bereits heute Abend eine unangenehme Bundesliga-Aufgabe zu erledigen haben. Um 19.30 Uhr gastieren sie bei Frisch Auf Göppingen, einer der Mannschaften, die im bisherigen Saisonverlauf noch nicht verloren haben.

TuS-Trainer André Fuhr hätte gerne mehr Zeit gehabt, um sich auf den Gegner einzustellen. "Die 3:2:1-Deckung, die so im Frauenhandball kaum gespielt wird, bedarf einer ganz besonderen Vorbereitung. Das mussten wir in nur einer Einheit hinbekommen", so Fuhr, der dem Gastgeber überhaupt sehr gute Qualität bescheinigt. Über allen grün-weißen Ballwerferinnen steht Goalgetterin Michaela Hrbkova, die jüngst beim 26:26-Remis in Leverkusen zehn Mal traf.

Das war aber ihr erster Einsatz nach einer Verletzungspause, was wiederum zeigt, dass auch der "Rest" des Teams vom Hohenstaufen einiges drauf hat. Das lässt zum Beispiel der 29:25-Sieg gegen Oldenburg erahnen, der ohne Hrbkovas Zutun eingetütet wurde. Prudence Georg Kinlend und Annika Blanke machen im Rückraum Betrieb, die Kreisläuferinnen Lina Krhlikar und Petra Adamkova schätzt Fuhr als sehr unangenehm ein. Die Punkte will er trotzdem mitnehmen. "Die Anfangsphase ist vorbei, jetzt zeigt sich, wohin der Weg geht. Es gilt sich da festzusetzen, wo man sich festsetzen will", sagt der TuS-Trainer. Das ist, übersetzt für die TUSSIES, ziemlich weit vorne.


Zu diesem immens wichtigen Spiel würde er gerne sein derzeit stärkstes Aufgebot ins Rennen schicken, musste am Dienstag aber zumindest ein kleines Fragezeichen hinter Spielmacherin Delaila Amega setzen. Sie hat sich in Astrachan schon bei der ersten Aktion eine leichte Prellung im Halswirbel/Nacken-Bereich zugezogen. Gerade in dieser Partie benötigt man sie aber dringend, kann die junge Holländerin mit ihrer Dynamik gegen eine 3:2:1-Abwehr doch einiges reißen. Rückblickend auf das Spiel in Russland, kann die TuS sicher einige Komponenten unter den Hohenstaufen transportieren.

Immer wenn es schnell wurde, waren die Pink Ladies erfolgreich. Voraussetzung dafür sind rasche Balleroberungen. Die Abwehr war äußerst aufmerksam, Torhüterin Isabell Roch auch. Zu vermeiden gilt es indes einfache Ballverluste im Aufbau und überhastetes Anrennen. In Überzahl und bei Siebenmetern kann man noch zulegen. Sachen, die allesamt nicht neu sind. Die Konstanz über 60 Minuten wird sicher noch kommen. Mittwochabend wäre dafür kein schlechter Zeitpunkt."

"Metzingen hat ganz andere Ziele als wir und gehört zu den Topteams der Liga, aber wir spielen zu Hause und wollen einen großen Kampf abliefern", blickt Aleksandar Knezevic auf das Duell.