15.10.2018 11:49 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

"Wichtig für das Selbstvertrauen": Zwickau erkämpft Remis bei Beyeröhde-Wuppertal

3 Tore: Katharina Hufschmidt3 Tore: Katharina Hufschmidt
Quelle: Thomas Hahn, TVB
72 Tore in einem Spiel - was für die Zuschauer eine hochinteressante und vor allem spannende Angelegenheit war, dürfte TVB-Trainer Martin Schwarzwald kaum zu Begeisterungsstürmen verleitet haben. Beim 36:36 (18:18) gegen den BSV Sachsen Zwickau war die bisher so verlässliche Abwehr der Handballgirls ein ums andere Mal überlistet worden und musste allzu oft mit ansehen wie der BSV einfache Treffer aus dem Rückraum erzielte oder mit gekonnten Anspielen Nadja Bolze am Kreis erfolgreich in Szene gesetzt wurde. Auf der anderen Seite funktionierte diesmal die TVB-Tormaschine wieder umso besser - angesichts der vielen Gegentreffer war dies jedoch auch dringend nötig, um nicht die erste Heimniederlage zu kassieren.

Der TV Beyeröhde-Wuppertal und der BSV Sachsen Zwickau lieferten sich eine torreiche Auseinandersetzung, in der die 180 Zuschauer und die jeweiligen Aktiven 72 Tor bejubeln konnten. Der Zwickauer Rüdiger Bones hatte vor der Partie eine Abwehrschlacht erwartet. Dieser torreiche Schlagabtausch dürfte ihn deshalb überrascht, aber auch sehr erfreut haben. Zeigten seine Frauen doch eine starke Willensleistung und ließen sich von mehreren Rückständen nicht von ihrem Ziel abbringen. Dabei musste man nach sechs Minuten (6:2) schon um die Zwickauerinnen fürchten.

Die fällige Auszeit von Bones viel auf fruchtbaren Boden. In der 10.Min (6:6) schaffte man erstmals den Ausgleich, lief aber nach dem (7:7) erneut einem Rückstand 11:14/20. hinterher. In der 24./ 15:15 war man wieder dran und konnte danach in Führung gehen. Der Halbzeitstand von 18:18 widerspiegelt den wechselseitigen Spielverlauf.

Der Start in die 2. Spielhälfte wurde von den Gästen praktisch verschlafen. Die Gastgeberinnen, um die treffsicheren Werferinnen Ruthenbeck (8), Roeske (5), Adams (4), Heldmann (4) - legten los wie die Feuerwehr. Sie wollten eine Vorentscheidung herbeiführen. So setzten sie sich erneut mehrfach auf vier Tore ab (22:18/23:19/24:20/25:21).


Doch die Rechnung ging nicht auf, mit dem 25:22 (38.) durch Nadja Bolze begannen die Zwickauerinnen sich entscheidend gegen die Niederlage zu wehren. So kämpfte man sich auf zwei Tore (26:24) heran um im nächsten Moment wieder zwei Gegentreffer zu kassieren.

Trainer Bones griff erneut zur grünen Karte und seine Worte fanden Gehör. Die letzten 17 Minuten bestimmten die Muldestädterinnen das Geschehen, welche sie 12:8 gewannen. Doch der TV ließ sich die "Butter" nicht vom Brot nehmen und so wogte das Geschehen hin und her. In dieser Phase spielten die BSV Frauen als Kollektiv die Torchancen heraus, die dann überwiegend durch die beiden treffsicheren Werferinnen Nadja Bolze und Katarina Pavlovic (je 10) erfolgreich abgeschlossen wurden.

Tatsächlich blieb der Ausgang bis zur allerletzten Sekunde offen, und beide Teams hatten noch die Möglichkeit, das Spiel für sich zu entscheiden. So hätte die an diesem Abend oft unglücklich agierende Pia Adams zehn Sekunden vor dem Abpfiff - bedrängt von zwei Gegenspielerinnen - zur Matchwinnerin werden können. Doch Zwickaus Torhüterin parierte glänzend und leitete den Gegenstoß ein, den die Gäste knapp über das Tor setzten.

So stand am Ende dieses "Spiel-Krimis" ein leistungsrechtes 36:36 (18:18)-Unentschieden. Rüdiger Bones war mit dem Punkt durchaus zufrieden "er war sehr wichtig für das Selbstvertrauen jeder Spielerin, ich hoffe das hilft uns für die kommenden Spiele."