10.10.2018 13:00 Uhr - 1. Bundesliga - PM Leverkusen

"Meistens geht bei mir der erste Versuch daneben": Drei Fragen an ... Nele Kurzke

Nele KurzkeNele Kurzke
Quelle: TSV
Seit dieser Saison spielt Nele Kurzke für den TSV Bayer 04 Leverkusen. Zuvor war die Torhüterin stets im Osten der Republik unter Vertrag. Nach der Jugend in Leipzig, wo sie einst gegen die Juniorelfen um die Deutsche Meisterschaft kämpfte, spielte sie für Markranstädt, Frankfurt/Oder, Halle-Neustadt, Altlandsberg, Zwickau, Leipzig und zuletzt den HC Rödertal. Nun ist die Gymnasiallehrerin im Rheinland und spricht über ihre Eingewöhnungszeit sowie über ihre Tore gegen Borussia Dortmund und zeigt, dass sie auch über den Tellerrand hinausschaut.

Nele, verrätst du uns, wie du dich inzwischen eingelebt hast?

Nele Kurzke:
Sehr gut, würde ich sagen. Ich wurde von der Mannschaft und auch vom Lehrerkollegium am Opladener Landrat-Lucas-Gymnasium, an dem ich nun Englisch und Geschichte unterrichte, klasse aufgenommen. Ich fühle mich schon richtig wohl, obwohl ich mich noch an einiges gewöhnen muss. Zum Beispiel an den sehr gewöhnungsbedürftigen Berufsverkehr in Leverkusen.

Und sportlich läuft es bei dir ja auch... Gegen Dortmund sind dir sogar drei Tore gelungen. Gab es das überhaupt schon mal in der Bundesliga, dass eine Torhüterin drei Mal in einem Spiel getroffen hat?

Nele Kurzke:
Ehrlich gesagt, keine Ahnung. Fast wären es ja sogar vier geworden, den einen hat Clara Woltering noch pariert, sich aber leider dabei verletzt. Meistens geht bei mir der erste Versuch daneben, gegen Dortmund aber nicht. Das hat noch mehr Selbstvertrauen gegeben. Ich übe das im Training auch immer wieder. Um so schöner, wenn es dann gleich drei Mal klappt.


Du bist ja bekannt als Bücherwurm oder Leseratte. Jedenfalls liest du sehr viel. Welches Buch könntest du empfehlen?

Nele Kurzke:
Da fällt mir sofort "Über den Anstand in schwierigen Zeiten und die Frage, wie wir miteinander umgehen" von Axel Hacke ein. Das lege ich jedem aus bestimmten Gründen wärmstens ans Herz. In diesem Buch geht es darum, wie man in einer Gesellschaft miteinander umgehen sollte, insbesondere um eine weitere Aufspaltung der Gesellschaft zu verhindern. Ich persönlich habe das Gefühl, dass wir alle kaum noch miteinander reden. Aber genau das wäre sehr wichtig.