08.10.2018 12:20 Uhr - DHB-Pokal - PM Vereine, red

Halle-Neustadt nach Auswärtssieg im Achtelfinale

Pia AdamsPia Adams
Quelle: Kevin Müller
Die Wildcats des SV Union Halle-Neustadt sind am Sonntagnachmittag ins Achtelfinale des DHB-Pokal eingezogen. Mit 26:21 gewann der Erstligist beim klassentieferen TV Beyeröhde- Wuppertal. "Wir haben heute kein gutes Spiel gemacht!", lautete das kurze und prägnante Fazit von Martin Schwarzwald nach der Partie.

26 Gegentore gegen einen Erstligisten sind dabei eine durchaus akzeptable Quote. Allerdings musste Schwarzwald vor allem in der Anfangsphase des Spiels auf der anderen Seite mit ansehen, wie die Handballgirls die mühsam in der Deckung erkämpften Bälle dann im Angriff viel zu schnell wieder herschenkten. Hinzu kam eine Reihe von Fehlwürfen, die entweder gar nicht auf das gegnerische Tor kamen, oder in den Händen der guten Torfrau Anica Gudelj landeten. Es fehlte in der Offensive insgesamt diesmal einfach an der nötigen Präzision, um dem Bundesligisten ein Bein zu stellen, und auch beim Tempogegenstoß, ansonsten die gefährlichste Waffe der Handballgirls, gab es Ladehemmungen

Die Gäste aus Sachsen-Anhalt gingen das erste Mal in der 7. Minute mit 4:3 in Führung und gaben diese im weiteren Spielverlauf nicht noch mal ab. Bereits zu Pause war der Favorit mit 14:10 in Führung. Der Tabellenzweite der 2. Bundesliga aus Beyeröhde-Wuppertal kämpfte sich ins Spiel zurück und konnte in der 45. Minute beim Stand von 19:21 auf eine Überraschung hoffen. Eine gute Leistung von Torhüterin Anica Gudelj in der Schlussphase, brachte die Wildcats dann aber endgültig auf die Siegerstraße. Beste Spielerin bei den Hallenserinnen war Marianna Ferreira Lopes mit 8 Toren sowie Sophie Lütke mit 7 Treffern.


Ohne Kreisspielerin Pia Dietz (Erkältung) und Torhüterin Isabel Gois (Rücken) haben die Hallenserinnen ihr Auswärtsspiel beim TV Beyeröhde-Wuppertal bestritten. Premiere im Trikot der Wildcats feierte Lara-Sophie Lepschi welche als zweite Torhüterin neben Anica Gudelj im Kader stand. Das erste Tor der Partie erzielte auch die beste Spielerin der Gastgeber Pia Adams (7 Tore). Mit einer großen Hypothek war die torgefährlichste Spielerin der Wildcats, Marianna Ferreira Lopes frühzeitig belastet. Die Rückraumspielerin sah bereits in der 7. Minute ihre zweite Zeitstrafe. Der Erstligist ließ sich davon aber nicht beeindrucken und war vor allem aus dem Rückraum gefährlich und konnte sich kontinuierlich bis zur Halbzeit auf 14:10 absetzen.

Mit Unterstützung der 172 Zuschauer gaben die Gastgeber zu keiner Zeit im Spielverlauf auf. Als in Mitte der zweiten Halbzeit Ramona Ruthenbeck per Siebenmeter auf 19:21 verkürzte, keimte Hoffnung beim Zweitligisten auf. Die Wildcats konnten sich allerdings von auf Torhüterin Anica Gudelj sowie der individuellen Stärke verlassen und den Einzug ins Achtelfinale feiern. Bereits am kommenden Mittwoch geht das Team von Tanja Logvin erneut auf Auswärtsfahrt. Um 20:00 Uhr muss man dann das schwere Spiel in Metzingen bestreiten.