06.10.2018 08:52 Uhr - DHB-Pokal - Thomas Croy, Freie Presse Zwickau via BSV

Als "Außenseiter frei von Belastung rangehen" - Zwickau freut sich auf "Pokalknaller" gegen Göppingen

Im DHB-Pokal haben die Zwickauer Handballerinnen schon so manchem namhaften Gegner einen packenden Kampf liefern können. Am Sonnabend ist erneut ein Erstligist in Neuplanitz zu Gast. "Die Handballanhänger der Region dürfen sich auf einen echten Knüller freuen", berichtet die `Freie Presse Zwickau`. In der zweiten Runde des DHB-Pokals trifft der BSV Sachsen Zwickau am heutigen Sonnabend auf Frisch Auf Göppingen, mit 5:1 Punkten derzeit an vierter Stelle in der 1. Bundesliga liegend.

"Es ist ein schwerer Brocken", weiß Trainer Rüdiger Bones und erläutert gegenüber der Freien Presse Zwickau. "Klar sind wir Außenseiter, und Göppingen ist ja sehr gut in die Saison gekommen. Wir wollen uns trotzdem ordentlich präsentieren. Wir werden eigene Ziele formulieren, und die wollen wir umsetzen."

Bones charakterisiert die Gäste als eine sehr ausgeglichene Mannschaft, auf allen Positionen. Erfolgreichste Torjägerinnen sind Annika Blanke, Neuzugang vom TV Nellingen, und die Slowenin Iris Guberinic. "Fatal wäre es, sich da auf eine Spielerin zu konzentrieren", warnt Bones. "Wir müssen das richtig breit anlegen."

Zwickau wird versuchen, so lange wie möglich mitzuhalten. Der Trainer fordert, weniger Fehler zu fabrizieren und positive Aktionen zu wiederholen. "Der Körper macht das, was der Kopf entscheidet", erklärt Bones. "Das ist eine Frage der Spielgestaltung. Dafür müssen alle konzentriert bleiben und sich an die vorgegebene Linie halten."

Solange man das gemacht habe, lag der BSV am vergangenen Sonnabend auch vorn in Lintfort. "Das Schlimme ist, wenn man unter Druck gerät, dann kommt auch meist ein bisschen Pech hinzu. Aber wir dürfen einfach nicht so schnell so freiwillig dem Gegner den Ball überlassen."

Der BSV Sachsen, der durch einen 26:22 (16:7)-Erfolg in Markranstädt den Einzug in die zweite Runde geschafft hat, bekam es im DHB-Pokal schon einige Male mit Erstligisten zu tun. Am 27. April 1993 verloren die Muldestädterinnen gegen den TV Lützellinden mit 18:31, am 11. Januar 1995 unterlag man dem damaligen Deutschen Meister TuS Walle Bremen (2008 aufgelöst) mit 18:32, am 19. Dezember 2007 zog der BSV gegen den FHC Frankfurt/Oder mit 22:35 (13:18) und am 3. Januar 2009 gegen die TPSG Frisch Auf Göppingen mit 31:42 (17:23) den Kürzeren.

Einmal lagen die Sachsen zur Pause sogar in Führung, mussten sich dem Favoriten aber letztlich geschlagen geben: am 7. Januar 2010 dem TSV Bayer 04 Leverkusen mit 29:35 (18:15). Am 12. März 2011 verlor man im Viertelfinale gegen den Buxtehuder SV mit 29:34 (13:14). Lange glänzend Paroli geboten haben die Zwickauerinnen auch am 8.November 2014 daheim gegen TuS Metzingen - 25:33 (13:15).

"Wir sind Außenseiter, können also frei von Belastung rangehen", unterstreicht Rüdiger Bones. "Wir wollen unseren Zuschauern zu Hause ein schönes Pokalspiel zeigen, mit Einsatz und Engagement."