05.10.2018 14:32 Uhr - DHB-Pokal - PM Vereine, red

Pokalderby: Buxtehuder SV und Buchholz Rosengarten freuen sich auf "Familientreffen"

Kein leichtes Durchkommen wird BSV-Spielerin Maike Schirmer (mit Ball) gegen die HL Buchholz 08-Rosengarten erwarten. Dennoch zählt für sie und ihr Team nur ein Weiterkommen.Kein leichtes Durchkommen wird BSV-Spielerin Maike Schirmer (mit Ball) gegen die HL Buchholz 08-Rosengarten erwarten. Dennoch zählt für sie und ihr Team nur ein Weiterkommen.
Quelle: Buxtehuder SV/Dieter Lange
Am Samstag um 16.00 ist es so weit, dann wird das Pokalderby HL Buchholz 08-Rosengarten gegen den Lokalrivalen und Kooperationspartner Buxtehuder SV in der Halle Nord angepfiffen. Der Fokus beider Mannschaften ist auf dieses besondere Ereignis der 2. Runde des DHB-Pokals in Buxtehude gerichtet, da die Luchse bekanntlich aus Kapazitätsgründen (die Halle Nord bietet 600 Zuschauern mehr Platz als die heimische NordHeideHalle) ihr Heimspiel in Buxtehude austragen.

Diese Entscheidung wurde aus verständlichen Gründen nicht von allen Fans begrüßt, da die Stimmung und Unterstützung im heimischen Luchsbau unvergleichlich ist, aber es ist auch zu bedenken, dass es den Verantwortlichen der HL Buchholz 08 - Rosengarten schwer gefallen wäre bei ausverkauftem Haus, für ein adäquates Catering zu sorgen.

Der Geschäftsführer der Luchse Sven Dubau erklärt: "Keiner unserer Fans muss auf das Spiel verzichten, weil er vielleicht Schwierigkeiten hat, nach Buxtehude zu kommen, denn wir haben einen Shuttlebus organisiert, der unsere Anhänger ab 14.00 an der NordHeideHalle und um 14.10 vom ZOB kostenfrei zur Halle Nord nach Buxtehude fährt. 45 Minuten nach Spielende ist dann die Rückfahrt nach Buchholz geplant."

Es kommt am 6. Oktober 2018 also zur Neuauflage des Viertelfinales von 2017, als sich der Buxtehuder SV in der Halle Nord nach einem spannenden Spiel mit 23:20 durchgesetzt hat. Bis zur Schlussminute hat es 21:20 gestanden. Der BSV zog dank des Sieges in das Final4 nach Bietigheim ein, wo der BSV am Ende der Saison überraschend seinen zweiten Pokaltriumph feiern konnte.

Für beide Vereine ist das Duell auch eine Art "Familientreffen". Im aktuellen Kader der Handball-Luchse haben zehn von 14 Spielerinnen (Katharina Filter, Evelyn Schulz, Laura Schultze, Sarah Lamp, Julia Herbst, Lynn Schneider, Natalie Axmann, Alexia Hauf, Louis Borutta und Zeliha Puls) bereits für den BSV gespielt. Andersherum spielen mit Melissa Luschnat, Isabell Kaiser, Lisa Prior und Paula Prior auch vier Spielerinnen beim BSV, die nach ihrer Jugendzeit für die Handball-Luchse aktiv waren. Dies zeigt auch wie hervorragend die Kooperation beider Vereine funktioniert.

"Unser Ziel ist es ein gutes Spiel zu machen und keine Zweifel aufkommen zu lassen, wer in die nächste Runde kommt", sagt BSV-Trainer Dirk Leun. Dafür sei es wichtig, dass sein Team mit der richtigen Einstellung in die Partie gehe. "Wir müssen Lust auf das Spiel haben und unsere Stärken auf die Platte bringen."

Einen Vergleich zum letzten knappen Duell möchte Leun nicht ziehen: "Es steht außer Frage, dass wir uns in dem Spiel schwer getan haben. In der Analyse habe ich auch die Stärken von Rosengarten gesehen. Aber es gibt auch Schwachpunkte. Deswegen bin ich optimistisch und gehe positiv in das Spiel."

Einfacher wird es am Samstag jedoch sicherlich nicht werden. Während der BSV zuletzt zwei Pleiten einstecken musste, unter anderem ein deutliches 21:37 beim Thüringer HC, sind die Handball-Luchse mit zwei Siegen in die Saison gestartet. Dennoch sind die Rollen für ihn klar verteilt und alles andere als ein Erfolg eine Enttäuschung. "In den vergangenen zwei Wochen haben wir sehr engagiert und konzentriert trainiert. Wir haben einen Schritt nach vorne gemacht und müssen mit Selbstbewusstsein auftreten."
Auf jeden Fall sieht Dirk Leun eine enge Verbundenheit zwischen den Vereinen. Zehn Spielerinnen des aktuellen Kaders haben bereits für den BSV gespielt. "Die Spielerinnen werden hochmotiviert sein. Sie können locker aufspielen und haben nichts zu verlieren", meint Leun, "sie kennen uns genau, aber wir kennen sie genauso gut." Personell muss Leun weiterhin auf Paula Prior und Friederike Gubernatis verzichten. Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Linksaußen Lone Fischer, die im Training umgeknickt ist

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